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Was sagt der Dollarindex?

War es das schon mit der Dollarstärke?

 

Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten seit Jahresbeginn haben neben den starken Bewegungen bei Anleihen und Aktien auch die Währungen wieder verstärkt in den Fokus kommen lassen.

Denn die Renditen in der jeweiligen Investitionswährung, ob nun durch Finanzinvestitionen oder bei Direktinvestitionen in das entsprechende Land, sind nur durch die Linse des jeweiligen Wechselkurses zur Bilanzwährung bewertbar.

Dies gilt nicht nur für schwache Emerging Market – Währungen, sondern insbesondere für die Weltreservewährung US-Dollar. Ein Blick auf den US-Dollar-Index zeigt seine relative Entwicklung.

Der US-Dollar-Index stellt das Verhältnis von 6 Währungen im Vergleich zum US-Dollar dar, wobei der Euro mit einem Anteil von 57,6 % im Index gewichtet ist. Die weiteren Währungen sind der japanische Yen (13,6 %), das britische Pfund (11,9 %), der kanadische Dollar (9,1 %), die schwedische Krone (4,2 %) sowie der Schweizer Franken (3,6 Prozent). Anhand des Verlaufs des Dollar-Index lässt sich die Stärke oder Schwäche des US-Dollars ablesen.

 

USD-Index

 

Zuletzt hatten wir in unserem Beitrag vom 24.04.2020 auf die interessante Ausgangslage hingewiesen. Als Fazit betonten wir damals, dass der Dollarindex seinem langfristigen Kaufsignal ein neues, mittelfristiges hinzugefügt hat. Danach erscheint es aussichtsreich, Dollarpositionen nicht mehr abzusichern.

Die Entwicklung seither zeigt, dass der US-Dollar auf Monatsschlusskurs-Basis den Sprung über seine langfristige Abwärtstrendlinie zwar mehrfach probte, aber bislang wieder abprallte. Damit bewegt sich der Dollarindex weiter in seinem zuspitzenden und damit enger werdenden Konsolidierungskeil. Dieser Keil ist allerdings bereits die Bestätigung des höheren Dollarniveaus, welches sich ab Herbst 2014 gebildet hat und welches bereits im Frühjahr 2018 getestet wurde.

Damit bleibt das mittelfristige Kaufsignal für den Dollar bestehen. Gleichzeitig beträgt der Abstand zur steigenden mittelfristigen Trendlinie (blaue, steigende Linie) nur rund 3 %. Bis zur sinkenden Abwärtstrendlinie sind es aber ebenfalls nur 3 %. Innerhalb dieser kurzfristigen Signalstruktur haben wir also derzeit ein ausgeglichenes Wahrscheinlichkeitsprofil.

 

Fazit

 

Mittelfristig ist aber ein Ausbruch über die Abwärtstrendlinie nach oben gleichwohl wahrscheinlicher. Auf die sich verringernden Signalschwellen, nach unten wie nach oben, sollte verstärkt geachtet werden. Denn eine nachhaltige Dollarstärke wie auch Dollarschwäche ist ein bedeutender ,,Performancetreiber‘‘ für die individuelle wie institutionelle Vermögensanlage. Diesem Performance-Treiber sollte vor dem Hintergrund der anhaltenden Turbulenzen an den Kapitalmärkten unseres Achtens verstärkte AUfmerksamkeit zuteil werden.

 

12.06.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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