Laut Take-Two geben Spieler bei Vorbestellungen von GTA 6 der teuren Variante den Vorzug
Take-Two stellt sich weiterhin auf enorme Umsätze ein
Noch etwas mehr als drei Monate dauert es, bis GTA 6 endlich erscheint, stolze 13 Jahre nach dem Vorgänger. Die Vorbestellungen wurden bereits vor einigen Wochen gestartet. Diverse Schlagzeilen über (ausbleibende) Erfolge folgten, doch offizielle Angaben seitens Take-Two zu den bisherigen Zahlen wurden bisher noch nicht gemacht.
In einem Interview mit „CNBC“ wollte Strauss Zelnick weiterhin keine konkreten Vorbestellerzahlen mitteilen. Allerdings ging er auf den vieldiskutierten Verkaufspreis ein. Angeboten wird GTA 6 von Take-Two (US8740541094) in zwei Ausführungen. Die Standard-Variante schlägt mit rund 80 US-Dollar oder Euro zu Buche und bewegt sich damit im üblichen Branchenrahmen. Alternativ gibt es noch eine „Ultimate Edition“ mit zusätzlichen Inhalten, für die rund 100 Dollar bzw. Euro fällig werden. Im Netz ist häufig die Rede davon, dass Take-Two und Entwickler Rockstar bewusst Inhalte entfernt hätten, um den Verkaufspreis durch die Blume anzuheben.
Doch allem Anschein nach scheint die Kundschaft den höheren Preis dennoch hinzunehmen. Denn laut Take-Two-Chef Zelnick liegen die Vorbestellerzahlen der Ultimate Edition von GTA 6 momentan vor jenen der Standard-Variante. Über das genaue Verhältnis ließ sich Zelnick allerdings nicht aus. Technisch gesehen würde die Aussage schon stimmen, wenn nur eine Ultimate Edition mehr geordert wurde.
Take-Two bedient Enthusiasten
Die Angabe wurde auch gleich ein Stück weit relativiert. Take-Two ist sich bewusst darüber, dass bisher vor allem die großen Fans bestellen, welche tendenziell auch gerne etwas mehr Geld für ihr Hobby in die Hand nehmen. Wie es nach dem offiziellen Verkaufsstart um das Verhältnis zwischen Standard-Edition und der teureren Ultimate-Variante bestellt sein mag, bleibt damit noch immer offen.
Durchblicken ließ Zelnick jedoch auch, dass die Vorbestellungen bisher besser als ursprünglich erwartet ausgefallen seien. Das dürfte vor allem für die Aktionäre eine angenehme Nachricht sein. Auch hier gibt es zwar keine genauen Zahlenangaben. Es ist aber schwer davon auszugehen, dass Take-Two bei seinem wichtigsten Pferd im Stall die Prognosen nicht eben gering angesetzt hat. Die Anzeichen für einen erfolgreichen bis historischen Launch am 19. November verdichten sich also. Dennoch bleibt die Vorfreude an der Börse ein wenig gedämpft.
Besorgt sind einige Beobachter darüber, ob sich die breite Masse das neue GTA noch leisten kann oder will. Denn die hohe Inflation lastet besonders auf dem wichtigen US-Markt schwer auf dem frei verfügbaren Einkommen der Haushalte. Dass die Teuerungsrate im Juli nur geringfügig nachgab und weiterhin bei hohen 3,4 Prozent lag, machte der Take-Two-Aktie etwas zu schaffen. Der Kurs rutschte am Mittwoch um drei Prozent auf 243 Dollar zurück.
Der Preis ist heiß
Über den Preis von GTA 6 wird schon seit Monaten munter gerätselt und spekuliert. Für Take-Two ist es ein Stück weit eine Gratwanderung. Natürlich will der Publisher beim wichtigsten Release seit über einem Jahrzehnt keine Gelegenheit verstreichen lassen. Gleichzeitig werden aber möglichst hohe Verkaufszahlen anvisiert. Dezente Zweifel daran, ob die Ausgabenbereitschaft der breiten Kundschaft nicht vielleicht doch etwas überstrapaziert wird, halten sich hartnäckig.
Aus Anlegersicht sind initiale Absatzzahlen aber eher nicht spielentscheidend. Gelingt es GTA 6 auch nur annähernd, den Erfolg des Vorgängers zu kopieren, so winken über viele Jahre hinweg hohe Umsätze. Begleitet wird dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich von einem Online-Modus, der bei GTA 5 ohnehin den Löwenanteil der Gewinne produzierte. Zu Geld machen kann Take-Two ganz nebenbei auch noch das enorme Interesse an Neuigkeiten. Gerüchten zufolge ließ der Publisher sich stundenweise Exklusivrechte für den nächsten Trailer wohl vergolden. Es bleibt dabei, dass GTA 6 auf dem besten Wege ist, im Bereich Entertainment die Messlatte höher zu legen. Das findet beim Aktienkurs bisher nur zum Teil Berücksichtigung.
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13.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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