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Apple, Amazon, ASML, Xiaomi: Wochen-Update Strategiedepot Aktien Konservativ

Update zum Strategiedepot Aktien Konservativ 24.01.2021 - Teil 2

 

Im Zuge der relativen Stärke traditioneller Technologie- und sonstiger Wachstumsaktien verzeichnete das entsprechend fokussierte Strategiedepot AKTIEN KONSERVATIV in der letzten Woche eine stärkere Performance als der MSCI World (Euro) - Index und legte um + 1,3 % zu.

Hieraus resultierte per 24.01.2021 seit Auflage am 26.02.2019 auf Währungsbasis Euro nun eine Nettoperformance des Depots (vor Dividenden) von + 21,5 %.

Mit klarem Abstand führte die Aktie von APPLE (US0378331005), die in der letzten Woche gleich um + 9,4 % hochschnellte und dabei in der Spitze ein neues Rekordhoch bei 145 USD markierte, die Liste der Depotgewinner an.

Hauptauslöser für diesen Kurssprung war ohne Frage die morgen, am 27.01. nachbörslich anstehende Publikation der Zahlen zum 1. Quartal 2020/21 (per 31.12.20) von Apple, bei denen die Analysten den Ausweis neuer historischer Konzernrekorde sowohl in puncto Umsatz (Konsens: ggü. Vorjahr + 11,7 % auf 102,5 Mrd. USD) wie auch Nettogewinn (Konsens: + 12,8 % auf 1,41 USD je Aktie) erwarten.

Garant dieser letztlich wohl sogar noch höher ausfallenden Ergebnisausweitung wird dabei natürlich das seit Oktober in den 4 Varianten „Pro Max“, „Pro“, „Classic“ und „Mini“ weltweit neu eingeführte IPhone 12 sein, dass nach bereits erfolgten Konzernaussagen die erfolgreichste Produktneueinführung im gesamten Apple-Sortiment innerhalb der letzten 5 Jahre darstellte. Als besonders zugkräftig erwiesen sich hierbei die Modelle „Pro“ und das in größerem Format editierte „Pro Max“ (= spiegelndes Alu-Design, im Gegensatz zum matten Edelstahl-Design des klassischen IPhones 12), während hinter dem gleichfalls aus Konzernsicht sehr erfreulichen Absatz des IPhones 12 „Classic“ lediglich der Absatz des in seinen Abmessungen kompakteren Modells „Mini“ etwas zurückfiel.

Ebenfalls sehr gut verkauften sich nach Konzernangaben im letzten Kalenderquartal 2020 im Zuge der Fortsetzung von Corona-Lockdowns und Home Office-Tätigkeiten in den meisten Ländern auch weiterhin alle Produkte des Typs „Mac“ (Notebooks) und „iPod“ (Medienabspielgeräte).

Die absehbar hervorragend ausgefallenen Geschäftszahlen von Apple zum 1. Geschäftsquartal 2020/21 wurden daher noch in den letzten Tagen von diversen Analysehäusern zum Anlass genommen, ihre Aktienkursziele weiter anzuheben, so z.B. durch Morgan Stanley auf 152 USD, durch Cowen auf 153 USD, durch Raymond James auf 150 USD und durch JP Morgan neu auf 150 USD unter Heraufstufung ihres Votums gleich um 3 Stufen von „Verkaufen“ auf „Übergewichten“.

Bei einem aktuellen Aktienkurs von nur 142 USD und einem vollauf vertretbaren KGV per Geschäftsjahresende 09/2022e von rd. 32 bleiben wir im Titel von APPLE als einem perspektivisch fraglos auch weiter sehr zügig wachsenden Weltmarktführer im Bereich der Kommunikationselektronik natürlich auch weiterhin engagiert, selbst wenn der Konzern in seinem globalen Smartphone-Absatz zuletzt von dem mit rasanter Dynamik aufstrebenden, zweitgrößten chinesischen Smartphone-Hersteller XIAOMI (KYG9830T1067) auf den weltweit vierten Rang, ebenfalls noch hinter SAMSUNG und HUAWEI, verdrängt wurde.

Mit einem nahezu auf dem Niveau der Apple-Aktie liegenden KGV (2022e) von 30 stellt XIAOMI in ihrem aktuellen Expansionsmodus daher in jedem Fall auch eine interessante mögliche Depotabrundungs-Ergänzung zu Apple dar, die wir aktuell ebenfalls prüfen.

