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Edelmetalle: Heute ausbleibende neue Wirtschaftsdaten + US-Feiertag sorgen für erneutes Korrekturpotenzial

Edelmetalle: Technisch kurzfristig zunehmend überhitzt

NTG24 - Edelmetalle: Heute ausbleibende neue Wirtschaftsdaten + US-Feiertag sorgen für erneutes Korrekturpotenzial

 

Sieht man einmal vom weiterhin chronisch schwachen Edelmetall Palladium (3 Monate: - 11,4 %) ab, so sind fraglos bei allen übrigen, grundsätzlich noch zinssensitiveren Edelmetallen, und dabei gerade in Silber (3 Monate: + 32,8 %) und Gold (3 Monate: + 16,9 %), etwas weniger dagegen in Platin (3 Monate: + 18,5 %) gemessen an ihren kurz- bis mittelfristigen historischen Chart- und Momentums-Konstellationen zunehmende technische Überhitzungserscheinungen doch mittlerweile unübersehbar.

Auch wenn die Rallyes letztgenannter 3 zinssensitiverer Edelmetalle im Hinblick auf die dauerhaft sehr positiven Inflationsüberraschungen in den USA gerade seit Oktober 2022 und das hiermit einhergehende voraussichtliche Ende der FED-Zinserhöhungspolitik nach der übernächsten Zinssitzung Mitte März bislang noch nachvollziehbar waren und auch charttechnisch noch in hinreichend geordneten Bahnen verliefen, so denken wir doch, dass die Rallyes gerade in Gold und Silber, weniger dagegen im zugleich auch relativ konjunktursensiblen Edelmetall Platin, künftig zumindest vorübergehend nun deutlich ins Stocken geraten dürften.

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Werbebanner ClaudemusVon fundamentaler Seite begründen wir dies vor allem damit, dass spätestens nach o.g. Auslaufen der FED-Zinserhöhungsrunde ab Mitte März (eine weitere, jedoch weit weniger relevantere noch längere Fortsetzung der EZB-Leitzinsanhebungen halten wir dagegen schon fast für vorprogrammiert) und erst recht von da an noch schlagartigeren Rückgängen der bereits jetzt langsam wieder sinkenden Langfristzinsen sowohl die breiten Aktienmärkte (und gerade auch die noch immer nicht restlos aus ihrer Korrekturlage ausgebrochenen US-Aktienmärkte) und aber nicht weniger vor allem aber die momentan noch weitgehend am Boden liegenden Rentenmärkte (z.B. US-10 Jahres-Treasury Future noch immer – 18 % seit Korrekturbeginn im August 2020; Euro-Bund Future sogar weiterhin – 23 % seit Korrekturbeginn im Dezember 2020) nach ihren jüngst bereits erfolgten Stabilisierungen endgültig wieder hoch dynamisch nach oben durchstarten dürften.

In diesem fundamentalen Umfeld, in dem dann sowohl unter Zins- wie auch Konjunkturaspekten jegliche echte Krisenerscheinungen zumindest ab Mitte 2023 dann wieder generell zunehmend in den Hintergrund treten dürften (was jedoch in dieser ausgeprägten Risikokonstellation für die gesamte zurückliegende Edelmetallhausse speziell der letzten 3 Monate in Gold, Silber und Platin zweifellos die bei weitem stärkste Triebfeder darstellte), sehen wir jedoch schon ab jetzt die wachsende Gefahr, dass es in diesen 3 Gold, Silber und Platin (am wenigsten noch Platin) in den gerade auch für Edelmetalle traditionell stets sehr relevanten Einflussgrößen hoch kapitalisierter institutioneller Reallokationen in die alternativen Anlageklassen „Aktien“ und „Anleihen“ dann bis zum Abschluss dieses - wohl durchaus mehrmonatig – andauernden, neuen grundlegenden Reallokationsprozesses dann vorübergehend wieder zu empfindlichen Korrekturen kommen dürfte.

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Auch die anfänglichen Signale, dass es gerade nach der sehr erfreulichen US-Dezember-Inflationsmeldung vom 12.01. und hieran geknüpft zunehmend entspannten Statements diverser FED-Gouverneure/-innen innerhalb der grundsätzlichen Rallye-Fortsetzung dieser 3 Edelmetalle jedoch nun immer stärker auch erstmals wieder zu zwischenzeitlichen volatileren Rückschlägen kam, lässt uns von nun an in der Eingehung neuer-Long-Engagements grundsätzlich zunehmend vorsichtiger werden.

Wir begründen dies auch charttechnisch z.B. gerade in Silber nun mit einem ultimativen Anstoßen des Kurses von 24,30 USD an seinen schon seit Februar 2021 etablierten, signifikanten Abwärtstrend-Widerstand, in Gold mit seinem zunehmenden Vorstoß in seine längerfristig nun zunächst relevanteste Widerstandszone von ca. 1960 – 2000 USD sowie aber auch auf einer rollierenden 1 Tages- bis 1 Wochen-Chartbasis mit den zuletzt immer häufiger erfolgten, oberen Begrenzungs-Überschreitungen in den Bollinger-Bändern gerade bei Gold und Silber, was grundsätzlich als ein untrüglich zunehmendes, charttechnisches Überhitzungssignal zu deuten ist.

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Werbebanner EMH PM TradeAuch im heutigen Tagesverlauf, der nicht nur durch das Ausbleiben weiterer jeglicher relevanter neuer Konjunkturdaten-Publikationen, sondern auch noch die Schließung aller US-Börsen anlässlich des jährlich um den 15.01. herum (= seinem Geburtstag) begangenen Martin Luther King-Feiertags geprägt sein wird, halten wir daher eine wiederum einsetzende Korrekturneigung an den bis 23 MEZ geöffneten europäischen Edelmetallbörsen vor dem Hintergrund des erneut sehr robusten Handelsverlaufs am letzten Freitag, dem 13.01., insbesondere in Silber (+ 2,1 %) und Gold (+ 1,2 %) für recht wahrscheinlich.

 

16.01.2023 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 






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