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SpaceX elektrisiert die Börsen, OHB schreibt Kursrekorde, Rocket Lab profitiert vom Hype und AST SpaceMobile begeistert mit neuem Joint Venture

Das bevorstehende IPO von SpaceX dürfte sämtliche Rekorde brechen

NTG24 - SpaceX elektrisiert die Börsen, OHB schreibt Kursrekorde, Rocket Lab profitiert vom Hype und AST SpaceMobile begeistert mit neuem Joint Venture

 

Im Jahr 2026 dürften munter Rekorde in Sachen Börsengänge geschrieben werden. Gemessen an der Anzahl dürfte es zwar eine rückläufige Entwicklung geben. Ein IPO der Superlative dürfte dies aber bequem in den Schatten stellen. Gemeint ist der Börsengang von SpaceX, der für Mitte Juni erwartet wird. Schon jetzt ist der Hype sehr real und er strahlt auf die gesamte Branche aus.

Vorgelegt hat SpaceX bereits einen fast 300 Seiten starken Prospekt und auch Geschäftszahlen. Damit sind die Voraussetzungen für einen Börsengang erfüllt. Einen offiziellen Termin gibt es allerdings noch nicht. Auch bei der Bewertung hüllt sich SpaceX in Schweigen. Experten schätzen aber, dass es 1,5 bis 2 Billionen US-Dollar werden könnten. Zudem könnten 75 bis 80 Milliarden Dollar an Kapital eingesammelt werden. Einen ungewöhnlich hohen Anteil sollen wohl Kleinanleger beisteuern.

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Sollte der Börsengang von SpaceX auch nur in die Nähe solcher Zahlen kommen, würde es sich um den größten Börsengang aller Zeiten handeln. Die Stimmung scheint im Voraus gut auszufallen. Dass das Unternehmen mit mehr als dem Hundertfachen seines Umsatzes bewertet wird, scheint niemanden zu stören. Zu verlockend sind die Aussichten darauf, dass es in Zukunft noch sehr viel weiter in die Höhe gehen könnte.

 

OHB im Höhenflug

 

Dass Potenzial vorhanden ist, das zeigt die Konkurrenz bereits sehr eindrucksvoll. OHB (DE0005936124) meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 270,9 Millionen Euro und damit deutlich mehr als die 228,7 Millionen Euro aus dem Vorjahreszeitraum. Noch interessanter für Anleger ist allerdings der Auftragsbestand. Dort meldete der Konzern mit 3,35 Milliarden Euro nicht weniger als eine neue Bestmarke.

Kürzlich sorgte ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem KI-Unternehmen Helsing für zusätzliche Fantasien. Die zahllosen Schlagzeilen um SpaceX haben mit Sicherheit zusätzlich dazu beigetragen, dass die Sichtbarkeit der Aktie einen Sprung gemacht hat. Das Ergebnis ist eine schwindelerregende Rallye. Obschon Gewinnmitnahmen den Kurs am Freitag um knappe neun Prozent zurückbeförderten, lässt sich bei einem Schlusskurs von 585 Euro auf 5-Tages-Sicht ein Plus von 38 Prozent verzeichnen. Seit Jahresbeginn ging es sogar um 370 Prozent in die Höhe.

 

Rocket Lab hebt ab

 

Auch bei der Aktie von Rocket Lab (US7731211089) hinterlässt der SpaceX-Hype Spuren. Hier hat der Kurs sich allein in den letzten vier Wochen um 50 Prozent steigern können. Zuletzt ging es am Freitag um 8,2 Prozent auf 135,76 Dollar in Richtung Norden. Das Geschäftsmodelle gilt als vergleichbar zu SpaceX und das Kalkül der Bullen dürfte derzeit sein, dass der Hype auch andere Player der Branche in die Höhe hievt.

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Damit rechnen auch die Analysten, welche das Kurspotenzial aber schon weitgehend für ausgereizt halten. Lediglich New Street Research gibt sich sehr optimistisch und vergibt ein Kursziel von 150 Dollar. Die Deutsche Bank bleibt mit 120 Dollar skeptischer. Goldman Sachs vermutet sogar eine kräftige Korrektur, vergibt lediglich eine neutrale Einschätzung und stellt 76 Dollar als Kursziel in Aussicht. Vermutet wird dort, dass die Stimmung nach dem SpaceX-IPO wieder deutlich nachlassen dürfte.

 

AST SpaceMobile: Mit vereinten Kräften

 

Bei der Rallye von AST SpaceMobile (US00217D1000) verlassen die Käufer sich nicht allein um den SpaceX-Hype. Für Euphorie sorgte vor dem Wochenende die Meldung, dass das Unternehmen ein Joint Venture mit T-Mobile, AT&T und Verizon auf den Weg bringt. Damit hat man die drei größten Mobilfunkanbieter aus den USA an Bord. Passend dazu erlaubte die Regulierungsbehörde FCC den kommerziellen Einsatz für Supplemental Coverage from Space, also direkte Mobilfunkdienste via Satellit.

SpaceMobile baut damit seine Stellung in der Konkurrenz zu SpaceX deutlich aus. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen aber auch abhängig vom Musk-Konzern. Denn die eigenen Satelliten werden bevorzugt mit Raketen von SpaceX ins All befördert. Belastend für Anleger ist zudem die Tatsache, dass noch immer Verluste geschrieben wurden. Stören ließ man sich dadurch aber nicht. Die Aktie sprang am Freitag um zehn Prozent auf 105,86 Dollar und notiert dort rund 325 Prozent höher als noch letztes Jahr um diese Zeit.

 

Der Hype ist real

 

Es ist vollkommen normal, dass vor einem großen Börsengang sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf eben dieses Thema konzentriert. Im Falle von SpaceX werden momentan aber sämtliche Dimensionen gesprengt. Die Erwartungen könnten größer nicht sein, sowohl in Sachen IPO als auch beim künftigen Wachstumspotenzial. Der Hype ist momentan zwar real. Zugleich ist es nicht unwahrscheinlich, dass es ein klassisches „Sell the news“-Szenario zu sehen geben wird. Sobald SpaceX an den Börsen gelistet ist, dürfte die Euphorie erst einmal etwas abkühlen, auch bei den Mitbewerbern.

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24.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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