EchoStar verkauft weitere US-Mobilfunklizenzen und sichert sich damit etliche Milliarden von Starlink
Die Anleger von EchoStar sind hochzufrieden
Elon Musks Unternehmen SpaceX störte sich in der Vergangenheit häufiger daran, dass das Unternehmen EchoStar wertvolle US-Mobilfunklizenzen nicht nutzen würde. Zu Jahresbeginn nahm sich die FCC dem Thema an und begann mit der Überprüfung der Lizenzen. In der Folge wurde EchoStar laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg dazu gedrängt, sich von Teilen seiner Lizenzen zu trennen.
Vor einigen Wochen verkaufte EchoStar (US2787681061) schließlich Mobilfunklizenzen an AT&T und strich dafür 23 Milliarden US-Dollar ein. Nun folgt auch schon der nächste Deal. Der Satellitenkonzern Starlink genehmigt sich für 17 Milliarden Dollar das Recht, bestimmte Frequenzen in den USA nutzen zu dürfen. Starlink arbeitet aktuell noch mit T-Mobile zusammen, könnte nun aber auch verstärkt den Aufbau eines eigenen Netzes vorantreiben.
Die Anleger von EchoStar freuen sich derweil über die nächste Finanzspritze und die Aktie scheint gar kein Halten mehr zu kennen. Am Dienstag schossen die Kurse vorbörslich zeitweise um über 60 Prozent in die Höhe. Im regulären Handel beruhigte sich die Lage etwas, doch es ließen sich bei einem Schlusskurs von 80,63 Dollar noch immer Aufschläge von 80,63 Dollar feststellen.
Für den Moment wird EchoStar eine große Last von den Schultern genommen, denn vor den Verkäufen stand man finanziell noch schwer unter Druck. Nun werden neue Mittel frei, um den geplanten Aufbau eines vierten Mobilfunknetzes in den USA voranzutreiben. Durch den Verkauf der Frequenzen wird allerdings auch die Konkurrenz gestärkt und auf lange Sicht könnte sich das Ganze noch rächen.
EchoStar darf nicht nachlassen
Die EchoStar-Aktie feiert momentan ein wahres Kursfeuerwerk und die Bullen scheinen gar kein Halten mehr zu kennen. Doch um das neue Niveau auch zu rechtfertigen, wird das Unternehmen sich nicht ausruhen dürfen. Die eingenommenen Gelder wollen nun investiert werden, um das eigene Netz voranzubringen und die Abdeckung weiter zu erhöhen. Passiert in diese Richtung nichts oder zu wenig, könnte die Euphorie an den Märkten schnell wieder nachlassen. Allerdings könnten weitere Frequenzverkäufe die Rallye kurzfristig auch noch weiter antreiben.
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09.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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