
Oliver Blume scheint seine Doppelrolle als CEO von Volkswagen und Porsche AG schon bald auflösen zu wollen, was für muntere Spekulationen sorgt
Investoren von Porsche drängen schon länger auf diesen Schritt
Die Porsche AG befindet sich derzeit mitten in einer der vielleicht größten Krisen der Unternehmensgeschichte. Der Verkauf von E-Autos gestaltet sich schleppend, US-Zölle belasten den Konzern und davon ab sahen auch die Absatzzahlen insgesamt schon mal besser aus. Zu guter Letzt lasten schwache Margen auf den Bilanzen. Mit all dem muss sich CEO Oliver Blume auseinandersetzten, der nebenbei auch noch im Chefsessel von Volkswagen sitzt.
Die mächtigen Eigentümerfamilien Porsche und Piëch scheinen damit kein Problem zu haben. Zahlreiche Investoren fordern aber schon seit Längerem, dass Oliver Blume sich auf seine Aufgaben bei Volkswagen konzentriert und die Leitung der Porsche AG (DE000PAG9113) in fähige Hände abgibt. Genau das scheint auch schon in Vorbereitung zu sein.
Am Mittwoch berichtete die „WirtschaftsWoche“, dass Blume seine Doppelrolle wohl schon im Herbst auflösen könnte. Die Porsche-Aktie reagierte darauf zunächst positiv. Allerdings wollte das Unternehmen das Ganze nicht bestätigen. Es hieß lediglich, dass Gerüchte grundsätzlich nicht kommentiert würden. Daraufhin gab die Aktie ihre bescheidenen Kursgewinne auch schnell wieder ab.
Neuer Schwung für Porsche?
Spekuliert wird freilich weiterhin und im „Handelsblatt“ werden unter Verweis auf Insider auch schon mögliche Namen für eine Nachfolge von Blume gehandelt. Genannt werden namentlich Entwicklungschef Michael Steiner, VW-Chefstrategie Stefan Weckbach, Skoda-Chef Klaus Zellmer und Bentley-Chef Frank-Steffen Walliser. Der Betriebsrat und Oliver Blume sollen aber unterschiedliche Ansichten darüber haben, wer für den Chefsessel bei Porsche am besten geeignet wäre.
Für die Anleger ist die Aussicht auf einen neuen Vollzeit-Chef in jedem Fall verlockend. Damit verbunden ist die Hoffnung darauf, dass wieder ein neuer Wind bei der Porsche AG wehen könnte und bestehende Probleme kraftvoll angegangen werden. Die Lage des Konzerns wird sich kaum über Nacht ändern, da der Gegenwind zum Teil aus Richtungen kommt, die Porsche selbst kaum beeinflussen kann. Der Aktie könnte es aber schon helfen, wenn wieder etwas mehr Vertrauen gewonnen werden kann.
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30.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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