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Die US-Treasury hat den Fehdehandschuh aufgehoben

US-Treasury interveniert am Bondsmarkt - Federal Reserve muss nun Zinsen erhöhen

NTG24 - Die US-Treasury hat den Fehdehandschuh aufgehoben

 

Die Bonds-Vigilantes haben den Fehdehandschuh geworfen und die US-Treasury hat heute geantwortet: Die US-Regierung wird nicht tatenlos zusehen, wie der Bondsmarkt abschmiert. Das löste eine Kette von Ereignissen aus, die Sie kennen müssen.  

In den vergangenen Wochen haben die Gläubiger am Markt für amerikanische Staatsanleihen immer stärker ihre Ablehnung gegenüber der Haushaltspolitik der US-Regierung und vor allem der Geld- und Zinspolitik der Federal Reserve zum Ausdruck gebracht. Nicht laut und mit Gebrüll in den Mainstream-Medien, sondern still und leise auf den Bildschirmen der Händler, aber brandgefährlich für den gesamten Markt, aber auch für die zukünftigen Projekte der US-Regierung. Langsam, aber sicher wurden die Renditen am langen Ende der Zinsstrukturkurve der amerikanischen Staatsanleihen nach oben gedrückt. 

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US 30 Jahre T-Bonds

 

Das ist grundsätzlich nichts Neues. Das ultra-lange Ende - die 30-jährigen T-Bonds - hatten bereits während der ersten Lockdowns im März 2020 ihr Renditen-Allzeittief erreicht. Und steigen seit nunmehr sechs Jahren an. Nicht linear, aber trendstabil. Die alles entscheidende Unterstützung lag bei gut 5 % p. a. Diese Unterstützung wurde von den Bonds-Vigilantes erstmals im Herbst 2023 attackiert. Erfolglos. Doch man gab nicht auf, sondern sammelte seine Kräfte und begann dann ab 2025 immer und immer wieder, diese Unterstützung für den US-Anleihemarkt unter Beschuss zu nehmen. 

 

Die US-Treasury hat den Fehdehandschuh aufgehoben

 

Der Iran-Krieg war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die darauf folgende Sperrung der Strasse von Hormus trieb die langfristigen Inflationserwartungen im US-Dollar so hoch, dass die Unterstützung bei 5 % fiel. Die Bullen unter den Gläubigern versuchten, den Break im Juni noch zu heilen, aber es war zu spät. Seit Juli brennt am langen Ende die Hütte, was sich in den Renditen bei Neuemissionen widerspiegelt. Für die jüngste Emission neuer 30-jähriger T-Bonds musste die Treasury die höchste Rendite seit 2001 akzeptieren. Warum ist das Datum von Bedeutung? Vor 25 Jahren hatte die Treasury das Emissionsprogramm für neue 30-jährige T-Bonds überraschend beendet und emittierte dann in den folgenden vier Jahren keine neuen 30-jährigen T-Bonds mehr. Klingt banal, ist aber vor allem für die grossen Kapitalsammelstellen ein Problem, da sie beispielsweise im Versicherungsgeschäft Verbindlichkeiten auch über mehrere Dekaden eingehen, was sich mit sehr langlaufenden Staatsanleihen gut abbilden lässt. Werden jedoch keine neuen emittiert, verschiebt sich das Volumen auf die kürzeren Laufzeiten. 

 

Gold je Unze

 

Die Bonds-Vigilantes haben am Mittwoch die erste Schlacht gewonnen. Sie haben die US-Treasury erfolgreich gegen den Wand gedrückt. Diese wehrt sich nun, indem sie das laufende Programm zur Pflege der Zinsstrukturkurve nutzt, um darüber eine Intervention am Anleihemarkt vorzunehmen, damit dieser nicht in einen Crash läuft. Konkret kündigte man Mittwoch nach Eröffnung des Bondshandels, aber vor Eröffnung des Aktienhandels eine Verdoppelung des Rückkaufvolumens pro (!) Operation auf 4 Mrd. US-Dollar an. Wichtiger als das Volumen ist das Signal, das man hier aussendet. Es besagt: Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der Bondsmarkt abschmiert. Die Rückkäufe reichen selbstverständlich nicht, um das zu ändern. Das Einzige, was helfen wird, sind Zinserhöhungen. Und da die US-Treasury nicht eigenmächtig, sondern in Absprache mit der Federal Reserve agiert, wissen wir nun, dass die Federal Reserve im September den Dollar-Leitzins anheben wird. Eventuell sogar um 50 Basispunkte. 

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20.08.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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