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Chinas Wachstum schwächelt, Sony sichert sich CoD und Russland enteignet Carlsberg und Danone - BÖRSE TO GO

Chinas Wirtschaftswachstum enttäuscht - BIP Wachstum deutlich unter Momentum

NTG24 - Chinas Wachstum schwächelt, Sony sichert sich CoD und Russland enteignet Carlsberg und Danone - BÖRSE TO GO

 

China enttäuscht. Die Börse hatte große Hoffnungen in ein starkes Comeback Chinas gesetzt, doch das Wirtschaftswachstum verlor im 2. Quartal deutlich an Momentum. Sony sichert sich Call of Duty. Mit Microsoft schlossen die Japaner einen Vertrag, um das Franchise auf der Playstation zu halten. Moskau enteignet Carlsberg und Danone. Beide Konzerne verlieren die Kontrolle über ihr Geschäft in Russland. 

Asien schwächelt zum Wochenauftakt. Der Aktienhandel an nahezu allen Börsenplätzen verzeichnet am Montagmorgen Abschläge, wobei die Verkäufe vor allem in China ausgeprägt sind, nachdem das Wirtschaftswachstum schwächer als erwartet ausgefallen ist. Auch der Terminmarkt entwickelt sich vor Eröffnung der europäischen Vorbörse sehr verhalten. Der DAX-Future wird -0,19 % tiefer bei 16.144 Punkten gehandelt. 

Frankfurt schloss am Freitag eine sehr starke Woche. Sie endete zwar überwiegend mit Verlusten, aber über die gesamte Woche gesehen ergaben sich deutliche Gewinne. Am stärksten performte der TecDAX, der sich um 3,92 % auf 3.218,14 Punkte verbesserte und am Freitag die einzige deutsche Benchmark mit einem Tagesgewinn war. Doch selbst der SDAX, der die geringste Wochenperformance auswies, konnte immer noch um 2,91 % steigen, nach dem der Small Cap Index am Freitag leicht um -0,14 % auf 13.610,81 Punkte sank. 

In New York war das Bild etwas differenzierter. Auch dort waren vor allem die Risk-On Assets gefragt, was beim Nasdaq Composite Index zu einer Wochenperformance von 3,32 % auf 14.113,70 Punkte führte, obwohl die Technologie-Benchmark am Freitag -0,18 % verlor. Am stärksten performte am letzten Handelstag der Dow Jones Industrial Average Index, der sich um 0,33 % auf 34.509,03 Punkte verbessern konnte und über die gesamte Woche betrachtet auf ein Plus von 2,29 % kam.

 

China wächst schwächer als erwartet

 

China wuchs im 2. Quartal schwächer als erwartet. Die Wirtschaftsleistung stieg im Jahresvergleich nur um 6,3 %, statt der erwarteten 7,3 %. Im Vergleich zum Vorquartal verzeichnete die Wirtschaft nur ein Wachstum von 0,8 % nach zuvor 2,2 %. Damit bestätigt sich die Befürchtung der Börse, dass die starke Erholung in China nicht stattfindet. Die Kapitalmärkte in Amerika und Europa hatten Ende 2022 noch darauf spekuliert, dass das Ende der Lockdowns in China zu einem schnellen und starken Rebound des Wachstums führen wird, von dem dann in der Folge auch die Volkswirtschaften im Westen profitieren. Schon nach dem 1. Quartal waren daran Zweifel aufgekommen und mit der Vorlage des BIP zum 2. Quartal ist dieser Rückenwind endgültig von der Agenda verschwunden.

 

Sony sichert sich CoD

 

Sony (JP3435000009) hat sich das Franchise Call of Duty für die Playstation gesichert. Im Rahmen der geplanten Übernahme von Activision Blizzard (US00507V1098) durch Microsoft (US5949181045) hatten vor allem die Japaner die Sorge geäußert, dass man dadurch wichtige Blockbuster auf der eigenen Plattform verlieren wird, weil Microsoft diese exklusiv für die Xbox machen will. Um den Bedenken der Regulierungsbehörden entgegenzutreten, hat Microsoft nun am Wochenende eine bindende Vereinbarung mit Sony getroffen, dass der Blockbuster Call of Duty auch nach der Akquisition auf der Playstation angeboten werden wird. 

 

Sony Group Corp.

 

Russland enteignet Carlsberg und Danone

 

In einem weiteren Tit for Tat Schritt kündigte Russland die „temporäre“ Enteignung von westlichem Eigentum auf russischem Boden an. Dazu zählen insbesondere Besitz der dänischen Carlsberg (DK0010181759) und der französischen Danone (FR0000120644). Carlsberg betrieb mit Baltika bisher den führenden Bierproduzenten in Russland. Danone wiederum betrieb bisher in Russland den größten Anbieter und Produzenten von Molkereiprodukten. Ein geplanter Verkauf des Betriebs kam nicht zustande und die „temporäre“ Enteignung wird bei Danone voraussichtlich zu einer Abschreibung in Höhe von mehr als 1 Mrd. Euro führen. 

 

Tagestermine

 

In der kommenden Woche am Donnerstag wird die EZB erneut tagen und über den Euro-Leitzins entscheiden. Die Börse geht von einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,25 % p. a. aus. Unklar ist jedoch, ob die EZB auf dem Treffen im September pausieren wird, weswegen die heutige Rede von Frau Lagarde um 10:15 Uhr im Mittelpunkt des Interesses stehen wird. 

 

17.07.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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