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Mercedes reduziert Jahresprognose, SK Hynix taumelt und Unilever überrascht beim Umsatz - BÖRSE TO GO

Mercedes-Benz muss die Jahresprognose senken - Absatz 2026 unter Vorjahresniveau

NTG24 - Mercedes reduziert Jahresprognose, SK Hynix taumelt und Unilever überrascht beim Umsatz - BÖRSE TO GO

 

Mercedes senkt die Jahresprognose. Stuttgart verliert in China weiter Boden gegen die Konkurrenz, die mehr Auto für weniger Geld bietet. SK Hynix taumelt. Der südkoreanische Speicherchiphersteller verliert am Dienstag zweistellig, da die Konkurrenz in China stärker wird. Unilever überrascht beim Umsatz. Die Nachfrage in großen Märkten wie Indien und Indonesien fiel höher als erwartet aus, was zu einer Erhöhung der Jahresprognose führte. 

Die Bären haben am Dienstag das Ruder in Asien übernommen. Die Speicherchip- und AI-Aktien sehen starken Kaufdruck und drücken das Sentiment in den Keller. Das Epizentrum liegt in Seoul, wo der Handel an der Börse aufgrund der hohen Verluste mehrmals unterbrochen werden musste.  Der KOSPI beendete den Tag mit einem Verlust von -10,84 % auf 6.023,66 Punkte. Auch der Nikkei 225 Index wurde mit heruntergerissen und sank um -3,83 % auf 62.446,00 Punkte. Der DAX-Future (September) wird jedoch vor Börseneröffnung leicht höher bei 25.529,50 Punkten (+0,04 %) gesehen. 

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Die Börse Frankfurt erlebte zum Wochenauftakt noch einen positiven Börsentag. Der DAX führte die Liste der Gewinner mit einem Tagesplus von 1,04 % auf 25.361,03 Punkte an. Dafür war im Wesentlichen SAP (DE0007164600) verantwortlich, die stark um 7,90 % auf 151,28 Euro zulegten. Auch der TecDAX performte sehr stark und konnte 1,03 % auf 3.808,76 Punkte hinzugewinnen. Das Schlusslicht bildet der SDAX mit einem kleinen Anstieg um 0,26 % auf 18.276,38 Punkte. 

Der Handel in New York stellte sich etwas differenzierter dar. Heraus stach der Dow Jones Industrial Average Index mit einem Anstieg um 0,51 % auf 52.210,08 Punkte. Hier konnten vor allem die Salesforce (US79466L3024) Aktien mit einem Tagesgewinn von 6,07 % auf 173,60 US-Dollar überzeugen. Der S&P 500 Index schloss nahezu unverändert bei 7.413,18 Punkten (+0,02 %) und der Nasdaq 100 Index gab um -0,32 % auf 28.039,21 Punkte ab. Hier belasteten unter anderem die hohen Kursverluste bei SanDisk (US80004C2008), die um -11,02 % auf 1.278,23 US-Dollar abgaben. 

 

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Mercedes-Benz senkt die Jahresprognose

 

Das ist kein guter Morgen für Stuttgart. Mercedes-Benz (DE0007100000) veröffentlichte die Zahlen für das 2. Quartal und senkte im selben Atemzug auch die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Die Begründung: Absatzschwäche in China. Ein bekanntes und wiederkehrendes Thema, das weder Mercedes noch die anderen deutschen Konkurrenten in den Griff bekommen. Statt eines Absatzes auf dem (niedrigen) Vorjahresniveau erwartet der Vorstand nun einen Absatzrückgang im Jahresvergleich. Die Warnung geht im Wesentlichen auf einen Umsatzeinbruch um -30 % in China im 2. Quartal zurück, da Mercedes immer stärker im Wettbewerb mit den chinesischen Konkurrenten verliert, die im Luxussegment mehr Auto für weniger Geld bieten. Dieser Einbruch schlägt sich auch im „bereinigten“ operativen Ergebnis des Autogeschäfts nieder: ein Rückgang um -26 % auf nur noch 909 Mio. Euro. Überraschenderweise reduzierte der Vorstand nicht die Gewinnprognose für das Autogeschäft im laufenden Jahr. Vorstandsvorsitzender Källenius hofft darauf, dass die Modellpflege bei der S-Klasse, der neue elektrische GLC SUV und die aktualisierten GLE und GLS Modelle das Ruder herumdrehen werden. Flankiert werden sollen die Bemühungen durch Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen. 

 

 

SK Hynix taumelt

 

Die Aktien von SK Hynix (US78392B1070) zählten im 1. Halbjahr zu den größten Gewinnern im AI-Trade. Nach dem Zweit-Listing in New York hat sich der Wind jedoch um 180 Grad gedreht und die Aktien erleben starken Verkaufsdruck in Südkorea. Vom Allzeithoch im Juni ging es bisher um -45 % nach unten. Allein am heutigen Dienstag bewegten sich die Aktien zeitweise mehr als -13 % im Minus. Dahinter steht die Nachricht, dass ein von Peking unterstütztes Chipunternehmen begonnen hat, Deep Ultraviolet Lithografiemaschinen zu bauen. Diese Maschinen werden benutzt, um Siliziumwafer zu belichten. Bis dato hat die niederländische ASML (NL0010273215) nahezu ein Monopol auf diese Technologien und ist weiterhin der unangefochtene Marktführer mit EUV (Extreme Ultraviolet). DUV reicht, um Wafer bis in den 7-Nanometer-Bereich zu belichten. Damit hat China zwar noch nicht zum Westen aufgeholt, ist aber ASML dicht auf den Fersen. Für SK Hynix, die am Mittwoch ihren Quartalsbericht vorlegen, bedeutet dies, dass ihnen in Zukunft in China ein erheblicher Umsatz- und Absatzeinbruch drohen kann. 

 

Unilever überrascht beim Umsatz

 

Der Turnaround bei Unilever (GB00BVZK7T90) beginnt langsam Wirkung zu zeigen. CEO Fernando Fernandez sorgt derzeit dafür, dass der Konzern sich Stück für Stück von seinem Lebensmittelgeschäft trennt und sich in Zukunft ausschließlich auf Hygiene- und Reinigungsmittel fokussiert. Im abgelaufenen 2. Quartal konnte man den „bereinigten“ Umsatz um 5,8 % steigern, nachdem vor allem in den Absatzmärkten Indien und Indonesien die Nachfrage stieg. Die Analysten hatten mit Wachstum auf dieser Berechnungsgrundlage gerechnet, aber nur mit einem Anstieg um 4,1 %. Die Geschäftsführung wird nun auch etwas optimistischer für das Gesamtjahr und hob das erwartete Umsatzwachstum auf 4 % bis 6 % an. Bisher war man eher vom unteren Ende der Spanne ausgegangen. Die „bereinigte“ operative Marge soll sich leicht im Vergleich zu den 20 % im vergangenen Jahr verbessern. 

 

Tagestermine

 

Vor dem Hintergrund der chaotischen Preisentwicklung am Ölmarkt wird die Börse heute um 12:00 Uhr genau auf die Pressekonferenz der OPEC schauen. Entscheidend für die Preisbildung ist neben dem Stand des Iran-Krieges vor allem auch, wie die restlichen ölfördernden Staaten die Marktsituation einschätzen und ob sie beabsichtigen, ihre Fördermengen zu erhöhen oder zu senken. 

 

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28.07.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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