Wenige Tage nach dem Start der Vorbestellungen von GTA 6 wird um Take-Two mehr denn je spekuliert und gemutmaßt
Großer Erfolg oder Flop voraus bei Take-Two?
In der vergangenen Woche hatte das lange Warten endlich ein Ende. Der publisher Take-Two startete den Vorverkauf von „GTA 6“ und beendete damit auch manche Spekulation. So ist nun klar, dass der Preis des Mega-Blockbusters sich nicht von anderen großen Releases unterscheidet. Die Standard-Variante wechselt für 80 US-Dollar oder Euro den Besitzer. Wer nun dachte, dass die Mutmaßungen und Gerüchte ein Ende haben würden, sollte sich aber irren.
Tatsächlich geistern durch das Netz mehr Schlagzeilen als je zuvor. So machte beispielsweise die Meldung die Runde, dass nur wenige Stunden nach Beginn des Vorverkaufs schon 39 Millionen Verkäufe stattgefunden hätte. Das wäre tatsächlich eine beeindruckende Zahl. Doch tatsächliche Verkäufe kann es momentan noch gar nicht geben, da sich Vorbestellungen stets auch wieder stornieren lassen. Darüber hinaus ist die Zahl von Take-Two (US8740541094) nicht bestätigt. Dasselbe gilt auch für alle weiteren Gerüchte rund um GTA 6.
Das Portal „IGN“ berichtete etwa unter Verweis auf Großhändler, dass wohl die Nachfrage für Konsolen zum Launch von GTA 6 im November derart stark ansteigen könnten, dass es Engpässe zu befürchten gäbe. Mancher Händler scheint schon zu fürchten, nicht genügend Konsolen auf Lager zu haben. Das kommt etwas überraschend, da zuletzt die Absatzzahlen nach mehreren Preiserhöhungen historische Tiefstände erreichten.
GTA 6 scheint auf PlayStation beliebt zu sein
Ebenfalls bei IGN war zu lesen, dass GTA 6 sich wohl vor allem auf der PlayStation verkauft. Achtmal so viele Vorbestellungen sollen für die Sony-Konsole getätigt worden sein. Ein Sprecher von Microsoft relativierte dies jedoch gegenüber „Windows Central“. Es handele sich lediglich um die Anzahl von Affiliate-Klicks, welche nichts über die tatsächlichen Vorbestellungen aussagen würden. Dass sich mehr Kopien auf der PlayStation 5 verkaufen werden, steht außer Frage, schon allein aufgrund der massiv höheren Installationsbasis. Ob das Verhältnis derart dramatisch ist, darf aber dezent angezweifelt werden.
Schließlich war dann auch noch bei „Yahoo Finance“ zu lesen, dass die „Vorbestellungen“ von GTA 6 wohl enttäuschend ausgefallen sein sollen und die Erwartungen der Anteilseigner nicht getroffen werden konnten. Auf die etwas reißerische Überschrift folgt im Artikel aber eine mildere Sprache. Auch bei Yahoo kennt niemand konkrete Zahlen. Interpretiert werden zwischenzeitliche Kursrückgänge aber als Anzeichen dafür, dass Anleger enttäuscht auf den Verkaufspreis und das Fehlen eines Online-Modus zum Start reagiert haben könnten.
Es ranken sich alle nur möglichen und unmöglichen Gerüchte um GTA 6, und das wird in den kommenden Wochen so weitergehen. Das hat den ganz einfachen Grund, dass der Titel enorm viel Aufmerksamkeit und Klicks einbringt. Nach dem Start der Vorbestellungen haben Online-Portale nun auch die Möglichkeit, Affiliate-Links zu platzieren und ein wenig mitzuverdienen. Natürlich wird diese Option auch munter gezogen und wenn es schon keine konkreten Neuigkeiten gibt, wird eben spekuliert.
Immer mit der Ruhe
Für Anleger ist das durchaus als ein positives Signal zu werten. Die enorme Aufmerksamkeit spricht dafür, dass GTA 6 wieder einmal ein bahnbrechender Erfolg wird und die hohen Produktionskosten werden vermutlich schon am ersten Wochenende wieder eingespielt. Die Cash Cow bleibt der Online-Modus. Auch wenn jener bisher nicht offiziell angekündigt wurde, darf davon ausgegangen werden, dass er eher früher als später nachgereicht wird.
Die Take-Two-Aktie schwankt angesichts der Masse an Spekulationen schon mal munter hin und her. Alles andere als neue Verkaufsrekorde im November wäre jedoch eine Überraschung. Daher lassen sich kurzzeitige Einbrüche durchaus als Einstiegschance nutzen. Auch wenn Take-Two nicht die Rettung des Gaming-Segments in Eigenregie gelingen mag, so wird GTA 6 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausreichen, um die besten Bilanzen seit Jahren auf die Beine stellen zu können.
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29.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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