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Gold als reale ,,Devisen‘‘-Reserve

Goldreserven der Notenbanken – Juni 2020

 

Gold spielt eine bedeutende Rolle beim Management der Devisenreserven der Zentralbanken. Aus diesem Grund sind die Notenbanken ein signifikanter Marktteilnehmer im Markt für physisches Gold. Der World Gold Council (WGC) errechnet aus der IFS Statistik des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Bestände und Bestandsveränderungen von Gold für die meisten Staaten per Ende Juni 2020.

 

Gold

Bildnachweis: @ EMH Service GmbH

 

Gemäß dieser Zahlen kaufte die türkische Zentralbank im Vormonat 22,2 Tonnen Gold. Dies war der sechste Anstieg in Folge. Die Goldreserven der türkischen Geschäftsbanken, die ihr Gold bei der Zentralbank einlagern, stiegen um 24,9 Tonnen.

Als Käufer trat auch Kasachstan auf, welches 5,8 Tonnen Gold erwarb. Zukäufe tätigte auch die tschechische Notenbank (+1,2 Tonnen) und Aserbaidschan (0,2 Tonnen).

Als Verkäufer trat hingegen Kolumbien in Erscheinung, welches 8,8 Tonnen Gold verkaufte. Und auch die Mongolei veräußerte im Juni 2020 mit 2,3 Tonnen ebenfalls einen Teil ihrer Bestände.

 

Fazit


Insgesamt ist die Diskrepanz zwischen den einzelnen Staaten beim Goldanteil an ihren gesamten Devisenreserven weiterhin groß.

Während Gold bei den USA (79 %), Portugal (77,7 %), Deutschland (75,6 %), Italien (71,3 %) und den Niederlanden (71,4 %) der Goldanteil sehr hoch ist, liegt er bei anderen großen Wirtschaftsnationen im Vergleich weiter sehr niedrig. So betrug der Anteil von Gold an den gesamten staatlichen Reserven bei China (3,4 %), Japan (3,2 %), Brasilien (1,1, %), Tschechien (0,9 %) und Hongkong (0 %).

Bei Letztgenannten stellt sich die Frage, an welchen ,,Vertrauens-Anker‘‘ diese Länder bei einer Währungsreform binden würden. Mit steigendem Goldpreis steigt jedenfalls auch das positive Potenzial der Notenbanken, ihre Goldreserven höher zu bewerten und damit ihre Geldbasis zu verbessern.

 

29.07.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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