als .pdf Datei herunterladen

Urlaubssaison 2020

Eine Branche vor dem Neustart

 

Der Sommer steht auch in Deutschland vor der Tür und die meisten Deutschen stehen vor einem weiteren großen Fragezeichen: Wie wird es 2020 mit dem Urlaub aussehen? Nachdem viele Menschen sich dank des andauernden Ausnahmezustandes aufgrund der Covid-19-Pandemie bereits von ihren Urlaubsplänen verabschieden konnten, besteht nun eventuell doch noch Hoffnung, dass im Sommer zumindest Reisen und Urlaub in der Umgebung wieder möglich sein könnten.

Zumindest öffnen die ersten Hotels in Deutschland wieder ihre Türen für Gäste. Auch die von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie stark gezeichnete Gastronomie, die in der Krise zu kreativen Höchstformen aufgelaufen und viele alternative Liefermöglichkeiten entwickelt hat, wagt es, neue Hoffnung zu schöpfen. Restaurants und auch Kulturbetriebe starten mit neuen Sicherheitsmaßnahmen wieder ihre Betriebe, darunter sogar die ersten Freizeitbäder. Auch hoffnungsvolle Aussichten auf weitere Grenzöffnungen innerhalb der EU scheinen nicht abwegig, zumal sich die Europäische Union in einem Reglungsentwurf die Option offen hält, verschiedene Beschränkungen abzuschaffen, sobald die regionale Infektionsdichte dies zulässt.

 

Kein Neustart ohne Änderungen

 

Die Milliardenbranche Tourismus atmet zunächst auf, sieht sich jedoch mit tief greifenden Änderungen und auch neuen Chancen konfrontiert. Der Massentourismus der letzten Jahre, der mit überfüllten Stränden und vollbelegten Bettenburgen einherging, ist in den kommenden Monaten jedenfalls nur schwer vorstellbar. Stattdessen werden die verschiedensten Auflagen erlassen, um das gesellschaftliche Leben der Normalität, so weit wie es eben geht, wieder anzunähern. Insbesondere in Deutschland wird auf Abstand, Dokumentation und strenge Hygienemaßnahmen gesetzt.

 

Massen- oder Individualtourismus?

 

Der Ausfall einer kompletten Saison wird tiefe Wunden in der Tourismusbranche nach sich ziehen, gleichzeitig aber den Trend weg von Pauschalreisen und zurück zu individueller Beratung und angepasster Reiseplanung stärken. Große Ungewissheit sowie sich rasch ändernde rechtliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen machen passgenaue Beratung insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie immer wertvoller und schaffen ein größtmögliches Maß an Sicherheit. Das wissen insbesondere Urlaubssuchende in diesen unsicheren Zeiten. Fraglich bleibt jedoch, inwiefern die großen Tourismuskonzerne zeitnah flexibel umdenken und umstrukturieren können.

Deshalb gibt es an vorderster Front nun Bewegung. Auch René Roseburg, Geschäftsführer von THE PASSIONIST, konnte diesen Trend beobachten: „In den vergangenen Tagen hatten wir eine extreme Nachfrage nach individuellen Reiseplanungen. Es besteht ein erhöhtes Interesse an Reisezielen innerhalb Deutschlands.“ Der Travelcoach betreut mit seinem exklusiven internationalen Team gewöhnlich das Luxussegment der Individualreisen und bietet erstklassige Reiseerlebnisse. Schon zu Krisenbeginn hat das in Köln ansässige Unternehmen umgehend reagiert und verstärkt regionale Destinationen ins Angebot integriert.

 

Fazit

 

Der Trend geht weg von Pauschalreisen und zurück zur individeller Beratung und angepasster Reiseplanung. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob und wie sich die Tourismusbranche anpassen kann.

 

18.05.2020 - Lena Beermann - lb@ntg24.de

 






Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur