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MEXT geht zu AMD und soll dort dabei helfen, knappen Speicher in Rechenzentren besser nutzen zu können

Das könnte zu einem großen Vorteil für AMD werden

NTG24 - MEXT geht zu AMD und soll dort dabei helfen, knappen Speicher in Rechenzentren besser nutzen zu können

 

Vor gut 25 Jahren wurde im damals jungen Internet noch über wenig technikaffine Menschen gescherzt, die sich mehr RAM herunterladen wollen. Im KI-Zeitalter scheint dieses Szenario weitaus weniger aberwitzig zu sein. Denn das Startup MEXT arbeitet an einer Technologie, die per KI virtuellen Arbeitsspeicher erzeugen soll. Eine sogenannte Predictive-Memory-Technologie soll Daten vom DRAM in NAND-Flash schreiben und einen späteren Abruf ermöglichen, sobald dies notwendig ist.

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Das Ganze ist interessant genug, um den Chiphersteller AMD (US0079031078) auf den Plan zu rufen. Jener teilte in einem Blogbeitrag mit, MEXT übernehmen zu wollen. Die Technologie soll in Zukunft in die eigenen Lösungen für Rechenzentren einfließen. Wie genau dies geschehen mag, bleibt aber noch offen. Zudem wurden keine Angaben über den Kaufpreis gemacht. Interessant ist der Zukauf dennoch allemal.

MEXT verspricht, mit seinem Ansatz den physisch vorhandenen Speicher virtuell verdoppeln zu können. Für die Zukunft seien auch Szenarien denkbar, in denen der Arbeitsspeicher vervierfacht würde. Das ist gerade aktuell ein großes Thema. Denn Speicher ist nicht nur teuer, sondern vor allem knapp. Wer heute bei Micron oder SK Hynix bestellt, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Zugleich sind hohe Speichermengen für KI-Anwendungen unverzichtbar.

 

AMD im Vorteil?

 

Gelänge es AMD nun, Lösungen für KI-Rechenzentren mit einem deutlich geringeren Speicherbedarf anzubieten, so wäre man gegenüber Nvidia, Intel und Konsorten freilich klar im Vorteil. Dann würde vielleicht auch die reine Leistungsfähigkeit der Chips in den Hintergrund treten. Denn auch der schnellste Chip nützt Betreibern von Rechenzentren wenig, wenn es an Arbeitsspeicher mangelt.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDa Experten aktuell davon ausgehen, dass die Lage an den Speichermärkten sich vor 2028 nicht verbessern wird und die Bausteine auch darüber hinaus selten und teuer bleiben dürften, gibt es genügend Gelegenheit für AMD, um mit der zugekauften Technologie punkten zu können. Mehr Arbeitsspeicher per Software hat durchaus das Potenzial, zu einem Gamechanger zu werden. Allerdings bleibt noch abzuwarten, ob MEXT seine hohen Versprechungen auch in der Breite einlösen können wird.

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17.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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