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Handelsunterbrechung beim KOSPI, Qualcomm will Modular und Oracle baut 21.000 Stellen ab - BÖRSE TO GO

Handelsunterbrechung in Seoul nach hohen Verlusten - kippt die AI-Rallye?

NTG24 - Handelsunterbrechung beim KOSPI, Qualcomm will Modular und Oracle baut 21.000 Stellen ab - BÖRSE TO GO

 

Es kracht (wieder einmal) in Südkorea, da die Sorge über ein Ende der AI-Rallye steigt. Der Handel in Seoul musste am Dienstag aufgrund hoher Verluste beim KOSPI unterbrochen werden. Qualcomm will Modular. Die AI-Übernahmeschlacht in den USA geht in die nächste Runde mit einer neuen 4 Mrd. US-Dollar schweren Akquisition. AI hebt die Produktivität für Unternehmen massiv. Wie jetzt bekannt wurde, konnte Oracle im abgelaufenen Fiskaljahr mehr als -12 % seiner Stellen abbauen. 

Asien sieht heute früh kein Land. Alle Benchmarks geben ab und verzeichnen teils hohe Verluste. Vor Handelsende steht der Nikkei 225 Index zeitweise mehr als -2,35 % tiefer und auch der Hang Seng Index verliert erneut deutlich. Den Vogel schießt jedoch der KOSPI ab. Verluste, die sich auch am Terminmarkt wiederfinden. Der DAX-Future (September) wird vor Eröffnung der Vorbörse -1,03 % tiefer bei 25.060,00 Punkten gehandelt.

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Der Handel in Frankfurt startete zum Wochenauftakt durchwachsen. Stark zeigten sich die Blue Chips. Der DAX konnte sich um 0,62 % auf 25.139,69 Punkte verbessern und liegt damit nur noch einen Hauch von einem neuen Allzeithoch entfernt. Gefragt waren am Montag vor allem die Aktien von Brenntag (DE000A1DAHH0), die ihre Prognose aufgrund der gestiegenen Energiepreise angehoben hatten. Der Kurs endete auf Xetra 3,50 % höher bei 55,62 Euro. Der größte Verlierer war hingegen der SDAX, der um -0,63 % auf 18.395,47 Punkte fiel, wobei hier die Deutsche Pfandbriefbank (DE0008019001) mit einem Abschlag von -4,74 % auf 3,33 Euro die Liste der Verlierer im Small Cap Index anführte. 

Analog dazu auch die Bilanz für die Wall Street. Der Dow Jones Industrial Average Index sah Käufe und konnte sich leicht um 0,29 % auf 51.712,71 Punkte verbessern. Hier waren erneut die Aktien von Caterpillar (US1491231015) stark gefragt, die sich um 3,70 % auf 1.022,28 US-Dollar verbessern konnten. Der Nasdaq 100 Index sank hingegen um -0,19 % auf 30.347,08 Punkte und der S&P 500 Index schloss -0,37 % tiefer bei 7.472,79 Punkten. Der größte Verlierer war hier Moderna (US60770K1079) mit einem Tagesverlust von -7,22 % auf 59,35 US-Dollar. 

 

AI-Rallye wackelt - Handelsunterbrechung in Seoul

 

Kaum eine andere Benchmark hat in diesem Jahr für so viel Aufsehen gesorgt. Der KOSPI, der sich zwischen 2015 und 2025 in 10 Jahren lediglich kumuliert um 25 % verbesserte, hat sich 2026 seit Jahresbeginn in sechs Monaten verdoppelt und in den letzten 12 Monaten um mehr als 180 % im Wert gesteigert. Alles vor dem Hintergrund der AI-Rallye, die die ansonsten wenig profitablen Speicherchip-Konzerne regelrecht in die Börsenstratosphäre katapultierte. Doch wie immer hat jede Rallye irgendwann ihr Ende und heute früh kracht es (wieder einmal) kräftig im Handel in Seoul. Der KOSPI erlitt so starke Intraday-Verluste, dass der Handel zeitweise ausgesetzt werden musste, um die Gemüter zu beruhigen. Doch nach der Unterbrechung ging es weiter abwärts. Vor Handelsschluss steht die Benchmark auf Tagesbasis mehr als -8 % im Minus. 

 

 

Qualcomm will Modular

 

Das Geschäft mit Übernahmen im AI-Bereich boomt. Der jüngste Neuzugang ist Modular. Ein Spezialist für AI-Infrastruktursoftware, an dem Qualcomm (US7475251036) hohes Interesse hat. Und da man Sorge hat, dass einem Modular vor der Nase von einem Konkurrenten weggeschnappt wird, ist Qualcomm bereit, rund 4 Mrd. US-Dollar für Modular auf den Tisch zu legen. Und das für ein Unternehmen, das gerade einmal vier Jahre alt ist. Gegründet wurde Modular von zwei Google-Veteranen - Chris Lattner und Tim Davis -, die sich zusammentaten, um die allgemeine Fragmentierung der AI-Infrastruktur zu lösen. Bei der letzten Finanzierungsrunde im September erlöste das AI-Start-up 250 Mio. US-Dollar bei einer Bewertung von 1,6 Mrd. US-Dollar. Am Mittwoch steht bei Qualcomm ein Investoren-Tag an - eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Übernahme von Modular offiziell zu machen. 

 

Oracle spart 21.000 Arbeitsplätze ein

 

Dass AI dazu führen wird, dass zahlreiche Tätigkeiten in Zukunft automatisiert werden, liegt auf der Hand. Da sich die Technologie bisher auf die Softwareseite fokussiert, sind entsprechend in der ersten Welle vor allem Bürojobs im Technologiebereich in Gefahr. Wie groß das Potenzial für die Arbeitgeber ist, zeigt Oracle (US68389X1054), die rückblickend auf die letzten 12 Monate Bilanz gezogen haben. Gemessen am abgelaufenen Geschäftsjahr (31. Mai 2026) reduzierte der Spezialist für Datenbanken und AI-Rechenzentren die Zahl seiner Mitarbeiter um sage und schreibe 21.000 Angestellte. Nach rund 162.000 Mitarbeitern vor einem Jahr arbeiten nun nur noch 141.000 Vollzeitangestellte bei Oracle. Der Abbau der Arbeitsplätze kostete allerdings das Unternehmen auch einmalig 1,8 Mrd. US-Dollar. Doch nicht der gesamte Stellenabbau geht auf AI zurück. Oracle hatte auch 2022 Cerner für 28 Mrd. US-Dollar übernommen. Der Spezialist für Daten im Gesundheitswesen hatte seinerzeit Tausende von Mitarbeitern zu Oracle gebracht. Mit der vollständigen Integration von Cerner konnten auch redundante Positionen abgebaut werden. 

 

Tagestermine

 

Um 09:30 Uhr schaut die Börse heute Vormittag auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Deutschland im Monat Juni. Der Gesamtindex soll von 48,8 auf 49,9 Punkte gestiegen sein, womit ein Ende der Kontraktion in Aussicht stehen würde. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wird marginal höher bei 50,2 nach zuvor 50,1 Punkten erwartet, während der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor deutlich von 48,1 auf 49,0 Punkte gestiegen sein soll. 

 

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23.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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