Kurseinbruch bei Samsung, RWE beteiligt sich an Fusionsreaktor und Georg Fischer verkauft Geschäftsteile - BÖRSE TO GO
Kursabsturz bei Samsung - trotz Rekordergebnis ist die Börse enttäuscht.
Samsung steigerte den Quartalsgewinn um den Faktor 19, und der Kurs der Aktien brach heute dennoch um bis zu -10 % ein. Die Anleger hatten noch stärkere Zahlen eingepreist. RWE investiert in das Kernfusion-Startup Proxima Fusion. Geplant ist der Bau eines Fusionsreaktors in Gundremmingen. Georg Fischer verkauft zwei Geschäftsteile an die amerikanische CPP. Ein Verkaufserlös von 220 Mio. Franken und eine Absenkung der Nettoverschuldung werden erwartet.
Im asiatischen Aktienhandel ging am Dienstagmorgen einiges an Geschirr kaputt. Insbesondere der KOSPI stürzte zwischenzeitlich stark und fiel bis auf 7.389,22 Punkte. Am Ende konnten die Verluste etwas reduziert werden auf nur noch -4,91 % bei einem Schlusskurs von 7.656,31 Punkten. Auch der Nikkei 225 Index verlor deutlich und sank um -2,04 % auf 68.315,00 Punkte. Der Hang Seng Index wird vor Handelsschluss zwischenzeitlich bei mehr als -0,60 % gehandelt. Auch der Terminmarkt ist negativ gestimmt. Der DAX Future (September) steht vor Handelsbeginn in Europa bei 25.910,50 Punkten (-0,22 %).
Am Montag startete die Börse Frankfurt noch verhalten positiv. Abgesehen vom SDAX, der nahezu unverändert bei 18.539,47 Punkten schloss, konnten sich die restlichen deutschen Benchmarks leicht verbessern. Heraus stach der MDAX mit einem Tagesgewinn von 0,90 % auf 33.291,24 Punkte. Der größte Gewinner im Tech-Index waren die flatexDEGIRO (DE000FTG1111) Aktien, die um 3,64 % auf 39,26 Euro stiegen. Der TecDAX folgte mit deutlichem Abstand und konnte 0,33 % auf 3.912,53 Punkte zulegen, während der DAX nur ein kleines Plus von 0,15 % auf 25.817,89 Punkte schaffte.
New York performte deutlich stärker. Alle US-Benchmarks stiegen und wurden vom Nasdaq 100 Index angeführt, der um 1,26 % auf 29.697,87 Punkte kletterte. Western Digital (US9581021055) führte dabei die Mover-Liste mit einem Tagesgewinn von 7,14 % auf 577,46 US-Dollar an. Der S&P 500 Index konnte sich um 0,72 % auf 7.537,43 Punkte verbessern und der Dow Jones Industrial Average Index verbesserte sich um 0,29 % auf 53.055,91 Punkte, wobei der Blue Chip Index ein neues Allzeithoch setzte.
Kurseinbruch bei Samsung
Der Handel in Seoul war am Dienstagmorgen sehr turbulent. Und das lag im Wesentlichen an den Aktien von Samsung Electronics (KR7005930003) und SK Hynix (KR7000660001), die so stark fielen, dass der Handel an der Börse Seoul zwischenzeitlich eingestellt werden musste. Auslöser für die starken Verkäufe waren die vorläufigen Zahlen von Samsung. Die sind beeindruckend, aber die Börse hatte ein noch stärkeres Wachstum eingepreist. Der Gewinn konnte im Jahresvergleich um den Faktor 19 gesteigert werden, und dennoch rutschte der Kurs zeitweise mehr als -10 % ab. Dabei lag der operative Gewinn mit 89,4 Billionen Won (58 Mrd. US-Dollar) im Juni-Quartal sogar 6 % über der Konsensschätzung der Analysten. Im Gewinn sind sogar bereits die Rückstellungen für die enorm hohen Bonuszahlungen an die Mitarbeiter enthalten, die umgerechnet mit bis zu 400.000 US-Dollar in diesem Jahr an Sonderzahlungen rechnen können. Den Umsatz konnte Samsung mehr als verdoppeln auf 171 Billionen Won.
RWE investiert in Proxima Fusion
Das deutsche Kernfusion-Startup Proxima Fusion konnte eine erfolgreiche Finanzierungsrunde durchführen. Man nahm insgesamt 411 Mio. Euro an frischem Kapital ein, wobei sich viele verschiedene Investoren an der Finanzierungsrunde beteiligten. Unter anderem investierten auch RWE (DE0007037129) und die Alphabet (US02079K1079) Tochter Google. Angeführt wurde die Runde jedoch von XTX Ventures, dem Investmentvehikel der britischen Handelsgesellschaft XTX Markets. Bewertet wurde Proxima dabei mit 2,4 Mrd. Euro. Geplant ist der Bau eines Demonstrationsreaktors am Standort Garchingen. Das sogenannte Projekt Alpha soll die Grundlagen legen, um später mit dem Projekt Stellaris in Gundremmingen einen kommerziell betriebenen Fusionsreaktor zu bauen.
CPP schließt Geschäft mit Georg Fischer ab
Der Schweizer Technologiekonzern Georg Fischer (CH1169151003) verkauft zwei Geschäftsteile an die amerikanische CPP. Der US-Konzern übernimmt das Feingussgeschäft (Luft- und Raumfahrt) und das Industrieturbinengeschäft. Die Geschäftsbereiche umfassen rund 600 Mitarbeiter an drei Standorten. Der Verkauf soll bis zum Ende des Geschäftsjahres abgeschlossen werden, und Georg Fischer wird daraus voraussichtlich einen Liquiditätszufluss in Höhe von 220 Mio. Franken erhalten. Als Nebenziel erreichen die Schweizer damit auch, dass die Nettoverschuldung gesenkt wird.
Tagestermine
Die Industrieproduktion in Deutschland hat sich im Monat Mai stärker entwickelt als erwartet. Im Vergleich zum April wuchs sie um 0,9 %. Die Erwartung lag hingegen bei einer Stagnation (+0,1 %). Allerdings wurde das Wachstum des Vormonats von 0,4 % auf nur noch 0,2 % nach unten revidiert.
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07.07.2026 - Mikey Fritz

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