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Radikaler Abbau bei Thyssenkrupp, Investitionsoffensive bei Samsung und Apple sucht den Anschluss - BÖRSE TO GO

Thyssenkrupp geht in die Defensive - umfassender Abbau von Stahlkapazitäten geplant

NTG24 - Radikaler Abbau bei Thyssenkrupp, Investitionsoffensive bei Samsung und Apple sucht den Anschluss - BÖRSE TO GO

 

Thyssenkrupp in der Defensive. Steigende Energiekosten in Deutschland und ein hoher Importdruck aus Asien zwingen den Konzern zu einer Reduzierung der Stahlproduktionskapazitäten von mehr als einem Fünftel. Samsung startet eine neue Investitionsoffensive. Insgesamt 44 Mrd. US-Dollar will der südkoreanische Chipriese in den USA in neue Produktionskapazitäten investieren. Apple sucht den Anschluss. Den AI-Zug hat man verpasst und versucht nun mit der nächsten Chip-Generation zur Konkurrenz aufzuschließen. 

Im asiatischen Aktienhandel kippt die Stimmung am letzten Handelstag der Woche wieder. Während der Sitzung überwiegen die Verluste, die besonders stark beim KOSPI und dem Hang Seng Index ausgeprägt sind. Letzterer notiert zwischenzeitlich mehr als -1,85 % im Minus. Einzig und allein in Tokio ist die Stimmung freundlich und lässt den Nikkei 225 Index gegen den Trend in der Region steigen. Sehr freundlich präsentiert sich der Terminmarkt vor Eröffnung der europäischen Vorbörse. Der DAX-Future (Juni) notiert bei 18.281 Punkten und damit 0,55 % höher. 

Frankfurt sah noch rot am Donnerstag. Nach den zu hohen amerikanischen Inflationsdaten vom Mittwoch konnte auch die EZB am gestrigen Tag nicht unterstützen, sondern sorgte in Deutschland für breit gestreute Abgaben. Alle deutschen Benchmarks fielen und wurden dabei vom MDAX angeführt, der um -0,88 % auf 26.703,18 Punkte fiel. Der größte Tagesverlierer war Thyssenkrupp (DE0007500001), deren Aktien um -7,02 % auf 4,90 Euro abrutschten. Dicht auf den MDAX folgten der TecDAX, mit Abgaben von -0,86 % auf 3.354,30 Punkte, und der DAX, mit einem Tagesverlust von -0,79 % auf 17.954,48 Punkte. Der SDAX zeigte relative Stärke und gab nur -0,11 % auf 14.501,48 Punkte ab. Hier unterstützte unter anderem die Rallye bei den ProSiebenSat.1 Media (DE000PSM7770) Aktien. 

Genau das Gegenteil in New York. Nach Börsenschluss in Europa erholte sich dort die Stimmung und ließ fast alle amerikanischen Benchmarks deutlich steigen. Allen voran gewann der Nasdaq Composite Index, der um 1,68 % auf 16.442,20 Punkte stieg. Der S&P 500 Index konnte noch ein Tagesplus von 0,74 % auf 5.199,06 Punkte erreichen, während der Dow Jones Industrial Average Index nahezu unverändert bei 38.459,08 Punkten (-0,01 %) schloss. 

 

Thyssenkrupp: Radikaler Kapazitätsabbau

 

Der Vorstand von Thyssenkrupp geht in die Defensive. Die steigenden Energiekosten in Deutschland und der ungebremst steigende Importdruck aus Asien zwingen den Konzern zu einer radikalen Verkleinerung. Die heute bestehenden Produktionskapazitäten von rund 11,5 Millionen Tonnen Rohstahl sollen in Zukunft auf 9,0 bis 9,5 Millionen Tonnen reduziert werden. Eine Kontraktion von bis zu -22 %. Am Standort Duisburg soll es zu einer Konsolidierung der Kapazitäten kommen. Damit einher geht ein Abbau von Arbeitsplätzen. Betriebsbedingte Kündigungen möchte man vermeiden, schloss sie aber auch nicht aus. Den Umfang des Stellenplatzabbaus konnte der Konzern noch nicht beziffern. Heute beschäftigt die Stahlsparte noch rund 26.000 Mitarbeiter.

 

Thyssenkrupp AG

 

Samsung mit Investitionsoffensive

 

Samsung Electronics (KR7005930003) folgt wie alle anderen Chiphersteller auch dem Geld in die USA. Der südkoreanische Chipriese plant in der kommenden Woche eine Jumbo-Investition in Höhe von 44 Mrd. US-Dollar in den USA anzukündigen. Konkret will man die Chipproduktionskapazitäten in Amerika ausbauen, um sich geografisch zu diversifizieren und potenziellen neuen Sanktionen zu entgehen. Die US-Regierung unterstützt den Aufbau und die Wiederbelebung der Chipproduktion im Inland mit umfassenden Zuschüssen und verbilligten Krediten. Allein Samsung soll 6 Mrd. US-Dollar an staatlichen Zuschüssen erhalten, die bereits in der Investitionssumme von 44 Mrd. US-Dollar mit eingerechnet sind. Begünstigter wird vor allem der Bundesstaat Texas sein, wo die Industrie bereits umfassende Kapazitäten und ein komplementäres Ökosystem aufgebaut hat, das Samsung zugutekommt. 

 

Apple sucht den Anschluss

 

Gerüchten aus dem Silicon Valley zufolge arbeitet Apple (US0378331005) an einem eigenen AI-Chip. Das Unternehmen war von dem AI-Boom völlig überrascht worden und sucht den Anschluss, was jedoch schwierig wird. Umso erfreuter zeigte sich die Wall Street über die jüngsten Gerüchte, dass Apple nicht nur am M4 Chip arbeitet, sondern dieser auch bisher nicht vorhandene AI-Funktionalitäten haben soll. Der M4 wäre die Nachfolgegeneration der aktuellen M3 Generation, die maßgeschneidert für Apple PCs sind und auf der RISC-Technologie von ARM (US0420682058) basieren. Die Chips bestechen vor allem in den Bereichen Performance und der geringen Leistungsaufnahme. Der Umfang der neuen AI-Funktionalitäten ist noch nicht bekannt, wird aber voraussichtlich auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni bekannt gegeben. Die ersten aktualisierten Mac Modelle sollen Ende 2024 auf den Markt kommen. 

 

Tagestermine

 

Nachdem die vorläufigen deutschen Inflationsdaten für den Monat März bestätigt wurden, stehen am Nachmittag um 16:00 Uhr nun die vorläufigen Sentiment-Indizes der Universität Michigan für den Monat April an. Das Verbrauchervertrauen soll leicht von 79,4 auf 79,0 Punkte gefallen sein, während die Konsumentenerwartungen leicht von 77,4 auf 77,6 Punkte gestiegen sein sollen. 

 

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12.04.2024 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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