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Wie erwartet liefert Siemens Energy traumhafte Quartalszahlen, doch der Kurs entwickelt sich aufgrund von Spannung im KI-Segment dezent zurück

Siemens Energy will nicht nur dank KI-Rechenzentren weiterwachsen

NTG24 - Wie erwartet liefert Siemens Energy traumhafte Quartalszahlen, doch der Kurs entwickelt sich aufgrund von Spannung im KI-Segment dezent zurück

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Richtig große Überraschungen gab es bei den Quartalzahlen von Siemens Energy nicht zu sehen. Die wichtigsten Eckdaten lieferte das Unternehmen bereits im Voraus. Gezeigt hat sich allerdings, dass die Wachstumssignale aus sämtlichen Unternehmensbereichen kommen. Auch die lange kriselnde Windkraftsparte verzeichnete wieder etwas höhere Auftragseingänge, und genau in diesem Stil soll es weitergehen.

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Berichten konnte Siemens Energy (DE000ENER6Y0) für das zurückliegende Quartal über einen um 30 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro gestiegenen Auftragseingang. Die Umsätze legten derweil um 3,3 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu und das Nettoergebnis verbesserte sich um ansehnliche 77 Prozent auf 766 Millionen Euro. Die Marge wurde auf 10,8 Prozent beziffert. Positive Beiträge steuerten nahezu alle Branchen bei. Lediglich die Windkraftsparte schreibt noch rote Zahlen, die die Verluste werden bereits kleiner.

 

 

 

Beflügelt durch diese Entwicklung hob Siemens Energy die Prognose bereits im April an. Die großen Erfolge sollen sich auch für die Aktionäre auszahlen. Neben der Rückkehr der Dividende können jene sich auf weitere Aktienrückkäufe freuen. Bereits im Gang war ein Programm mit einem Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. 1,8 Milliarden Euro davon wurden Konzernangaben zufolge bereits umgesetzt. Nun soll eine weitere Milliarde Euro für Rückkäufe in die Hand genommen werden. Die Ausschüttungen inklusive Dividende könnten sich damit in diesem Jahr auf insgesamt 3,6 Milliarden Euro belaufen.

 

Siemens Energy: Auf breiter Front

 

Die rasant steigende Nachfrage aufgrund des KI-Booms und neuer Rechenzentren hat in den Bilanzen klar ihre Spuren hinterlassen. Laut CEO Christian Bruch entfielen 25 Prozent des Auftragsbestands bei Gasturbinen allein auf diesen Bereich. Zugleich sprach Bruch aber auch von Wachstum in so ziemlich allen anderen Bereichen. Die Elektrifizierung der Industrie und die zunehmende Bedeutung von Elektroautos treibe das Geschäft zusätzlich voran. Insgesamt möchte man darauf achten, das Geschäft gut auszubalancieren.

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Insbesondere in Deutschland will Siemens Energy kräftig am Bau neuer Gaskraftwerke mitverdienen. Die dafür notwendigen Turbinen seien bereits reserviert und nun wird auf passende Ausschreibungen im Laufe des zweiten Halbjahres gehofft. Zugleich steigt die Nachfrage nach Energie weltweit an. Die Internationale Energieagentur rechnet mit einem Plus von 40 Prozent bis zum Jahr 2035. Zusammen setzt sich jenes sowohl durch den Stromhunger von Rechenzentren als auch die steigende Nachfrage von Verbrauchern.

Es scheint also, als könnte bei Siemens Energy nur wenig schiefgehen. Dennoch ging es mit der Aktie am Dienstag um etwas mehr als fünf Prozent auf 169,48 Euro abwärts. Dabei dürften sehr wahrscheinlich Korrekturen im Chipsegment eine Rolle gespielt haben. Gewinnmitnahmen bei Samsung, Micron und Co. sorgten zeitweise für Verluste im zweistelligen Prozentbereich. Im späteren Handel entspannte die Lage sich zwar etwas. Die Reaktion von Siemens Energy zeigt aber, wie viel KI-Fantasie im Kurs mitschwingt.

 

Krisengewinner

 

Im Chart fallen die gestrigen Abwertungen bei Siemens Energy nicht weiter auf. Es bleibt bei einem Plus von knapp 40 Prozent seit Jahresbeginn und 125 Prozent im Jahresvergleich. Verglichen mit den Kursen vor drei Jahren, als Siemens Energy in einer tiefen Krise hing und durch den Staat gestützt werden musste, ging es sogar um rund 2.500 Prozent in die Höhe. Die Wende ist geschafft und aktuell profitiert der Konzern schwer von den aktuellen Krisen.

Die Energiekrise treibt die Nachfrage nach Alternativen voran und die Chipkrise zeigt eindrucksvoll, wie astronomisch hoch die Nachfrage nach neuen Rechenzentren ausfällt. Dazu kommt noch das Wachstum in allen anderen Segmenten. Es wäre schon eine Überraschung, sollte der Wachstumskurs von Siemens Energy sich nicht noch weiter fortsetzen. Dementsprechend bleiben die Aussichten für Anleger rosig und die Rallye könnte durchaus noch ein Weilchen weitergehen.

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13.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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