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Danone schätzt Belastungen durch Rückrufe von Babynahrung als überschaubar ein und geht nach guten Ergebnissen zuversichtlich ins neue Jahr

Das scheint Danone nicht aus der Spur zu bringen

NTG24 - Danone schätzt Belastungen durch Rückrufe von Babynahrung als überschaubar ein und geht nach guten Ergebnissen zuversichtlich ins neue Jahr

 

Zu Beginn des laufenden Jahres sorgte ein Rückruf in bisher ungekanntem Ausmaß bei Babynahrung für aufsehen in der Branche. Am stärksten belastet wurde dadurch der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé. Doch auch anderswo machten sich Sorgen breit. So etwa bei Danone, wo das Geschäft mit Babynahrung gemessen am Gesamtumsatz eine noch größere Rolle als bei Nestlé spielt. Entsprechend groß waren die Befürchtungen der Aktionäre.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Aktie von Danone (FR0000120644) bekam es im Januar teils mit heftigem Gegenwind zu tun. Der Kurs sank zweitweise um etwa 15 Prozent und landete schon in der Nähe von 65 Euro. Doch im Februar holten die Bullen zu einer Erholung aus, mit der vorherige Verluste weitgehend ausgeglichen werden konnten. Die kürzlich vorgelegten Zahlen liefern den Optimisten nun weiteres Futter. Danone spricht von einem ausgesprochen starken Jahr 2025.

Der bereinigte Umsatz konnte um 4,5 Prozent auf 27,28 Milliarden Euro gesteigert werden, womit die Erwartungen der Märkte knapp übertroffen wurden. Angetrieben wurde diese Entwicklung ausgerechnet durch eine starke Nachfrage nach Babynahrung in China. Damit konnte Danone wohl auch Rückgänge im US-Geschäft mit Kaffeeweißern ausgleichen. Zusätzlich machten sich Kostensenkungen bemerkbar und der Cashflow stieg auf 2,8 Milliarden Euro an. Den Anlegern wird eine um 4,7 Prozent höhere Dividende von 2,25 Euro je Aktie in Aussicht gestellt.

 

 

 

Danone wiegelt ab

 

Das Thema Babynahrung nahm bei der Vorstellung der Zahlen viel Raum ein, da Danone damit in Zukunft noch Wachstumsmärkte wie Indien zu erobern gedenkt. Doch die Auswirkungen des Rückrufs hält der Konzern für überschaubar. Die derzeit festgestellten finanziellen Auswirkungen seien nicht wesentlich. Eine genaue Folgenabschätzung soll nachgeliefert werden, sobald die Rückrufe abgeschlossen wurden. Zurückgerufen wurden Produkte aus mehreren Ländern, nachdem in Babynahrung Spuren des Giftstoffes Cereulid festgestellt wurden.

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Bei Danone betraf dies unter anderem Produkte der bekannten Marke Aptamil. Die französiche Staatsanwaltschaft beschäftigt sich mittlerweile mit der Frage, ob Verbraucher getäuscht wurden und die Hersteller sich mit dem Rückruf vielleicht etwas zu viel Zeit gelassen haben. Neue Erkenntnisse in dieser Hinsicht liegen bisher allerdings nicht vor. Danone verspricht derweil, das Thema „sehr ernst“ zu nehmen und Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität der eigenen Produkte höchste Priorität beizumessen.

Auch wenn Danone das Thema letztlich etwas herunterspielt und mit hohen Ambitionen ins neue Jahr geht, so dürfte die Angelegenheit noch lange nicht ausgestanden sein. Neben juristischen Entwicklungen dürfte Danone auch darunter leiden, dass der Ruf etwas angeknackst wurde. Es wäre Verbrauchern nicht zu verdenken, bei Babynahrung von Danone und anderen Herstellern in Zukunft vielleicht etwas weniger sorgenfrei zuzugreifen oder sich gar nach Alternativen umzusehen. Nicht betroffen vom Rückruf waren unter anderem der Bio-Hersteller Holle und die Eigenmarken von Drogerien.

 

Danone: Nachholbedarf

 

Die Anleger zeigten sich letztlich nicht enttäuscht von den Zahlen und dem Ausblick bei Danone. Die Aktie stand zu Handelsschluss am Dienstag wieder bei 72,06 Euro, womit der Einbruch aus dem Januar zu weiten Teilen verdaut werden konnte. Allerdings versprühen die Anteilseigner trotz höherer Dividende auch nicht unbedingt Euphorie. Es bleibt bei einem Kursverlust von etwa fünf Prozent seit Jahresbeginn. Ein starkes Wachstum in China kann nur bedingt über Probleme anderswo hinwegtrösten.

Bei Danone selbst entsteht schon fast ein wenig der Eindruck, als habe das Unternehmen den Rückruf bereits verdaut. Der Blick richtet sich klar nach vorn und es soll weiteres Wachstum erzielt werden. Doch auf Seiten der Anleger bleibt noch der eine oder andere Zweifel und blind vertrauen will bisher noch nicht jeder darauf, dass Danone aus der Angelegenheit mit einem blauen Auge davonkommen mag.

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25.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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