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US-Landwirtschaftsministerium senkt Mais-Prognose stärker als erwartet

Preis für Mais je Scheffel kratzt an der Marke von 400 US-Cent

 

In der vergangenen Woche ist der Preis für Mais an der CBOT (Chicago Board of Trade) weiter gestiegen und nähert sich der Marke von 400 US-Cent je Scheffel. Zuletzt hatte der Mais-Future vor rund einem Jahr auf diesem Niveau gelegen.

 

 

Auslöser war die stärker als erwartet ausgefallene Abwärtsrevision der Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums für die US-Maisernte in diesem Jahr um 436 Mio. Scheffel. Diese soll nun 14,72 Mrd. Scheffel bzw. 373,9 Mio. Tonnen betragen.

Überwiegend war die Revision auf eine geringere Erntefläche zurückzuführen, die um 950 Tsd. Morgen (1 Morgen entspricht ca. 2.500 Quadratmeter) reduziert wurde. Grund dafür war der Sturm ,,Derecho", der im August über den Mittleren Westen der USA gezogen war.

Hinzu kam zudem die Kürzung der erwarteten Erträge. Die Maisbestände am Ende des Erntejahres wurden um 336 Mio. auf 2,17 Mrd. Scheffel reduziert. Somit blieb die Abwärtsrevision hinter derjenigen für die Ernte zurück. Der Grund hierfür liegt in einer schwächer als erwarteten Nachfrage bei der Ethanol-Herstellung sowie als Futtermittel.

 

Fazit

 

Die volatilen Wetterbedingungen fallen mit einer immer riskanteren Finanzierungssituation der US-Farmer zusammen. Aktuell bewegt sich der Preis für Mais wieder auf dem Niveau von vor dem Corona-Schock. Allerdings ist die ökonomische Welt inzwischen eine andere. Chattechnisch deutet ein Überwinden der Marke von 400 US-Cent je Scheffel Mais auf einen weiteren Anstieg in Richtung 460 US-Cent hin. Ein Blick auf den langfristigen Preischart von Mais lässt zudem eine massive Bodenbildung vermuten, welche mit Überwinden der Marke von 460 US-Cent je Scheffel abgeschlossen wäre und eine Neubewertung des Gesamtmarktes für Mais erfordern dürfte. Es bleibt also spannend am US-Agrarrohstoffmarkt!

 

12.10.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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