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DJIA nach dem Rutsch – wie geht’s weiter?

DJIA sucht den Boden

 

Die letzten Wochen waren für viele Marktteilnehmer eine Überraschung. Wohl vor allem jene, die den VIX, den Volatilitätsindex für Optionen auf den S&P500-Index, nahe historischer Niedrigststände hielten und dann mit dem Coronavirus aus allen Wolken fielen.

Inzwischen sickerte dieser Schock durch die Kette von Risikokennzahlen und Margin-Calls und hat eine erste Welle von Zwangsliquidationen ausgelöst.

Im Zuge dessen ist der Dow Jones Industrial Average bis auf seine langfristige obere Trendlinie gefallen (blaue Linie in Chart 1).

 

DJIA langfristig

 

Darin sind auch die gebrochene Nackenlinie bei 21.712,5 Punkten, die vom Sell-off der Weihnachtstage 2018 stammt, zu erkennen.

Darunter verläuft die obere Keillinie, die man erhält, wenn man die Zyklusspitzen vom Oktober 2007 kurz vor der Finanzkrise 2008/2009 und das Zwischenhoch vom März 2015 miteinander verbindet und welches aktuell bei rund 21.167 Punkten verläuft.

Kurz darunter liegt die untere Keillinie, die man erhält, wenn man die Tiefpunkte der Finanzkrise vom März 2009 mit dem Korrekturtief vom Januar 2016 verbindet und welches bei rund 20.936 Punkten liegt.

Bis auf die blaue Trendlinie wurden alle anderen Unterstützungen durchbrochen, allerdings auch alle bis auf die horizontale Linie bei 21.712,5 Punkten innerhalb des laufenden Monats wieder zurückerobert.

Für die Frage, wie weit eine Erholung gehen kann, geben diese Markierungen einen Hinweis, dem aber die dynamische Dimension fehlt. Diese erhält man mit einer Fibonacci-Analyse, welche in Chart 2 dargestellt ist.

 

DJIA Fibo

 

Diese zeigt dieselben Linien wie in Chart 1, allerdings ergänzt um die Fibonacci-Retracements.

Dabei zeigt sich, dass sich der DJIA aktuell genau bis an das 38,2%-Fibonacci-Retracement erholt hat, die sich aus der Spanne zwischen Allzeithoch und dem bisherigen Korrekturtief ergibt.

 

Fazit

 

Die aktuelle Erholung ist gemessen an den Fibonacci-Retracements bereits an einem wichtigen Widerstand angekommen. Eine Erholung bis an das 50%-Retracement ist durchaus möglich. Dann aber beginnt die Challenge für den Index. Es bleibt spannend!

 

27.03.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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