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Kommt Zucker von der Chartklippe weg?

Zucker mit Bodenbildung?

 

In unserem letzten Beitrag zum Zuckerpreis war dieser immer noch im Sturzflug. Von seinem Zwischenhoch am 12.02.2020 bei 0,1578 Dollar sank er, ohne groß auf Unterstützungen zu reagieren, bis auf 0,0904 Dollar am 28.04.2020 und damit um satte 42,7 % in 6 Wochen.

Dass dies sowohl Investoren als erst recht die Bauern verunsicherte ist deshalb keine Überraschung. Denn wie ein Blick auf Chart 1 zeigt, unterschritt der Zuckerpreis im Zuge des Ausverkaufs auch seine Unterstützung vom August 2018 bei 0,09814 Dollar und sogar jene vom Juni 2008 bei 0,09247 Dollar!

 

Zucker lang

 

Damit hatte sich die charttechnische Situation bei Zucker deutlich verschlechtert, denn nun musste mit einem weiteren Rückgang in Richtung der Tiefstkurse vom Juni 2007 bei 0,08383 Dollar gerechnet werden.

Auf kleinerer Skala sieht die Lage allerdings schon wieder besser aus. Denn der Zuckerpreis hat nach den dunkelroten Wochen inzwischen einen ersten Ansatz einer Bodenbildung hingelegt, bei dem der Blick auf die Fibonacci-Marken einen weiteren Erholungsspielraum signalisiert.

 

Zucker kurz

 

Im Chart 2 sind diese zu erkennen. Neben einer kleinen Bodenstruktur in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation hat der Zuckerpreis heute nun auch die zugehörige Nackenlinie überwunden (kleine rote Horizontale).

Nun hat der Zuckerpreis technisch Luft bis zur darüberliegenden Nackenlinie bei 0,11834 Dollar.

 

Fazit

 

Der Zuckerpreis hat in den 6 Wochen von Mitte März bis Ende April einen dramatischen Einbruch erlitten. Die realwirtschaftlichen Folgen sind bislang kaum abzusehen. Die Charttechnik zeigt allerdings eine Stabilisierung, deren Ursache durchaus in den Störungen der Angebotsketten liegen könnte. Kurzfristig besteht bis in den Bereich von 0,118 Dollar Kurspotenzial. Die mittelfristige Erholung ist allerdings bislang noch mehr als unsicher, zumal nach der Verletzung längerfristiger Unterstützungen charttechnisch nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergegangen werden kann. Dies könnte zumindest theoretisch auf Monatsbasis ein starker Aufwärtsimpuls ausgleichen. Es bleibt also spannend!

 

20.05.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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