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BÖRSE TO GO - Disney, Nvidia und Twitter auf Kurs.

Die Balance zu finden wird etwas dauern

 

Guten Morgen,

heute wird sich zeigen ob feste Tage dazu genutzt werden um Positionen abzubauen, oder ob es Ansätze gibt für ein Verarbeiten des Coronavirus.

Die starke Marktreaktion beruht in erster Linie auf die Ankündigung Pekings den Markt nun mit massiven Stützungsmaßnahmen und die Wirtschaft mit Liquiditätszuflüssen (Zinssenkungen) zu stabilisieren. Das muss auch sein, denn Peking hat viel zu verlieren. Präsident Xi Jingping teilte im Rahmen eines Treffens aller chinesischen politischen Führern mit, dass es bei dem Kampf gegen das Virus auch um die wirtschaftliche und soziale Stabilität im Land geht. Hintergrund ist die mittlerweile exponentielle Verbreitung der Krankheit. Von Eindämmung kann noch keine Rede sein.

Folge: die Börsen müssen die richtige Balance zwischen diesen Risiken und positiven Meldungen finden. So hat die US-Industrie im Dezember das dickste Auftragsplus seit fast anderthalb Jahren eingefahren. Die Bestellungen legten um 1,8 % zum Vormonat zu, erwartet worden waren 1,2 %. Offenbar hat die US-Industrie nun das Gröbste hinter sich denn auch im Januar wuchs sie überraschend. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Januar von 47,8 Zählern auf 50,9 Punkte. Das ist der höchste Wert seit Juli 2019.

Unverändert positive Meldungen liefert auch die Berichtssaison. Gestern lag unser Augenmerk auf Walt Disney. Der weltgrößte Unterhaltungskonzern steckt gleichfalls in einer Neuausrichtung. Die Ergebnisse zeigen, dass Disney dabei ein starker Eintritt in die von Netflix dominierten Streaming-Videokriege gelungen ist. Der Eigentümer des Sport-Kraftpakets ESPN versucht dabei auch sein Geschäft dahingehend zu transformieren, um ein Publikum zu gewinnen welches sich primär online bewegt. Das gelingt offenbar, denn mit 25 Mio. Abonnenten liegen die Kundenzahlen deutlich über den Erwartungen der Analysten die mit 20 Mio. Abonnenten gerechnet hatten. Das Angebot wird in fünf Ländern, einschließlich den USA, angeboten. Ab März wird Disney+ auch in Indien über den Streaming-Service Hotstar erhältlich sein. Disney bleibt ein Kauf.

 

 

Auch Nvidia steigt in das Streaminggeschäft ein. Der Grafikkarten-Hersteller gab bekannt unter der Bezeichnung GeForce Now seinen Online-Gaming Streaming Service gestartet zu haben. Auch hier wird das Spiel im Rahmen eines Abonnements i.H.v. 4,99 Dollar/Monat angeboten. Nvidia stellt sich damit gegen Google auf, die bereits über die sog. Stadia Plattform im Rennen ist. In Zukunft will Nvidia die monatliche Nutzungsgebühr weiter erhöhen. Vorteil des Geschäftsmodells gegenüber herkömmlichen stationären Spielen: Gespielt werden kann von überall und ohne Limit. Fazit auch hier: Nvidia gehört zu jenen Unternehmen die sich beweglich zeigen und das wird auf dem Parkett honoriert. Kaufen Sie an schwachen Tagen und Wochen.

 

 

Morgen steht Twitter auf der Agenda. Es wird erwartet, dass Twitter seine Zahlen noch vor der Marktöffnung präsentiert und laut Zacks Investment Research, basierend auf den Prognosen von acht Analysten, liegen die Schätzungen für das Quartal bei 0,19 Dollar 0,23 Dollar im Vergleichsquartal 2018. Gut möglich das Twitter die Erwartungen übertrifft und der Kurs sich weiter anschickt die markttechnische Lücke zu schliessen:

 

 

Unser Rat: Anfangsposition zum aktuellen Kurs und zukaufen nachdem die Zahlen auf dem Tisch liegen. Denn: Twitter wird auch in diesem Jahr im Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen! Gestern enthüllte die Firma zudem das sie neue Regeln für Deepfakes und andere Formen synthetischer und manipulierter Medien erstellt, da Politiker und Wissenschaftler weiterhin Bedenken haben, wie sich Fehlinformationen auf die US-Präsidentschaftswahlen 2020 auswirken könnten. 

 

05.02.2020 - Jens Bernecker - jb@ntg24.de

 









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