
Die Investoren verlieren bei Mercedes-Benz zunehmend die Geduld und die Kritik am Vorstand wird lautet
Produktoffensiven und Sparprogramme reichen bei Mercedes-Benz offenbar nicht aus
Teils drastische Absatzrückgänge, schwache Ergebnisse aus dem ersten Quartal und ungewisse Entwicklungen rund um das Thema Zölle forderten bei Mercedes-Benz ihren Tribut. Nicht nur legte der Konzern maue Zahlen für das erste Quartal vor. Es wurde auch direkt die Prognose kassiert und bisher gibt es keinen neuen Ausblick für das laufende Jahr. Das sorgte für Unmut bei der virtuellen Hauptversammlung.
Gleich mehrere Investoren und Fondsmanager löcherten Ola Källenius mit Fragen zur Zukunft von Mercedes-Benz (DE0007100000) und geizten bei der Gelegenheit nicht mit Kritik. Bemängelt wurde etwa einmal mehr die schon im Jahr 2022 verkündete Luxusstrategie. Das Fehlen einer Prognose scheint auch niemandem so richtig zu schmecken, doch gefühlt am meisten stören sich die Investoren am Fehlen einer überzeugenden Strategie.
Mercedes-Benz reagiert auf die derzeitigen Herausforderungen zu weiten Teilen mit Sparmaßnahmen. Ingo Speich von Deka Invest lässt sich davon allerdings nicht überzeugen. Absatzschwächen ließen sich nicht permanent durch Sparprogramme kompensieren. Zudem präsentiere sich Mercedes an der Börse eher schlicht denn luxuriös. Wunsch und Wirklichkeit liegen laut Speich immer weiter auseinander.
Mercedes-Benz setzt auf neue Modelle
Deka Invest steht mit der Kritik nicht alleine da. Weitere Fondsmanager klagten über eine sinkende Entwicklung bei den Fundamentalkennzahlen, wobei es sich auch nicht um einen zyklischen Rückgang handeln würde. Bemängelt wurde auch die Strategie, zurückgehende Umsätze in China durch mehr Geschäft in den USA ausgleichen zu wollen. Denn dieser Ansatz werde durch US-Zölle torpediert.
Es gab noch zahlreiche weitere Kritikpunkte, etwa die Vergütung des Vorstands, die trotz mauer Entwicklungen nur knapp unter dem Maximum liegt. Wirklich zufriedenstellen konnte Mercedes-Chef Källenius die Anwesenden mit seinen Antworten nicht. Er setzt vor allem auf neue Modelle, darunter der CLA, der „eine neue Ära“ prägen solle. Bis 2027 möchte man „Dutzende“ neue Fahrzeuge präsentieren. Ob jene auch zu Verkaufsschlagern werden, steht jedoch in den Sternen. Das Fehlen einer Prognose zeugt nicht unbedingt von Vertrauen in die eigenen Stärken.
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09.05.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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