British American Tobacco treibt seine Sparvorhaben voran und trennt sich von einem Fünftel seiner Angestellten
Die Aktionäre von Britisch American Tobacco scheinen vom Ausmaß überrascht zu sein
British American Tobacco versucht sich zwar aktiv daran, den Rückgang von Umsätzen mit klassischen Zigaretten über alternative Produkte aufzufangen. Bisher will das aber noch nicht recht funktionieren. Daher muss weiterhin gespart werden, und zumindest nach eigener Sicht ist man dabei auch recht erfolgreich.
Erst kürzlich teilte Britisch American Tobacco (GB0002875804) (BAT) via Pressemitteilung mit, dass man beim im Jahr 2025 eingeführten Sparprogramm „Fit2Win“ auf einem guten Weg sei. Bis 2028 sollen die Kosten jährlich um umgerechnet etwa 700 Millionen Euro sinken.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Belegschaft allerdings heftig ausgedünnt. 5.500 Stellen sollen vollständig gestrichen werden. Weitere 3.500 Jobs werden an Dienstleister ausgelagert, darunter Accenture. Betroffen sind ausschließlich Angestellte außerhalb der USA. Wie viele deutsche Mitarbeiter sich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen müssen, ist bisher nicht bekannt.
Kleiner Rückschlag für BAT
Einsparungen stellen Anlegern zwar bessere Bilanzen in Aussicht. Zugleich lassen sie aber auch ein wenig Wachstumsaussichten vermissen. Die Märkte zeigten sich überrascht über das nun angekündigte Ausmaß von Stellenstreichungen. BAT wird sich von rund einem Fünftel seiner Angestellten verabschieden. Das kann manch einer schon mal als deutliches Anzeichen für einen anhaltenden Schrumpfkurs interpretieren.
Die Aktie von BAT reagierte am Montag zunächst mit Kursverlusten von 2,3 Prozent, konnte sich im weiteren Verlauf aber wieder etwas fangen. Die schon seit Anfang 2024 bestehende Aufwärtstendenz gerät dadurch noch nicht in Gefahr. Allerdings zeigt die Reaktion, dass die Anleger von BAT mehr als nur Sparpläne erwarten. Gelingen muss es in Zukunft auch, die Umsätze wieder steigen zu lassen und im Konkurrenzkampf mit Philip Morris, Imperial Brands und Co. die eine oder andere Duftmarke zu hinterlassen.
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30.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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