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NTG24-Tageseinschätzung Gold vom 23.01.2023: Gold in technischer Überkauftheit

Keine nennenswerten Konjunkturdaten

NTG24 - NTG24-Tageseinschätzung Gold vom 23.01.2023: Gold in technischer Überkauftheit

 

Nachdem der Handel auch am Freitag trotz der ausgebliebenen Publikation neuer relevanter Konjunkturdaten dennoch erneut mit starken Schwankungen zu kämpfen hatte, beendete Gold eine auch insgesamt sehr volatile Woche dennoch nur mit einem moderaten Plus von + 0,35 % bei 1.928 USD. Am Montagmorgen stieg der Goldpreis in der Spitze auf fast 1.936 USD, ehe er seitdem in einem Abwärtstrend hängt.

Den zuletzt wöchentlich per 17.01. publizierten Commitment of Traders (CoT)-Daten zufolge ist das Open Interest des Future-Handels in Gold zur Vorwoche um 10.300 Kontrakte auf 491.800 Kontrakte gestiegen, wobei die „Commercials“ ihre Absicherungspositionen auf physische Bestände jedoch nun noch stärker ausgebaut haben (- 3.435 auf netto nunmehr – 175.913 Short-Kontrakte), als die üblicherweise die Gegenposition zu den Commercials einnehmenden „Large Speculators“ (+ 2.705 auf netto nunmehr + 153.240 Kontrakte). Bereits an diesen Terminmarktoperationen erkennt man also, dass diese dominierenden Marktakteure weitere Long-Dispositionen in Gold nun offenbar zunehmend vorsichtiger zu dosieren bzw. Absicherungen nach der zurückliegenden Gold-Rallye nun immer stärker hochzufahren beginnen.

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Werbebanner EMH PM TradeDa heute zwar keinerlei neue relevante Konjunkturdaten anstehen, jedoch am Abend die EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Rahmen des alljährlichen Neujahrsempfangs der Deutschen Börse ab 19:10 Uhr einen weiteren Vortrag voraussichtlich zu den gegenwärtigen geld- und zinspolitischen Herausforderungen der EZB halten wird, erwarten wir grundsätzlich eine Beibehaltung des seit Tagen in der zunehmenden Fortgeschrittenheit der Goldpreisrallye immer nervöseren und volatileren Range-Daytradings zu beiden Seiten hin.

Die Signale eines möglicherweise kurz bevorstehenden Bruchs oder zumindest einer tendenziellen mehrwöchigen Pause der zurückliegenden Goldpreis-Rallye verdichten sich dabei nach unserer Wahrnehmung aktuell immer stärker, was sowohl den zuletzt immer stärker zunehmenden jüngsten technischen Überkauftheiten im Tages- und Wochenchart (immer häufigeres Überschießen der oberen Bollinger Band-Ränder) wie auch der zugleich in den letzten Tagen zunehmend wachsenden Abschwächung der Momentums-Indikatoren in Gold zu entnehmen ist.

Auch dass trotz der aktuellen moderaten Kursabschwächung gegenüber dem Vortagsschluss (aktuell – 0,3 % auf 1.920 USD) die Intraday-Tradingrange bereits in einer beachtlichen Spanne von 1.919 - fast 1.936 USD gelegen hat, verdeutlicht aus unserer Sicht, dass das "Bullen-Bären-Gerangel" am Goldmarkt nun offenbar immer aktiver und hektischer wird, was üblicherweise ein durchaus ernstzunehmendes Anzeichen für generell jedes möglicherweise kurz bevorstehende Ende der vorherigen Rallye eines Finanzmarkt-Produkts darstellt.

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Plausibel wäre ein solcher kommender Rallye-Abbruch in Gold unseres Erachtens auch deshalb, da sich, wobei wir die aktuelle optimistische FED-Einschätzung vollauf teilen, nach unserer Erwartung die Anzeichen für eine Rezessionsvermeidung in den USA in 2023 künftig immer stärker erhärten dürften und damit gerade die konjunkturzyklischeren Edelmetalle Silber und Platin relativ zu Gold perspektivisch fraglos immer attraktiver würden.

Mit Blick auf das Chartbild im 5-Stunden-Intervall ist die die kurzfristig wichtigste strategische Unterstützung von Gold nach bisherigem Tagestief von 1.919 USD nun bei rd. 1.917 USD (= Tagestief vom 19.01.) anzusiedeln.

Wird diese Marke gerissen, wäre der seit 05.01. etablierte, derzeit maßgeblichste kurzfristige Aufwärtstrend in jedem Fall verletzt und anschließend ein weiterer schlagartiger Rückfall von Gold auf nur noch rd. 1.900 USD sehr wahrscheinlich.

In o.g., seit 15.01. immer noch sehr flach aufwärtsgerichteter Widerstandslinie wäre der ultimative Widerstand von Gold derzeit prinzipiell zwar erst bei rd. 1.940 USD anzusiedeln, jedoch müsste hierzu in der derzeit sich außerdem kritisch abzeichnenden Umkehrformation innerhalb der zuvor noch aufwärts gerichteten Widerstandszone von 1.929 – 1.939 USD nun zumindest erst einmal das heutige Tageshoch, d.h. 1.936 USD, erneut überschritten werden.

Aktuell bewegt sich Gold mit 1.920 USD am absolut unteren Ende dieser genannten kurzfristigen Unterstützungs- / Widerstandsspanne (= ein weiteres Signal der aktuell zunehmenden technischen Aufwärtstrend-Schwäche).

Auch im unten abgebildeten Chart auf laufender 2 Stunden-Basis signalisiert das unter Verkaufssignalbildung derzeit zunehmend abgeschwächte Momentum eine mittlerweile immer ausgeprägtere Aufwärtstrend-Schwäche.

 

Chartbild Gold

 

Gold auf TradingView

 

23.01.2023 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 






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