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Bitcoin lotet charttechnische Unterstützung aus

Wie weit geht die Bitcoin-Konsolidierung?

 

Am 03.09.2020 bewegte sich in der Chartwelt Einiges. Silber unterschritt seinen Mitte Juli 2020 begonnenen Aufwärtstrend, der DAX produzierte eine Art Klimax und drehte auf der Hacke nach unten ab, und der VIX, der Volatilitätsindex auf den S&P 500 – Index, explodierte um über 25 %.

Und auch der Bitcoin-Preis erlitt einen Schwächeanfall. Wie Chart 1 zeigt, schloss er am 03.09.2020 unter der Unterstützung von Anfang Juni 2020. Nach einer kurzen Seitwärtsbewegung ist er nun dabei, die nächsten Unterstützungen darunter zu testen (rote Linien).

 

 

Die Umsätze in der laufenden Korrektur sind dabei deutlich höher als in der vorangegangenen Plateauphase, aber nicht höher als beim Ausbruch nach oben Ende Juli 2020!

Damit stellt sich zumindest die Frage, ob es sich bei diesem Ausbruch im Juli 2020 um ein Fehlsignal gehandelt hat.

Um etwas mehr Prognosekraft zu erhalten, empfiehlt sich dafür ein Blick auf den längerfristigen Chart (s. Chart 2).

Dieser Wochencandle-Chart zeigt, dass bei einer Bewertung neben den Umsätzen und den kurzfristigen statischen Unterstützungen auch die mittelfristigen dynamischen Indikatoren betrachtet werden sollten.

Eine wichtige von Ihnen ist die mittelfristige Abwärtstrendlinie. In Chart 2 ist diese in 2 Varianten markiert, die jeweils unterschiedliche Hochpunkte verbinden (blaue Trendlinien).

 

 

Kombiniert man beide Indikatoren, so zeigt sich, dass die dynamische Unterstützung beider Trendlinien unter den statischen liegt. Die Wertigkeit der mittelfristigen Indikatoren ist dabei für die Bewertung höher anzusetzen, zumal bei einem Asset wie Bitcoin, welches ohnehin eine relative hohe Volatilität aufweist.

Schließlich ist auch noch das Kursmuster zu bewerten. Denn mit dem Ausbruch über den mittelfristigen Abwärtstrend Ende Juli 2020 hat sich Bitcoin auf den Weg in Richtung der Nackenlinie eines noch größeren Musters gemacht, welches durch die rote Horizontale bei rund 14.000 US-Dollar hervorgehoben wird. Zuvor gilt es jedoch, die Widerstände vom Februar 2018 sowie vom Juli und August 2019 zu überwinden.

Die aktuelle Korrektur könnte deshalb aus größerer Perspektive als Korrektur nach dem neuen Kaufsignal interpretiert werden, in der Bitcoin Schwung holt für den Bruch der Nackenlinie bei 14.000 US-Dollar.

 

Fazit

 

Der Bitcoin-Preis konsolidiert derzeit ein mittelfristiges Kaufsignal, welches Ende Juli 2020 generiert wurde. Ein Unterschreiten der statischen Unterstützungen bei rund 9.900 DU-Dollar und rund 9.700 US-Dollar ist deutlich niedriger zu bewerten als ein erneutes Unterschreiten der zuvor überwundenen Abwärtstrendlinie. Diese befindet sich aktuell je nach Wahl der Hochpunkte bei rund 9.400 US-Dollar bzw. 8.950 US-Dollar. Diese sinkenden Abwärtstrendlinien gilt es kurzfristig in Kombination mit den jeweiligen Umsätzen vor allem zu beobachten.

 

08.09.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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