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Gold – wann kommt die Konsolidierung?

Gold: Ist es zu stark, bist Du, Fiatwährung, zu schwach!

 

Ein Blick auf den langfristigen Kursverlauf des Goldpreises gegen den US-Dollar ab 1975, also kurz nach der Aufhebung der Goldbindung des US-Dollars im Verhältnis 35 Dollar für 1 Unze Gold 1971 zeigt, dass sich lange Phasen von Konsolidierungen mit ebenfalls langen, wenn insgesamt auch kürzeren Phasen eines nachhaltigen Anstieges ablösen.

Nachhaltig deshalb, da das Preisniveau nach einem Anstieg seither höher lag als das vorangegangene.

Nach dem mehrjährigen Anstieg bis Ende der 1970er-Jahre und einem Richtungswechsel der Notenbankpolitik unter der Führung Paul Volkers nahm sich der Goldpreis bis 2007, also rund doppelt so lange wie für den Anstieg bis 1980, Zeit, die aufgelaufenen Gewinne zu konsolidieren.

Aber nur, um nach dem Ausbruch Ende 2007 umso stärker zu steigen. Denn nach dem Zyklustief im August 1999 bei rund 252 Dollar hat sich der Goldpreis mit seinem bisherigen Allzeithoch aus dem Jahr 2011 bei 1921 Dollar einen Anstieg um rund 660 % gegönnt.

Danach war wieder eine mehrjährige Bodenbildung fällig, die im Rückspiegel mustergültig erscheint.

Ein Blick auf die gelben Rechtecke in der Grafik zeigt aber, dass es nach dem Ausbruch im Jahr 2007 zunächst zu einem deutlichen Anstieg über das bisherige Allzeithoch von 873 Dollar und den höchsten Monatsschluss aus dem Januar 1980 bei 704 Dollar kam. Im Zuge dieser Aufwärtsbewegung ging der Goldpreis um gut 25 % über seinen höchsten vorangegangenen Monatsschluss hinaus, als er im Februar 2008 mit knapp 974 Dollar schloss.

 

Gold

 

Unterstellt man einmal, dass dies auch bei dem aktuellen Ausbruch das erste Kursziel ist, ergibt sich von dem höchsten Monatsschluss von rund 1.825 Dollar ein erstes Kursziel von 2.280 Dollar.

 

Fazit

 

Nimmt man die historische Entwicklung des Goldpreises gegen den US-Dollar als Hinweis für eine ähnliche zukünftige Entwicklung, hat sich durch die langjährige Konsolidierung bei Gold charttechnisch viel explosives Potenzial angestaut, das sich in einem weiteren Anstieg bis in den Bereich von 2.280 Dollar realisieren könnte.

Die Tiefe der Konsolidierung vom Hoch bei rund 1.921 Dollar bis zu seinem Zyklustief bei rund 1.047 Dollar im Dezember 2015 lässt erahnen, dass die Marke von 2.000 Dollar nur eine mehr oder weniger unbedeutende runde Zahl auf dem Weg in Richtung 3.000 Dollar darstellt.

Wir empfehlen deshalb, die Magie der runden Zahl eher in den höheren vierstelligen Bereich zu konzentrieren. Denn am Ende ist die Stärke des Goldes eine Schwäche der Fiatwährungen. Und diesbezüglich gibt es nach der extremen Geldschöpfung der letzten Jahre seit der Finanzkrise 208/2009 nun wirklich genug Grund zur Besorgnis. Und so kann für faktisch alle Fiatwährungen weltweit mit Blick auf Gold gelten: Ist es zu stark, bist Du zu schwach!

 

28.07.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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