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Deutsche Wohnen in der Defensive, Deutz mit starkem Absatz und Oracle enttäuscht - BÖRSE TO GO

Die Deutsche Wohnen gerät in die Defensive - die Aktionäre lehnen die Übernahme ab

NTG24 - Deutsche Wohnen in der Defensive, Deutz mit starkem Absatz und Oracle enttäuscht - BÖRSE TO GO

 

Deutsche Wohnen kommt in die Defensive. Der Deal mit Vonovia droht zu platzen, weswegen nun die Annahmebedingungen reduziert wurden. Deutz macht gute Geschäfte. Der Motorhersteller verzeichnet einen höheren Absatz als erwartet und hob die Prognose an. Oracle enttäuscht mit einem schwachen Wachstum. Das Cloud-Geschäft kommt nicht in Fahrt. 

Asien (ex China) bewegt sich heute früh ins Plus. Die Nachfrage ist sehr positiv und trägt vor allem den Nikkei 225 und den KOSPI höher. Der Handel in China und Hongkong steht weiterhin unter Druck durch die neuen Regulierungen und den Schuldenproblemen bei Evergrande. Auf den Terminmarkt überträgt sich die gute Stimmung in Asien noch nicht. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse steht der DAX-Future nahezu unverändert zum Schlusskurs bei 15.737 Punkten. 

Frankfurt startete sehr stark in die Woche und wurde dann am Ende der Sitzung von der Wall Street ausgebremst. Der DAX konnte ein Plus von 0,59 % auf 15.701,42 Punkte in den Handelsschluss retten. Auch der SDAX stieg um 0,40 % auf 17.108,68 Punkte. Der MDAX gab jedoch deutlich ab und fiel um -0,81 % auf 35.798,68 Punkte. Besonders hart erwischten die Verkäufe den TecDAX, der um -1,93 % auf 3.867,38 Punkte abrutschte. 

Die Wall Street startete ebenfalls stark, doch die Anleger nahmen umgehend alle Gewinne zur Eröffnung mit und drückten die Benchmarks bis kurz vor Handelsschluss. Erst in der letzten Stunde kamen die Käufer zurück. Am Ende schnitt der Dow Jones Industrial Average Index am besten ab und konnte sich noch um 0,76 % auf 34.869,63 Punkte verbessern. Auch der S&P 500 Index erzielte ein kleines Plus von 0,23 % auf 4.468,73 Punkte. Wie auch in Deutschland fokussierten sich die Verkäufe auf die Tech-Titel und drückten den Nasdaq Composite Index bis auf 15.030,90 Punkte. Am Ende schloss die Benchmark leicht im Minus bei 15.105,60 Punkten (-0,07 %). Die Tech-Investoren sorgen sich vor der heutigen Veröffentlichung der Inflationsdaten. 

 

Aktionäre lehnen Deutsche Wohnen Übernahme ab

 

Der Deal zwischen der Deutschen Wohnen (DE000A0HN5C6) und Vonovia (DE000A1ML7J1) steht auf wackligen Beinen. Da abzusehen ist, dass die Aktionäre nicht genug Aktien andienen werden, damit die gesetzte Mindestannahmeschwelle von 50 % erreicht wird, zogen die beiden Immobilienkonzerne jetzt alle selbstgesetzten Hürden zurück, damit der Deal nicht scheitert. Anstatt das Angebot weiter zu verbessern und die Aktionäre der Deutschen Wohnen zu überzeugen, begeben sich beide Vorstände in die Defensive, nehmen, was sie bekommen können und drohen den ablehnenden Aktionären damit, dass es in Zukunft keine Dividende mehr für die Deutsche Wohnen Aktie geben wird, wenn sie nicht zustimmen. Das legt jedoch ein schwaches Fundament für die Zukunft. Die Aktionäre haben durch die Veränderung des Angebots noch einmal mehr Zeit bekommen. Die neue Annahmefrist läuft nun voraussichtlich bis zum 21. Oktober. 

 

Starkes Geschäft bei Deutz

 

Der Motorenhersteller Deutz (DE0006305006) verzeichnet hohe Nachfrage und kann die Aktionäre mit einer höheren Prognose erfreuen. Beim Absatz der Motoren sieht das Unternehmen inzwischen das bisherige obere Ende nun als unteres Ende der Prognosespanne an. Statt bisher höchstens 155.000 Motoren rechnet man nun mit mindestens 155.000 verkauften Motoren und hält einen Absatz von bis zu 170.000 Stück für möglich. Die Erlösprognose steigt damit um 100 Mio. Euro auf nun 1,6 bis 1,7 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2021. Der höhere Absatz wirkt sich auch positiv auf die Profitabilität aus. Deutz hob die Prognose der EBIT-Marge auf 2,0 bis 3,0 % an, was 100 Basispunkte über der bisherigen Prognose liegt. Die Deutz-Aktie schloss Montag bei 7,96 Euro (+3,24 %).

 

Deutz AG

 

Oracle verliert im Cloud-Wettbewerb

 

Die Quartalszahlen von Oracle (US68389X1054) waren wenig berauschend. Für einen Softwarekonzern legte das Unternehmen erneut ein ausgesprochen schwaches Umsatzwachstum von 4 % auf 9,73 Mrd. US-Dollar für das 1. Fiskalquartal vor, das sogar noch von Währungsgewinnen getragen wurde. Auf Basis konstanter Wechselkurse hätten sich die Erlöse nur um 2 % gesteigert. Oracle schafft es einfach nicht, die Kunden von seinem Cloud-Angebot zu überzeugen. Dank einer zurückhaltenden Entwicklung der Betriebskosten konnte Oracle am Ende das operative Ergebnis um 7 % im Jahresvergleich erhöhen und nach Steuern ein Ergebnis von 2,46 Mrd. US-Dollar (+9 %) ausweisen. Die Wall Street hatte jedoch mehr erwartet und ließ die Aktie nachbörslich um -1,90 % auf 87,20 US-Dollar fallen, nachdem sie bereits im regulären Handel um -0,88 % auf 88,89 US-Dollar gesunken war.

 

Tagestermine

 

Der wichtigste Termin des Tages wird die Veröffentlichung der vorläufigen amerikanischen Inflationsdaten für den Monat August um 14:30 Uhr sein. Die Inflationsrate wird bei 5,3 % im Jahresvergleich gesehen, nach 5,4 % im Juli. Im Vergleich zum Juli soll die Inflation um 0,4 % im August gestiegen sein. Die Kernrate wird bei 4,2 % erwartet nach 4,3 % im Juli.

 

14.09.2021 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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