Warsh wird neuer Fed-Chair, Apple zeigt sich optimistisch und Adidas mit starkem Wachstum - BÖRSE TO GO
Kevin Warsh soll neuer Fed-Chef werden - Trump hat sich entschieden
Trump hat sich für Kevin Warsh entschieden. Der neue Fed-Chair ist eine moderate Wahl und zählte in der Vergangenheit ins Lager der Falken. Apple verbreitet Optimismus. Nach einem Rekordquartal sieht man auch für das laufende Quartal ein Wachstum, das über den Erwartungen der Analysten liegt. Das Kerngeschäft von Adidas wuchs im 4. Quartal zweistellig. Ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1 Mrd. Euro soll die Aktionäre bei Laune halten.
Asien neigte zur Schwäche am letzten Handelstag der Woche. Abgesehen vom KOSPI, der minimal über dem Schlusskurs vom Donnerstag den Handel beenden konnte, gaben insbesondere die chinesischen Benchmarks deutlich ab. Der Hang Seng Index erlitt die größten Verluste und schloss -2,08 % tiefer bei 27.387,11 Punkten.
Risk-off hieß es schon am Donnerstag an der Wall Street, was die Börse Frankfurt auf dem falschen Fuß erwischte. Am späten Nachmittag begann es, Verkaufsorders zu hageln, was zu hohen Tagesverlusten bei den deutschen Benchmarks führte. Am stärksten erwischte es den TecDax, der um -3,93 % auf 3.577,09 Punkte wegrutschte. Besonders hart erwischte es die Aktien von Siltronic (DE000WAF3001), die um -7,16 % auf 51,85 Euro einknickten. Selbst der DAX verzeichnete hohe Verluste und gab um -2,07 % auf 24.309,46 Punkte ab, und der SDAX sank um -1,81 % auf 17.987,96 Punkte. Relative Stärke zeigte der MDAX, der um -1,29 % auf 31.233,68 Punkte rutschte.
Während Frankfurt bereits im Feierabend war, kamen in New York die Dip-Buyer in den Markt und glätteten viele Verluste. Am Ende blieb nur ein kleiner Verlust für den Nasdaq 100 Index, der um -0,53 % auf 25.884,30 Punkte sank. Microsoft (US5949181045) kam kräftig unter die Räder und schloss am Ende -9,99 % tiefer bei 433,50 US-Dollar. Der S&P 500 Index konnte letztlich seinen Verlust auf -0,13 % reduzieren und ging bei 6.969,01 Punkten aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Average Index schaffte in diesem schwierigen Umfeld sogar ein kleines Plus von 0,11 % auf 49.071,56 Punkte.
Kevin Warsh soll neuer Fed-Chef werden
Die Trump-Administration hat lange gezögert. Die Nominierung des neuen Vorsitzenden der Federal Reserve ist eine Schlüsselentscheidung, über der man bereits seit letztem Herbst gebrütet hat. Zuletzt waren vier Kandidaten in der engeren Auswahl, um den Posten von Jerome Powell im Mai zu übernehmen. Ebenso wie die Besetzung des Supreme Court mit republikanischen Kandidaten wird die Besetzung des Fed-Chair über viele Jahre hinweg die Geschehnisse in der amerikanischen Wirtschaft und Politik entscheiden. Präsident Trump hat mehr als deutlich gemacht, dass er eine laxere Zinspolitik für die USA haben will, um über geringere Zinslasten die Konjunktur zu befeuern. Dazu installiert er nicht nur einen passenden Kandidaten, der das unterstützt, sondern wird auch das Machtgefüge der US-Notenbank umbauen. Die Reform der Fed wurde bereits 2024 entwickelt und wird mit dem Wechsel des Vorsitzenden der Fed installiert werden. Wie aus Washington gerüchteweise zu hören ist, soll sich Präsident Trump für Kevin Warsh entschieden haben, der eine hohe Wahrscheinlichkeit mitbringt, vom Senat akzeptiert zu werden, da er bereits von 2006 bis 2011 im Board of Governors gedient hatte. 2017 hatte Präsident Trump Kevin Warsh bei der Besetzung des Fed-Chair übergangen und hatte sich seinerzeit für Jerome Powell entschieden. Positiv für den Kapitalmarkt ist, dass Warsh kein Radikaler ist, sondern eigentlich ein Falke. Als Kandidat Trumps wird er selbstverständlich die Positionen des Weißen Hauses fördern, aber gleichzeitig darauf achten, dass kein Geschirr zerbricht.
Apple verbreitet Optimismus
Apple (US0378331005) schaut optimistisch auf das laufende Quartal. Man avisiert einen Umsatzanstieg im Bereich von 13 % bis 16 % im Jahresvergleich. Das war deutlich besser als erhofft, aber es gibt auch einen Wermutstropfen. Bisher hatte Apple seine Verkaufspreise sehr stabil gehalten, obwohl die Kosten für Speicherchips in den letzten Monaten massiv gestiegen sind. Apple konnte sich diesen Luxus leisten, weil man langfristige Verträge mit den Zulieferern hat. Doch die Preisgarantien der Zulieferer sind zeitlich begrenzt und Apple warnte, dass man ab diesem Quartal höhere Kosten erwartet. Diese wird man nicht oder nur zu einem Teil an die Kunden weitergeben. Für das Dezember-Quartal konnte ein Umsatzwachstum von 16 % auf 143,8 Mrd. US-Dollar vorlegen, was weit über dem Konsens lag, der sich bei 138,4 Mrd. US-Dollar eingependelt hatte. Man erzielte insbesondere mit der neuen iPhone 17 Familie in allen Regionen neue Absatzrekorde.
Kerngeschäft von Adidas wächst zweistellig
Adidas (DE000A1EWWW0) geht am Freitag mit Rückenwind in den Handel. Nach Börsenschluss hatte man am Donnerstagabend die vorläufigen Zahlen für das 4. Quartal bekanntgegeben und kam auf „bereinigter“ Basis zu einem Umsatzwachstum von 11 %. Das bestätigte, dass das Kerngeschäft des Sportartikelherstellers weiterhin hohe Nachfrage erfährt. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre allerdings wenig davon übrig. Genauer gesagt nur 1,9 %, denn Adidas verzeichnete starken Gegenwind vom Devisenmarkt und auch die Umsätze aus dem Abverkauf der Yeezy Restbestände schrumpften deutlich. Die Börse Frankfurt schaut hierüber jedoch hinweg, denn beide Faktoren liegen im Wesentlichen außerhalb der Kontrolle des Unternehmens. Bei den Kosten war Adidas sehr diszipliniert, konnte die Bruttomarge auf 50,8 % verbessern und das Betriebsergebnis von 57 Mio. Euro auf 164 Mio. Euro steigern. Um den Aktionären entgegenzukommen, die zuletzt unter einem schwachen Aktienkurs litten, wird ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1 Mrd. Euro gestartet.
Tagestermine
Heute erwarten wir die vorläufigen deutschen Inflationsdaten für den Monat Januar. Am Vormittag ab 10:00 Uhr bekommen wir die Zahlen ausgewählter Bundesländer, wie Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, herein. Um 14:00 Uhr werden dann die vorläufigen Inflationszahlen für ganz Deutschland veröffentlicht. Erwartet wird eine Beschleunigung des Anstiegs der Preise im Jahresvergleich von bisher 1,8 % auf 2,0 %. Folgt man der harmonisierten EU-Kalkulation, soll der Inflationsanstieg unverändert bei 2,0 % geblieben sein.
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