Darüber hinaus feierte auch der weltgrößte Lieferant von Halbleiterbeschichtungsanlagen im innovativsten Ultraviolett-Lithographie-Verfahren, ASML (NL0010273215) nach unerwartet positiv ausgefallenen Zahlen zum 4. Quartal (Umsatz + 5,2 %, Nettogewinn + 19,6 % ggü. Vorjahr) eine ungebrochene Fortsetzung seiner bereits seit Monaten währenden Rallye und legte um weitere + 6,2 % auf einen neuen Rekordstand zu.

Dieser Kurssprung stand dabei auch in völligem Einklang mit einer Serie weiterer Kurszielanhebungen durch die Analysten nach Vorlage der Quartalszahlen, die u.a. durch Barclays, UBS, Goldman Sachs, JP Morgan Chase und Kepler neue Niveaus von bis zu 525 EUR erreichten (aktueller Kurs: 460 EUR).

Auf dieser Basis der Gewinnschätzungs- und Kurszielanhebungen errechnet sich das aktuelle KGV (2022e) von ASML derzeit selbst nach ihrer Rallye nur noch mit 37 (unmittelbar vor der Ergebnisvorlage noch 40), weshalb wir auch diese Aktienposition selbstverständlich weiterhin beibehalten.

 

Aktienchart: AMAZON.COM (in US-Dollar)

 

 

Und schließlich gelang auch AMAZON.COM (US0231351067) im Vorfeld ihrer Ergebnisvorlage zum 4. Quartal am 02.02. mit einem Kurssprung um + 6,0 % eine leichte charttechnische Befestigung im Rahmen ihrer bereits seit Ende Juli (d.h. mit Vorlage ihrer fulminant ausgefallenen Zahlen des 1. Halbjahres) eingeleiteten Dreiecks-Konsolidierung / seitherigen nahezu völligen Stagnation der Aktie.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAngesichts eines weiterhin bestehenden, optisch recht hohen Aktien-KGVs (2022e) von 50, sowie der zudem Amazon.Com sicher zu Recht zu unterstellenden Geschäftsbegünstigung durch den Ausbruch der Corona-Pandemie ist das nun schon monatelange Zögern der Aktie, neue Höchststände zu erklimmen, zwar nur nachvollziehbar.

Wir denken jedoch dennoch, dass infolge anhaltender Lockdowns, eines nach bereits erfolgten Konzernangaben exzellenten Sonderverkaufs-Geschäfts in den 10 Tagen vom „Black Friday“ (20.11.) bis „Cyber Monday“ (30.11.) sowie eines voraussichtlich ebenfalls rasanten Weihnachts-Verkaufsgeschäfts selbst die nun im Konsens getroffenen Analystenschätzungen eines Umsatzanstiegs im 4. Quartal um + 37 % ggü. dem Vorjahr wie auch eines Nettogewinnanstiegs um nur + 10 % (Gewinndämpfung durch von Amazon’s CEO Jeff Bezos bereits angekündigte fortgesetzte Ausgaben in Milliardenhöhe zur Einrichtung weiterer Callcenter, massivem weiteren Ausbau des Logistiknetzwerks und weiteren präventiven Maßnahmen zu einer generalstabsmäßigen medizinischen Mitarbeiterkontrolle / -versorgung) letztlich noch zu konservativ sein werden.

Wir erwarten daher mit Vorlage der Zahlen zum 4. Quartal tendenziell eher einen finalen Ausbruch der Aktie aus ihrem aktuellen Konsolidierungsdreieck nach oben und damit den Startschuss zu einer weiteren Rallye-Fortsetzung.

Allerdings ist es aus unserer Sicht aktuell noch verfrüht, in dieser Hinsicht bereits eine definitive charttechnische Entwarnung zu geben und besteht auch weiterhin das (eher begrenzter einzustufende) Risiko einer künftigen Verletzung des Konsolidierungskeils nach unten im Falle einer Ergebnis- oder darüber hinausgehenden Prognoseenttäuschung.

Folglich bietet sich ein Neueinstieg in die Aktie derzeit allenfalls für Anleger mit einer reinen Spekulation auf einen positiven kommenden Quartalergebnis-Ausgang an und heben wir zugleich unsere bisher bei 2940 USD gesetzte Stop Loss-Marke in der Amazon-Aktie prophylaktisch nun auf 3060 USD an.

 

26.01.2021 - Matthias Reiner - mr@ntg24.de

 









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