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Gold nähert sich dem charttechnischen Auffangnetz

Gold – was sagt der Chart?

 

Die aktuell laufende Abwärtsbewegung der Edelmetalle sehen jene Investoren, welche Einstandskurse unterhalb von rund 1.400 Dollar haben, mit großer Gelassenheit. Denn erstens nutzen sie für langfristige Strategien vor allem langfristige Indikatoren. Und diese zeigen bislang kaum ein bedrohliches Szenario an.

Und zweitens haben sich die fundamentalen Gründe, warum Gold steigen sollte, in den letzten Wochen stetig verstärkt. MMT wird langsam, aber sicher salonfähig, mehr oder weniger verzweifelte Notenbanken finden immer neue Begründungen, um neues Geld zu drucken. Und schließlich wissen Staaten, Unternehmen und Konsumenten rund um den Globus, dass die Stabilitätsillusion ihrer Tilgungspläne spätestens dann in der Abendsonne verschwindet, wenn die Wirtschaftsgeschichte zur Rückkehr zum Durchschnitt (Reversion to the mean) bläst! Was dies für das sogenannte Gegenparteienrisiko von Banken, Handelspartnern und ganz allgemein von handelbaren Anleihen, also fungiblen Kreditverträgen bedeutet, wissen jene ganz genau, welche diese Forderungen sekurisiert und dann weltweit unter die Investoren gebracht haben.

Diese Umstände kreieren Rückenwind für Edelmetalle im Allgemeinen und Gold im Besonderen.

Ein Blick auf den Gold-Chart zeigt, dass unabhängig von fundamentalen Überlegungen der vorherige Ausbruch über das vorangegangene Allzeithoch vom September 2011 konsolidiert werden muss.

 

 

Und da kommt die aktuelle Turbulenz an den Märkten im Zuge der Kumulation von geopolitischen Spannungen und US-Wahlkampf gerade recht.

Die rote und blaue horizontale Linie signalisieren die nächsten Unterstützungen für den Goldpreis auf Monatscandle-Basis. Die rote Horizontale bildet den Monatsschlusskurs vom August 2011 bei 1.925,61 Dollar ab. Diese fungiert in der aktuellen Korrektur als erste Unterstützung. Darunter liegt eine zweite, welche sich im September 2012 bildete und welche bei 1.772,26 Dollar liegt.

 

Fazit

 

Gold durchläuft derzeit eine gesunde Konsolidierung seiner vorangegangenen Gewinne, die es auf ein neues Allzeithoch geführt haben. Die Signale auf Monatsbasis, welche für langfristig orientierte Investoren geeignet sind, sollten zum Monatsultimo September, Oktober und November genau in den dann gültigen Kontext gestellt werden. Einstweilen ist aus dieser Perspektive nichts Ungewöhnliches passiert. Zudem dürfte die kommende Aufwärtsbewegung nach der langen, rund 9 Jahre dauernden Konsolidierung noch bedeutende Schübe vor sich haben. Und gerade aus dieser Perspektive erscheint der derzeitige Rückgang eher als Kaufkurs denn als zweiter Schritt eines Fehlausbruchs nach oben.

 

23.09.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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