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Gold – Nachfragetrends im 1. Halbjahr 2020

WGC mit Trends bei der Goldnachfrage im 1. Halbjahr

 

Der World Gold Council (WGC) informierte heute über die neuesten Trends bei der weltweiten Goldnachfrage.

Danach zeigte sich im 1. Halbjahr 2020 eine starke Zunahme von Geldern in Gold-ETF’s, aber auch ein Nachfrageschock durch die Corona-Pandemie.

Die gesamte Goldnachfrage ging um 6 % auf 2.076 Tonnen gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 zurück.

Innerhalb der einzelnen Nachfragesegmente gab es aber deutliche Unterschiede. Goldgedeckte ETF’s kauften im Berichtszeitraum 734 Tonnen des gelben Metalls hinzu. Damit überstieg die Nachfrage das vorherige Allzeithoch aus dem Jahre 2009 von 646 Tonnen. Damit stieg der Gesamtbestand goldgedeckter ETF’s auf weltweit 3621 Tonnen.

 

Gold

Bildnachweis: @ EMH Service GmbH

 

Dagegen sank die Investmentnachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen insbesondere im 1. Halbjahr deutlich. Sie ging um 17 % auf 397 Tonnen zurück. Die Schmucknachfrage fiel parallel um 46 % auf 572 Tonnen, während die Goldnachfrage der Industrie um 13 % auf 140 Tonnen sank. Vor allem asiatische Kunden fragten in Reaktion auf den Corona-Schock deutlich weniger Goldschmuck nach als etwa europäische und nordamerikanische Käufer.

Die Zentralbanken kauften in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 233 Tonnen 39 % weniger Gold als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damals lag die Goldnachfrage der Notenbanken allerdings auch noch auf Rekordniveau.

Das Goldangebot schließlich wurde durch die verschieden weit gehenden Lockdowns beeinträchtigt. Das gesamte Goldangebot fiel im 1. Halbjahr um 6 % auf 2.192 Tonnen.

 

Fazit

 

Die Corona-Pandemie und die administrativen Reaktionen auf sie haben auf dem Goldmarkt zu enormen Verzerrungen geführt. Welche sich dabei wie schnell wieder auflösen dürfte auch von weiteren Infektionswellen und der politischen Reaktion auf sie abhängen. Das Allzeithoch des Goldes im Konzert mit dem wichtigen Ausbruch des Silbers als komplementäre Bestätigung des sehr starken Aufwärtstrends sind allerdings ein Zeichen dafür, dass mittelfristig wohl gerade wegen der monetären Verwerfungen und dem sinkenden Vertrauen in die politischen Strukturen weltweit die Wertschätzung für das gelbe Metall anhalten wird.

 

30.07.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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