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Mit der ersten Produktion für ein breites Publikum landet Apple seinen ersten großen Hit

Apple punkte mit F1 im Kino

NTG24 - Mit der ersten Produktion für ein breites Publikum landet Apple seinen ersten großen Hit

 

Vor gut sechs Jahren kündigte Apple seinen Streaming-Dienst Apple TV+ erstmals an und sendete dabei ein kleines Erdbeben durch die Branche. Dass ein solches Schwergewicht in den Markt einstieg, sorgte selbst bei den etablierten Platzhirschen für dezente Nervosität. Doch der große Wurf ist Apple seither nicht gefunden. Eigenproduktionen werden zwar für ihre Qualität gelobt, scheinen beim Publikum aber nur mit verhaltener Begeisterung aufgenommen zu werden.

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Mit „F1“ wagte sich Apple (US0378331005) nun erstmals an ein Projekt, das sich an ein breiteres Publikum richtet, und das offenbar mit großem Erfolg. Wie dem „Handelsblatt“ zu entnehmen ist, konnte der Film schon zwei Wochen nach Start 293,6 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einnehmen. In Deutschland setzte sich der Streifen an die Spitze des Box Office. Apple dürfte damit die hohen Produktionskosten bereits wieder eingespielt haben, noch bevor der Start bei Apple TV+ erfolgt ist.

 

 

 

Das markiert schon fast eine Zeitenwende. Denn vor „F1“ investierte Apple in eher spezielle Produktionen, die zwar in der Regel über eine sehr hohe Qualität verfügten, allerdings nur von einem eher überschaubaren Publikum geschätzt wurden. Beobachter sahen darin eine bewusste Strategie. Apple wolle die Qualität beim eigenen Dienst hochhalten und keinen „Trash“ produzieren. Vielleicht hat Apple-Chef Tim Cook erkannt, dass die Vorlieben der Massen und Qualität sich nicht unbedingt ausschließen müssen.

 

Apple TV+ soll Geld verdienen

 

Die Kritiker sind von „F1“ durchaus angetan. Gelobt wird eine weitgehend authentische Darstellung des Rennzirkus mit einer überzeugenden Leistung der Darsteller rund um Hollywoodstar Brad Pitt. Apple hat aber auch viel investiert, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Vor Erscheinen wurde der Film auf nahezu allen Kanälen beworben, selbst in Apple Stores fand sich Reklame dazu. Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben. Apple katapultiert sich als ernstzunehmender Konkurrenz in die Sphären von Hollywood.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeInsider berichten darüber, dass Apple an dem Geschäft unbedingt festhalten möchte, allerdings nicht um jeden Preis. CEO Tim Cook sieht die Filmsparte wohl als eigenständiges Geschäft ein, welches Gewinne erreichen sollte. Das war mit bisherigen Produktionen kaum möglich. Nun scheint der Konzern einen Weg gefunden zu haben, um mit Eigenproduktionen mehr als nur die Pflege des eigenen Streaming-Dienstes zu betreiben. Es könnte ein wichtiger Schritt nach vorn sein.

Allerdings bleibt noch abzuwarten, ob nun weitere hochklassige Inhalte erscheinen werden, welche den Geschmack der breiten Masse treffen können. Dabei handelt es sich stets um einen gewissen Spagat, und noch dazu ist die kreative Branche nichts, was sich einfach vorhersagen ließe. Schon so mancher Film, der nach Ansicht von Marktforschern eigentlich hätte explodieren sollen, ist an den Kinokassen letzten Endes gefloppt. Ein erfolgreicher Film allein sorgt außerdem noch lange nicht für nachhaltigen Erfolg im Streaming-Geschäft.

 

Apple darf nicht nachlassen

 

Apples Erfolg im Kino soll damit nicht kleingeredet werden, doch aus Anlegersicht hält sich die Euphorie klar in Grenzen. Das liegt auch daran, dass die größten Baustellen schlicht an anderer Stelle zu finden sind. Die iPhone-Verkäufe entwickeln sich eher mau, China bereitet dem Konzern Kopfschmerzen und in Sachen KI rennt man in Cupertino der Konkurrenz hinterher. Kurzum schwächelt Apple im Kernsegment, was Ausflüge in andere Bereiche schwer in den Hintergrund rückt.

Ein Erfolg tut dem Unternehmen aber gerade in einer solchen Phase fraglos gut, auch wenn dadurch nicht sofort eine neue Rallye entstehen mag. Immerhin konnte die Apple-Aktie zuletzt aber etwas Boden gutmachen und die Verluste seit Jahresbeginn auf etwa 15 Prozent begrenzen. Unternehmen und vor allem Anteilseignern ist nur zu wünschen, dass es in Zukunft noch mehr Erfolgsmeldungen geben mag. Vielleicht wird Apple dann eines Tages auch wieder auf die Pole Position zurückkehren.

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07.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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