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Goldnachfrage Chinas mit ökonomischem Rückenwind

Chinesischer Nachfrage-Rückstau baut sich im 1. Quartal 2021 weiter ab

 

Die chinesische Goldnachfrage hat im 1. Quartal 2021 nach den turbulenten Monaten des von den Corona-Lockdown-Maßnahmen geprägten Jahres 2020 wieder stark zugelegt. Dies teilte die China Gold Association mit.

Die chinesische Nachfrage nach Gold erreichte danach in den ersten drei Monaten des Jahres 288,2 Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem 1. Quartal 2020 um 93,3 %, als diese 148,63 Tonnen betrug.

Parallel dazu sank die chinesische Goldproduktion im gleichen Zeitraum um 9,92 % auf 74,44 Tonnen.

Diese Entwicklung resultierte zum einen aus der wirtschaftlichen Erholung im 2. Halbjahr 2020, die sich insbesondere in einer höheren Schmucknachfrage und höheren Investmentnachfrage widerspiegelte.

Zeitlich günstig trugen auch das chinesische Neujahrsfest und der Valentinstag zur Belebung der Goldnachfrage in China bei.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor war die deutliche Verbesserung der Goldpreise in chinesischen Yuan aus Sicht der chinesischen Verbraucher. Wie Chart 1 zeigt, war dies auch eine sehr ökonomische Entscheidung, wie sie sich schon oft bei fallenden Goldpreisen und/oder einem gegen den US-Dollar erstarkenden Yuan zeigte. Wie Chart 1 verdeutlicht, hat sich der Goldpreis in chinesischen Yuan im 2. Halbjahr 2020 bis Mitte des 1. Quartals 2021 deutlich abgeschwächt, nachdem er zuvor deutlich angestiegen war. Damit dürfte es sich bei einem gewissen Teil der im 1. Quartal 2021 gemessenen Goldnachfrage um eine aufgestaute Nachfrage aus dem Jahr 2020 gehandelt haben.

 

 

Neben dem absoluten Rückgang des Goldpreises in chinesischen Yuan spielte aber auch die relative Preisentwicklung eine Rolle. Dies zeigt ein Vergleich der Entwicklung des Goldpreises in chinesischen Yuan und in US-Dollar. Chart 2 verdeutlicht damit den Anteil, den die Aufwertung des chinesischen Yuan am absoluten Rückgang des Goldpreises in Yuan hatte. Diese Entwicklung begann erst im 2. Halbjahr 2020, dürfte dann aber bei den Kaufentscheidungen ins 1. Quartal 2021 hineingestrahlt haben.

 

 

Und was ist das Fazit?

 

Die deutliche Erholung der chinesischen Goldnachfrage im 1. Quartal 2021 spiegelt eine Verbesserung der Terms of Trade des Goldaußenhandels wider, ebenso wie eine Erholung der chinesischen Wirtschaft nach dem Corona-Schock zu Beginn des Jahres 2020. Die dadurch aufgestaute Konsum- und Investmentnachfrage erhielt dann im 2. Halbjahr 2020 durch einen gegen den US-Dollar aufwertenden chinesischen Yuan einen Auslöser, der sich auch auf die Goldnachfrage im 1. Quartal 2021 auswirkte und wegen des Basiseffektes des 1. Quartals 2020 relativ hoch ausfiel.

 

30.04.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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