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Wird der ,,Dual Use‘‘ von Silber als Industriemetall zum After Burner für den Preis?

Silber immer wichtiger für die Autoindustrie – auch für den Silberpreis?

 

Viel wird seit geraumer Zeit über die Bedeutung von Silber als Industriemetall diskutiert. Eine klassische Begründungslinie hierbei ist, dass die überwiegende Verwendung von Silber als Industriemetall die monetäre Bedeutung abschwächt und der Silberpreis deshalb weniger auf eine Zunahme durch Investoren reagiert, welche dieses Kaufargument hoch gewichten.

Dies ist zwar auf den ersten Blick einleuchtend, da bei einem konjunkturellen Abschwung auch die industrielle Silbernachfrage nachlässt.

Auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass sich dieses Argument in sein Gegenteil umdreht und dabei aus einem Bremsklotz ein Turbo für die Silbernachfrage werden kann.

Denn es sind gerade die vielen und immer vielfältigeren Verwendungen, welche Silber immer knapper machen. So knapp, dass es die USA mit dem Hinweis auf seine strategische Bedeutung in der Industrialisierung und in der Waffentechnik entmonetarisierten.

Damit wird deutlich, dass die neueste Studie des ,,Silver Institute‘‘ zur Bedeutung des Silbers für die Autoindustrie in genau dieselbe Kerbe haut. Das Consultingunternehmen Metals Focus untersuchte dabei unter dem Titel ,,Growing Role in the Automotive Industry" die Bedeutung des weißen Metals.

Dabei werden Trends in der Automobilproduktion analysiert, einschließlich der Entwicklung von Hybrid- und batterieelektrischen Fahrzeugen. Auch fokussieren die Autoren auf den den Silberbedarf bei der Herstellung verschiedener Fahrzeuge und die Rolle des weißen Metalls im Übergang zum autonomen Fahren.

Des Weiteren wird die Verkehrspolitik dahingehend untersucht, welche die Elektrifizierung von Fahrzeugen in einigen der wichtigsten Fahrzeugmärkte der Welt fördert.

Ergebnis der Untersuchung: Automobilhersteller stützen sich immer mehr auf Silber, um die technologischen Fortschritte in modernen Fahrzeugen zu ermöglichen. Der durchschnittliche Silbereinsatz in Fahrzeugen wird derzeit auf 15-28 Gramm pro

Leichtfahrzeug mit Verbrennungsmotor geschätzt. Bei Hybridfahrzeugen liege der Silberverbrauch mit etwa 18-34 g pro Leichtfahrzeug höher, während bei batterieelektrischen Fahrzeugen von einem Silberverbrauch im Bereich von 25-50 g pro Fahrzeug

ausgegangen werde. Der Übergang zum autonomen Fahren dürfte laut der Analyse zu einer dramatischen Steigerung der Fahrzeugkomplexität führen, was einen noch höheren Silberverbrauch erfordere.

Die Nachfrage nach Silber in der Automobilindustrie wird für 2021 denn auch auf 61 Mio. Unzen geschätzt. Bis 2025 könnte der Verbrauch dann 88 Mio. Unzen erreichen. Zum Vergleich: Metals Focus schätzt den Silberbedarf der Fotovoltaik-Industrie im Jahr 2021 auf 98 Mio. Unzen.

 

Fazit

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie gleichzeitige Verstärkung geldentwertender Politik, eine explodierende Verschuldung und einer politisch geförderten ,,grünen Wende‘‘ könnte sich als ,,double whammy‘‘ für die Silbernachfrage entpuppen. Im Ergebnis könnte sich Silber deshalb in nicht so ferner Zukunft zum ,,goldenen Kalb‘‘ der weltweit angekündigten grünen Wende werden! Was dies für den Silberpreis bedeutet, darf sich der Leser selber ausmalen.

 

13.01.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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