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Bahnt sich bei Gold & Silber eine weitere Korrektur an?

Kurzfristig Vorsicht bei Gold und Silber

 

In unserem Beitrag ,,Wie weit korrigiert Silber?‘‘ vom 15.06.2020 hatten wir auf den Umstand hingewiesen, dass der Silberpreis seine kurzfristige Aufwärtstrendlinie verletzt hat.

Seither ist der Silberpreis an der Linie entlanggeschrammt, hat sie jedoch nicht mehr deutlich überwunden. Dies bedeutet gleichzeitig, dass das Risiko, dass sich eine rechte Schulter in einer kurzfristigen Schulter-Kopf-Schulter-Umkehrformation bilden könnte. Die Nackenlinie dieser Formation ist in Chart 1 als blaue Horizontale zu erkennen.

 

Silber

 

Geht man einen Schritt zurück und betrachtet den Silberpreis auf Tagesbasis, so erkennt man deutlich die laufende Konsolidierung nach dem zweiphasigen Anstieg seit dem Märztief. Vor diesem Hintergrund stellt sich nun immer deutlicher die Frage, wie tief der Silberpreis Schwung holen muss, um diese doch ziemlich bedeutende Widerstandszone bei rund 18,40 Dollar signifikant zu überwinden.

 

Silber

 

Auf Chart 2 sind die jeweiligen nächstliegenden statischen Unterstützungen als blaue Horizontale gekennzeichnet. Aus charttechnischer Sicht ist eine mögliche Korrektur bis in den Bereich von 15,84 Dollar, der Ausbruchslinie über das Zwischenhoch vom 14.04.2020, kein großes Problem.

Wie deutlich das ,,Schwungholen‘‘ ausfällt, dürfte auch vom US-Dollar abhängen, der in den vergangenen Monaten eine mal höhere, mal niedrigere Korrelation mit dem Goldpreis aufwies.

Der Goldpreis selber zeigt wie auch Silber leichte Ermüdungserscheinungen. Dies ist bei einem Blick auf den langfristigen Kursverlauf und den deutlichen Anstieg seit Jahresanfang auch keine Überraschung. Dabei ist der Goldpreis aktuell noch einiges von seinem mittelfristigen Aufwärtstrend entfernt (kleines lila Rechteck).

 

Gold

 

Gleichwohl besteht wie bei Silber ein relativ beachtlicher charttechnischer Raum für weitere Korrekturen, die aber vor dem Gesamthintergrund der abgeschlossenen mehrjährigen Bodenbildung nur den Charakter einer Korrektur im Aufwärtstrend haben.

Gleichwohl besteht dieser Raum, der bei seiner unteren Begrenzung im Bereich von 1.560 Dollar liegt. Angesichts der vor dem Goldpreis liegenden starken Widerstände bleibt die Frage offen, wie dieser den Schwung entwickeln kann, um diese zu überwinden.

 

Gold short term

 

Ein Blick auf das kurzfristige Bild auf Tagesbasis zeigt, dass auch der Goldpreis unterhalb von 1.680 Dollar einiges Abwärtspotenzial besitzt. Dieses könnte bei risikoaversen Investoren durchaus zu Gewinnmitnahmen führen.

 

Fazit

 

Sowohl Gold wie auch Silber haben bei einem neutralen Blick auf den Chart weiteres Korrekturpotenzial. Sollte beim Silberpreis die Struktur einer S-K-S-Umkehrformation bestätigt werden, ist auch bei Gold von einer weiteren kurzfristigen Korrektur auszugehen, die aber im Vergleich zum weißen Schwestermetall geringer ausfallen dürfte.

Wir empfehlen deshalb eine Prüfung, ob diese Musterschwellen auch einen höheren individuellen Absicherungsbedarf auslösen.

Insgesamt bleibt diese kurzfristige Dynamik gerade bei Gold eingebettet in die Endphase einer langjährigen Konsolidierung eines noch längeren Aufwärtstrends. Denn man sollte nicht vergessen: Gold kostete bei Aufhebung des Goldstandards 1971 35 Dollar je Feinunze. Damit ist der langfristige Trend mehr als deutlich!

 

18.06.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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