Tagesbericht Palladium vom 28.11.2025: Zwischen Elektroschub und Verbrennerstreit - Welche Rolle der Palladiumpreis künftig spielt
Der Kampf um den Verbrennerausstieg kann sich direkt auf den Palladiumpreis auswirken
Die Entwicklungen am Rohstoffmarkt zeigen derzeit deutlich, wie eng politische Weichenstellungen, weltwirtschaftliche Impulse und industrielle Nachfrage miteinander verflochten sind. Besonders der Palladiumpreis, der am Freitagmorgen kurz vor dem Wochenende bei 1375 US-Dollar notiert, rückt in diesem Spannungsfeld wieder stärker in den Fokus. Während der Wochenverlauf ein moderates Plus von 0,5 Prozent zeigt, steht auf Monatssicht ein Rückgang von 3,6 Prozent. Diese Zahlen spiegeln die Unsicherheit wider, die nicht nur an den Metallmärkten, sondern vor allem in der europäischen Autoindustrie spürbar ist, wo die Debatte um den Verbrennerausstieg erneut an Fahrt gewinnt.
Die europäische Automobilbranche befindet sich in einer Phase spürbarer Verunsicherung. Sinkende Nachfrage, hohe Energiekosten und der zunehmende Konkurrenzdruck aus China prägen den Alltag der Hersteller – ein Umfeld, das auch für Palladium (TVC:PALLADIUM) eine zentrale Rolle spielt, da das Metall weiterhin essenzieller Bestandteil moderner Abgasreinigungssysteme ist. Der geplante Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ab Mitte des kommenden Jahrzehnts wird von vielen Unternehmen als Belastung wahrgenommen.
Palladium bleibt dabei ein strategisch wichtiger Rohstoff, weil mehrere Konzerne ihre ambitionierten Elektroziele verfehlen und auf Übergangstechnologien setzen. Entsprechend rückt auch der Palladiumpreis stärker in den Fokus interner Kalkulationen. Für die Branche geht es nicht darum, die Elektrifizierung infrage zu stellen, sondern mögliche technologische Alternativen länger offenzuhalten, um flexibel auf Marktbedingungen reagieren zu können.
Flexibilität beim Hochlauf der Elektromobilität rückt in den Fokus
Parallel bereitet die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket vor, das der Branche entgegenkommen könnte. Die Forderung nach einem marktwirtschaftlicheren Übergang, statt starr festgelegter Stichtage, wird inzwischen von Konzernen wie Volkswagen, Mercedes-Benz und Stellantis offensiv vertreten. Sie argumentieren, dass der Markt das Tempo bestimmen sollte, während zusätzliche Kaufanreize den Absatz von Elektrofahrzeugen stärken. Gleichzeitig erleben Hybridmodelle und CO₂-neutrale Kraftstoffe eine Renaissance als mögliche Übergangstechnologien. Damit rückt ein breiteres technologisches Fundament in den Blick – ein Signal, das auch für den Palladiumpreis relevant ist, da die Nachfrage aus der Automobilindustrie entscheidend bleibt.
Technische Analyse: Chartbild zeigt anhaltende Schwäche
Aus charttechnischer Sicht präsentiert sich das Bild weiterhin fragil. Der Kurs notiert unter dem 10-Tage-Durchschnitt, der nach unten tendiert, während der 50-Tage-Durchschnitt zwar leicht steigt, jedoch ebenfalls oberhalb des aktuellen Niveaus verläuft. Der MACD weist ein negatives Vorzeichen auf, was den anhaltenden Druck auf der Unterseite unterstreicht. Insgesamt entsteht ein bärisch dominiertes Szenario: Solange der Palladiumpreis unter den gleitenden Durchschnitten verharrt und diese mehrheitlich fallen, überwiegt kurzfristig die Schwäche – ein Umfeld, das Händler aufmerksam beobachten.
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28.11.2025 - Andreas Opitz

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