Aeva wächst und gedeiht, aber reicht das der Börse?
Aeva will Umsatz in 2026 verdoppeln - Partnerschaft mit Nvidia soll Wachstum treiben
Die LiDAR-Aktien sind derzeit out an der Börse und fristen ihr Dasein an der Seitenlinie. Das heisst jedoch nicht, dass auch die Unternehmen schlafwandeln. Ganz im Gegenteil, wie der Fall Aeva zeigt, die das Jahr 2026 mit zwei wichtigen Erfolgen begonnen hat.
Das Umsatzniveau ist und bleibt bei Aeva (US00835Q2021) der grösste Pferdefuss. Man hat ausgezeichnete Produkte, aber das allein reicht nicht, um in eine Massenproduktion aufgenommen zu werden, die erstmals richtig Geld in die Kassen spült. Der Trend ist jedoch weiterhin positiv. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 ein Umsatzwachstum von 70 % bis 100 %. Man bewegt sich jedoch auf einem immer noch sehr niedrigen Niveau und strebt insgesamt 30 bis 36 Mio. US-Dollar nach einem Jahresumsatz von 18,1 Mio. US-Dollar in 2025 an.
Erfreulich ist, dass man im vergangenen Jahr erstmals einen fast ausgeglichenen Rohertrag erzielen konnte. Im 4. Quartal kam man bei einem Umsatz von 5,6 Mio. US-Dollar auf einen Rohertrag von 1,32 Mio. US-Dollar, was ein gutes Omen für 2026 ist. Den operativen Jahresverlust konnte man von -158,4 Mio. US-Dollar auf -127,6 Mio. US-Dollar senken, aber das ist zweitrangig für die Börse. Die will in erster Linie nur hohes Umsatzwachstum sehen und natürlich auch einen Jahresumsatz, der substanziell ist und möglichst schnell in den dreistelligen Millionenbereich kommt.
Beeindruckend ist, wie sich Aeva eine ausgezeichnete Referenz nach der nächsten über die Jahre aufgebaut hat. Die wichtigste Errungenschaft in diesem Jahr ist sicherlich, dass man von Nvidia (US67066G1040) in den Kreis der Systempartner für Drive Hyperion aufgenommen wurde. Das ist eine komplette Entwicklungsplattform, die derzeit vor allem von Automobilherstellern weltweit genutzt wird, um ein möglich hohes Niveau an autonomen Fahren anbieten zu können. Nahezu alle Automobilhersteller sind an der Aufgabe gescheitert, ein eigenes und vor allem konkurrenzfähiges Softwaresystem zu entwickeln, das ihre Fahrzeuge auf Level 3 und mehr bringt. In diese Lücke stösst Nvidia mit Drive Hyperion hinein, weswegen es umso wichtiger ist, dass der 4D LiDAR von Aeva als offizieller Referenzsensor in diesem Jahr auf diese Entwicklungsplattform aufgenommen wurde.
Aeva wächst und gedeiht, aber reicht das der Börse?
Auch im so begehrten Rüstungsmarkt hat man einen ersten Fuss in der Tür. Man hat sich erfolgreich bei Forterra beworben, damit die 4D LiDAR Technologie in die autonomen Vehikel des jungen Rüstungsherstellers aufgenommen werden. Mit diesem Deal kann Aeva beweisen, dass ihre Technologie auch unter schwierigsten Bedingungen ihren Job macht. Belegt man dies, kann die Kooperation mit Forterra die Türen für weitere Aufträge von anderen Zulieferern in der Rüstungsbranche sichern.
Die offiziellen Zahlen zum 1. Quartal wird Aeva am 1. Quartal am 06. Mai nachbörslich veröffentlichen. Die Erwartungen sind vergleichsweise niedrig. Die Börse stellt sich auf etwas weniger als 5 Mio. US-Dollar Umsatz und einen „bereinigten“ Verlust je Aktie von -0,43 % ein. Das wäre ein Umsatzwachstum von 45 % im Jahresvergleich. Gut, aber nicht gut genug. Bewegt sich der Umsatz bei 7 Mio. US-Dollar und höher, beginnt der Kurs sofort wieder zu steigen. Alles darunter nährt zunächst einmal nur den Seitwärtstrend.
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21.04.2026 - Mikey Fritz

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