Nur einen Tag nach dem angekündigten Rückzug des Gründer-Ehepaares von BioNTech sorgt ein Vorstandsmitglied mit Aktienverkäufen für weitere Verunsicherung
Der BioNTech-Manager bedauert das unglückliche Timing
Am Dienstag legte BioNTech nicht nur dezent enttäuschende Zahlen vor. Das Unternehmen schockte die Märkte auch mit der Ankündigung, dass das Gründer-Ehepaar Ugur Sahin und Özlem Türeci sich zum Jahresende verabschieden würden, um ein neues Unternehmen zu gründen. Als Reaktion darauf fiel der Aktienkurs zeitweise um etwa 20 Prozent.
Nur einen Tag später wurde bekannt, dass BioNTech-Vorstand Sierk Poetting Aktien im großen Stil verkaufte. 100.000 Aktien im Wert von etwa sieben Millioen US-Dollar platzierte der Manager, wie die „FAZ“ berichtet. Das hinterlässt an der Börse natürlich keinen guten Eindruck bei den restlichen Anteilseignern von BioNTech (US09075V1026).
Vermuten lässt sich, dass nicht nur mancher Anleger, sondern auch der Vorstand das Vertrauen in Zukunftschancen verlieren könnte. Allerdings ließ Poetting bereits mitteilen, dass die Verkäufe seit Langem geplant gewesen seien. Angemeldet wurden sie demnach bereits im November, als der Rücktritt von Sahin und Türeci noch nicht abzusehen gewesen sei. Den Verkauf habe er nun auch nicht aufhalten können, da dies ebenso wie der scheinbar plötzliche Verkauf als Marktmanipulation hätte gewertet werden können.
Poetting betont, weiterhin der langfristigen Strategie von BioNTech verpflichtet zu sein und eine bedeutende Eigenkapitalbeteiligung am Unternehmen zu halten. Vollständig zerstreuen ließen sich die Vorbehalte der Anteilseigner dadurch aber offenbar nicht. Die Aktie gab nach einer kleinen Erholung am Mittwoch gestern wieder um 1,9 Prozent im Wert nach und landete zu Handelsschluss bei 77 Euro.
Ungewisse Zeiten bei BioNTech
Die Zukunft von BioNTech ist schon seit Längerem mit vielen Fragezeichen verbunden, hängt sie doch vor allem an möglichen Erfolgen bei Krebsmedikamenten. Der Abschied des Führungs-Duos lässt die Anteilseigner noch weiter im Dunkeln tappen. Da will längst nicht jeder mitmachen und Sierk Poetting ist mit seinen Verkäufen nicht allein. Trotz einer gewissen Gegenbewegung blickt die Aktie derzeit auf Verluste von zwölf Prozent im 5-Tages-Vergleich.
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13.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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