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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 08.05.2021

Die Edelmetallwoche vom 03.05.2021 – 07.05.2021

 

Gold mit guter Woche

 

Angetrieben durch wieder nachgebende Zinsen im Zuge nachlassender Zinsängste profitierten in der abgelaufenen Handelswoche sowohl Aktien wie auch Edelmetalle. Dabei dynamisierte sich der Anstieg insbesondere nach den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktzahlen am Donnerstag und Freitag.

Der DAX gewann im Berichtszeitraum 1,7 % auf 15.400 Punkte, und der DJIA legte 2,7 % auf 34.778 Zähler zu. Nebenbei markierte er wie auch der S&P 500 ein neues Allzeithoch.

Der US-Dollar verlor parallel 1,2 % auf 1,21629 Dollar je Euro, und Bitcoin gab leicht um 0,5 % auf 57.349 Dollar nach. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gab in dieser Woche per saldo 5 Stellen auf 1,58 % nach.

Die Edelmetalle hatten eine insgesamt gute Woche. Der Goldpreis gewann dabei 3,3 % auf 1.831 Dollar und krabbelte damit weiter aus seinem Korrektur-Loch heraus. Die am Donnerstag relativ hohen und am Freitag noch einmal höheren Umsätze, die die Richtung des Preisimpulses bestätigen, verleihen dem Wochentrend eine beachtliche Signifikanz.

Im Ergebnis wird auch die Vermutung bestätigt, dass der Goldpreis auf dem Niveau seines 50 % - Fibonacci-Retracements seinen Konsolidierungsboden gefunden hat. Das Ausgangsniveau des Retracements fällt dabei mit dem Beginn des relevanten mittelfristigen Aufwärtstrends zusammen.

Die letzten CoT-Daten vom 04.05.2021 an der COMEX zeigen für Gold einen Rückgang der Short-Position der Commercials um 3 % auf 201.923 Kontrakte auf. Das Open Interest sank gleichzeitig um 1 % auf 470.341 Kontrakte.

Insgesamt hat der Goldpreis in der abgelaufenen Handelswoche einen bedeutenden musterrelevanten Aufwärtsimpuls erhalten. Die über ihm liegenden kleineren Widerstände dürften noch einige Zeit bis zu ihrer Überwindung benötigen, aber es ist auch keine Eile nötig. Denn eine charttechnisch saubere Konsolidierung passt besser zu einem überzeugenden langfristigen Aufwärtstrend als Inkonsistenzen. Damit steigt dann auch die Fähigkeit eines überzeugenden Ausbruchs über das bisherige Allzeithoch bei 2.075,28 Dollar!

 

 

Silber mit noch besserer Woche

 

Silber machte in dieser Woche wieder einmal das, was es am besten kann: Gold im Verhältnis von knapp 2:1 auf seinem Weg folgen. Passend dazu gewann Silber im Wochenverlauf 5,9 % und baute damit die rechte Schulter seiner umgekehrten S-K-S-Bodenformation. Dabei hätten die Umsätze durchaus etwas höher sein können. Dafür sieht auf Wochencandle-Basis die charttechnische Lage aber vielversprechend aus.

Die letzten CoT-Daten vom 04.05.2021 weisen für Silber einen Anstieg der Short-Position der Commercials um 8 % auf 68.545 Kontrakte auf, das Open Interest gab gleichzeitig um 3 % auf 167.073 Kontrakte nach.

Insgesamt steht Silber damit vor einem neuen Anlauf, die massive Widerstandszone bei rund 30 Dollar zu überwinden. Charttechnischer Treibstoff ist jedenfalls nach der mehr als 9-monatigen Konsolidierung genug vorhanden.

 

 

Platin holt Schwung

 

Platin ließ sich in dieser Woche ebenfalls nicht lumpen und gewann 4,4 % auf 1.256,70 Dollar. Damit arbeitet sich der Platinpreis mit höheren Tiefs langsam an seine Widerstände heran, wobei die Luft bis zur Aufwärtstrend-Gerade immer weiter abnimmt. Damit spricht einiges für ein explosives Überwinden der Zyklushochs vom Februar 2021 bei 1.339,35 Dollar. Dieses Szenario ähnelt dem für Silber beschriebenen.

Die letzten CoT-Daten vom 04.05.2021 weisen einen leichten Rückgang der Short-Position der Commercials um 2 % auf 36.907 Kontrakte auf, während das Open Interest um 1 % auf 64.855 Kontrakte zurückging.

Insgesamt stimmt die aktuelle Entwicklung von Platin zuversichtlich. Die positive Grundtendenz sollte auch bei einem nochmaligen Rückgang im Blick behalten werden, denn aus langfristiger Perspektive erscheint die derzeitige relative Ruhephase, wie in der vergangenen Woche dargestellt, als Abarbeiten an der Widerstandszone aus dem Jahr 2014.

 

 

Palladium konsolidiert Ausbruch

 

Palladium gönnte sich in dieser Woche erst einmal eine Atempause und gab im Wochenverlauf 0,4 % auf 2.930,65 Dollar nach. Dabei wäre auch ein nochmaliger Rückgang bis in den Unterstützungsbereich des Wochencandles vom Februar 2020 bei 2.709 Dollar kurzfristig kein Problem. Ein kleiner charttechnischer Mangel blieben weiterhin die nach wie vor relativ sehr niedrigen Umsätze.

Die CoT-Daten vom 04.05.2021 zeigen für Palladium ein Anstieg der Short-Position der Commercials um 3 % auf 3.861 Kontrakte auf. Das Open Interest wuchs parallel um 2 % auf 11.923 Kontrakte.

Insgesamt läuft Palladium mit seinem Aufwärtsimpuls und dem neuen Allzeithoch in der dieser Woche den Schwestermetallen voraus. Auf Wochenbasis wurde das Kaufsignal auf Wochenbasis aus der vergangenen Woche in dieser Woche bestätigt, wenn auch mit weiter sehr niedrigen Umsätzen. Und auch wenn deshalb mit nochmaligen Schwächephasen gerechnet werden muss, zeigt der mittelfristige Trend nach oben.

 

 

08.05.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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