„vw.os“ ist ein brillanter Schachzug

Volkswagen baut seine eigene Software-Plattform

 

Mit Erleichterung und Begeisterung sehe ich dem neuen „vw.os“ entgegen. Eine einheitliche Hardware-Plattform hat Volkswagen bereits vor längerer Zeit mit Erfolg eingeführt. So erfolgreich, dass man sie inzwischen sogar schon an Konkurrenten verkauft. Den gleichen Erfolg will man nun auf der Softwareseite umsetzen, die weiterhin stark fragmentiert ist. „vw.os“ wurde im vergangenen Herbst erstmals angekündigt und startet nun operativ in die nächste Phase. Ab dem 1. Juli wird Volkswagen das Grossprojekt aktiv im eigenen Haus umsetzen.

Dass Software eine immer bedeutendere Rolle im modernen Auto spielt, ist kein Geheimnis. Welches Chaos jedoch im Hintergrund herrscht, das von den Autoherstellern kontrolliert werden muss, sieht kaum ein Benutzer jemals. Ein hochwertiges Auto kann heutzutage spielend aus 70 verschiedenen Modulen mit Software von bis zu 200 unterschiedlichen Unternehmen bestehen, die keineswegs einem einheitlichen Standard folgen. Sobald es an die Schnittstellen geht, wird es oft schwierig. Volkswagen kontrolliert heute etwa 10 % der Software in ihren Autos selbst. Dieser Anteil soll in den kommenden fünf Jahren auf 60 % gesteigert werden.

 

Wer die Lufthoheit hat, kontrolliert das Ergebnis

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