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Anhaltende Risiken bei SpaceX, nüchterne Aussichten für Rheinmetall, BYD steigert Exportabsätze kräftig und Tesla fällt in Deutschland zurück

Trotz starker Perfomance an den Börsen nagen manche Zweifel an den Anlegern

NTG24 - Anhaltende Risiken bei SpaceX, nüchterne Aussichten für Rheinmetall, BYD steigert Exportabsätze kräftig und Tesla fällt in Deutschland zurück

 

Der DAX hat zuletzt neue Rekordstände nur knapp verfehlt und Analysten blicken grundsätzlich optimistisch auf die neue Woche. Doch es bleiben auch belastende Faktoren bestehen, darunter hohe Ölpreise und jüngst überraschend schwache Zahlen aus dem US-Einzelhandel. Dazu kommen bei den Einzeltiteln zusätzliche Themen, welche einer spontanen Rekordjagd im Weg stehen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm Falle von SpaceX (US84615Q1031) sind es besonders auslaufende Lock-up-Vereinbarungen, welche den Anlegern zu schaffen machen dürften. Solche untersagen es einigen großen Investoren, vor Ablauf einer bestimmten Frist nach Börsengang Papiere zu verkaufen. Zuletzt lief Anfang August eine Frist für 900 Millionen Anteilsscheine aus. Zum befürchteten Einsturz kam es nicht und zuletzt konnte die SpaceX-Aktie sogar wieder über den Ausgabepreis steigen. Die Freigabe zum Verkauf bedeutet freilich nicht zwingend, dass auch Verkäufe stattfinden.

 

 

 

Allerdings könnten in Zukunft noch einige Aktionäre von SpaceX zu Gewinnmitnahmen verführt werden. Zu diesem Schluss kommt zumindest der Analyst Ed Elson im Podcast „Prof G Markets“. Elson verweist darauf, dass bis Jahresende noch sieben weitere Lock-up-Vereinbarungen auslaufen würden. Dadurch könnte ein spürbarer Verkaufsdruck entstehen. Auf die Probe gestellt wird die Treue der SpaceX-Anleger bereits in dieser Woche. Am 20. August werden 320 Millionen Aktien zum Handel freigegeben.

 

Rheinmetall bleibt wohl am Boden

 

Ruhiger geworden ist es schon seit einer ganzen Weile um Rheinmetall (DE0007030009). Statt Kursrekorden oberhalb von 2.000 Euro nachzujagen, waren die Bullen hier zuletzt mehr damit beschäftigt, die Marke bei 1.000 Euro zu verteidigen. Dieses Kunststück gelang immerhin und am Freitag ging es noch einmal um 3,2 Prozent auf 1.202 Euro aufwärts. Im historischen Vergleich kann sich das durchaus sehen lassen, doch dürften viele Anleger wahrscheinlich noch auf sehr viel höhere Kurse hoffen.

Sie könnten enttäuscht werden, wenn es nach der US-Bank JPMorgan geht. Dort werden zwar starke Ergebnisse zum zweiten Quartal gewürdigt. Sorgen machen die Börsenprofis sich aber um Auftragsbestand und Investitionsausgaben, was auf geringere Umsätze in den kommenden Jahren hinweisen könnte. Es reicht weiterhin nur für eine neutrale Einschätzung und das Kursziel in Höhe von 1.350 Euro wirkt eher übersichtlich.

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BYD mit Erfolgen in Übersee

 

Wachstumssprünge gibt es dieser Tage beim chinesischen Hersteller BYD (CNE100000296) zu sehen. Im Juli konnte der Konzern rund 420.000 Fahrzeuge verkaufen und damit den bisher stärksten Monat im laufenden Jahr verzeichnen. Zu verdanken ist dies besonders dem starken Wachstum im Auslandsgeschäft. 180.000 Fahrzeuge brachte BYD außerhalb Chinas an die Frau oder den Mann.

Das ist zwar erfreulich, doch offenbart sich gleichzeitig eine anhaltende Schwäche im Reich der Mitte. Dort setzte BYD knapp 240.000 Fahrzeuge ab, was eher nicht den Erwartungen der Aktionäre entsprechen dürfte. Insgesamt steigen die Absatzzahlen von BYD im laufenden Jahr auf 2,23 Millionen Einheiten. Darin zeigt sich weiterhin eine eher nachlassende Dynamik und die Jahresziele sind in diesem Tempo kaum zu erreichen. Es bleibt einzig die Hoffnung, dass das starke Wachstum im Ausland anhält. Die Anleger zeigten sich am Montag optimistisch und gönnten der BYD-Aktie Aufschläge von 1,2 Prozent.

 

Tesla begeistert deutsche Kunden nicht

 

Der Erfolg von BYD auf dem internationalen Parkett scheint andere Hersteller unter Druck zu setzen. In Deutschland gibt es bereits leise Anzeichen dafür. Insbesondere Tesla (US88160R1014) scheint an Rückhalt zu verlieren. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes verkaufte der US-Hersteller im Juli gerade einmal 367 Fahrzeuge und damit 67 Prozent weniger als im bereits schwachen Vormonat. Dabei wuchst der Anteil an Elektrofahrzeugen eigentlich auf mittlerweile rund 30 Prozent.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenWoran dies genau liegen könnte, darüber lässt sich nur spekulieren. Einige Beobachter verweisen darauf, dass die Absatzzahlen von Tesla zum Quartalsende immer schwach ausfallen würden. Allerdings musste auch im Jahresvergleich ein herbes Minus verzeichnet werden. Maue Absätze machen Tesla schon seit Längerem zu schaffen, auch wenn es in einigen Regionen zuletzt wieder spürbar aufwärts ging. Der Aktie gelingen schon seit Längerem keine Rekorde mehr. Trotz einer kleinen Erholung im August landete der Kurs zum Wochenende bei 342,27 US-Dollar und damit 24 Prozent unter dem Niveau vom Jahresbeginn.

 

Der Haken an der Sache

 

Beschweren können Anleger sich momentan noch immer nicht. Der KI-Boom ist weiterhin sehr lebendig und auch in anderen Branchen werden zuweilen Rekordkurse erreicht. Allerdings gibt es mittlerweile kaum noch eine Rallye, die nicht von einer oder sogar mehreren Sorgen geplagt würde. Nicht jede Befürchtung muss zutreffend sein, doch die generell spürbare Nervosität sollte von Anlegern nicht einfach ignoriert werden.

 

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17.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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