Crayon Übernahme zahlt sich aus für SoftwareOne
SoftwareOne übertrifft die Erwartungen beim Umsatz und Gewinn im 1. Halbjahr
Die Übernahme von Crayon kam bei den SoftwareOne Aktionären nicht gut an. Ein Jahr später ist jedoch klar, dass der Deal sehr erfolgreich für den Schweizer Software- und Cloud-Spezialisten ist.
SoftwareOne (CH0496451508) treibt das Geschäft zeitgleich auf zwei Vektoren voran. Zum einen hat man mit der Übernahme der norwegischen Crayon im vergangenen Jahr und dem eigenen Geschäft ein starkes Wachstum erreicht. Zum anderen hat man gezielt die Dienstleistungen und Produkte verbessert, um höhere Margen zu erzielen. Eine Vorgehensweise, die sehr gut funktioniert, wie man am Halbjahresbericht erkennen kann.
Das Umsatzwachstum lag deutlich über den Erwartungen. Und damit meine ich nicht den Effekt aus der Übernahme von Crayon. Inklusive dieses positiven Einmaleffekts konnte SoftwareOne seinen Umsatz um 68,2 % auf 818,3 Mio. Franken steigern. Dieser Sondereffekt fällt jedoch ab diesem Quartal weg, da der Zusammenschluss Anfang Juli 2025 über die Bühne gegangen ist und Crayon damit vollständig konsolidiert ist. Sieht man sich die vergleichbare Umsatzentwicklung an und rechnet die Wechselkursveränderungen heraus, erreichte der Schweizer Spezialist für Cloud und Software Asset Management ein Umsatzplus von 11,6 %. Die Geschäftsführung prognostiziert hingegen auf dieser Ebene ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich für das Gesamtjahr. Von dieser Prognose wich man übrigens nicht ab.
SoftwareOne vertreibt die Bären erfolgreich
Ebenso ausgezeichnet entwickelte sich die Profitabilität. Hier strebt das Unternehmen auf „bereinigter“ Basis eine EBITDA-Marge von 23 % an, lieferte aber schon für die ersten sechs Monate 24,9 % ab, was ein schöner Puffer ist. Getrieben unter anderem durch die Kostensenkungen, auch im Zusammenhang mit der Integration von Crayon. Insgesamt erzielte man ein EBITDA (echt) von 185,4 Mio. Franken gegenüber 85,0 Mio. Franken vor einem Jahr. Der Gewinn nach Steuern kletterte von 9,9 Mio. Franken auf 54,3 Mio. Franken. Damit können die Übernahme und Integration als erfolgreich bezeichnet werden.
Im Hinblick auf die Absatzmärkte ist SoftwareOne schon lange kein Schweizer Unternehmen. Den Konzernumsatz erlöst man in allen wichtigen Regionen weltweit, wobei Nordamerika und der Asia-Pazifik mit Wachstumsraten von 26 % und 23 % herausstechen. Die Geschäftsfelder Cloud Channel sowie Cloud Services liefern dabei den mit Abstand grössten Teil des Umsatzwachstums ab. Von grosser Bedeutung ist und bleibt das Geschäft mit Microsoft (US5949181045). Ein wichtiger Katalysator, der gleichzeitig auch ein bedeutendes Klumpenrisiko ist.
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27.08.2026 - Mikey Fritz

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