Tagesbericht Gold vom 26.01.2026: Goldpreis auf Rekordkurs - Weshalb politische Unberechenbarkeit neue Kursziele öffnet
Bank of America sieht beim Goldpreis Raum bis 6000 US-Dollar in wenigen Monaten
Der Goldpreis bewegt sich zum Wochenauftakt auf einem historischen Niveau mit einem Kurs von 5060 US-Dollar. Die jüngste Dynamik spiegelt eine akute Vertrauenskrise wider, die sich durch politische Eskalationen in den USA und geopolitische Spannungen verschärft hat. Die Entwicklung des Goldpreis steht damit im Mittelpunkt globaler Kapitalströme, die sich zunehmend vom Dollar lösen und Sicherheit im Edelmetall suchen. Die Kombination aus politischer Volatilität, struktureller Nachfrage und einem schwächer werdenden US-Dollar verstärkt die Rolle von Gold als Krisensegment und lässt höhere Kursziele realistischer erscheinen.
Auslöser der Rally sind deutliche Verwerfungen im politischen Gefüge der USA. Die erratische Handelspolitik von Präsident Trump, neue Zolldrohungen gegen Kanada und Frankreich sowie der Konflikt um Grönland, der das Verhältnis zwischen Washington und der NATO belastet, haben das Vertrauen in US-Vermögenswerte spürbar reduziert. Parallel dazu gewinnt der Goldpreis durch stetige Käufe der chinesischen Zentralbank und kräftige ETF-Zuflüsse strukturell an Halt. Der geschwächte US-Dollar verstärkt die Attraktivität zusätzlich, da internationale Investoren in Gold (TVC:GOLD) eine unmittelbare Antwort auf politische Unberechenbarkeit sehen. Die Marke von 5500 US-Dollar rückt unter diesen Bedingungen in den Fokus und dient als nächstes mögliches Etappenziel im laufenden Aufwärtszyklus.
Goldpreis: Neue Kursziele und Engpässe auf der Angebotsseite
Für den Goldpreis zeichnen führende Marktanalysten inzwischen ein erweitertes Szenario. Die Bank of America erwartet ein mögliches Kursniveau um 6000 US-Dollar je Unze und verweist auf aggressive Zentralbankkäufe sowie eine rückläufige Minenförderung. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten, insbesondere in Nordamerika, was den Angebotsdruck erhöht. Der physische Markt zeigt zunehmend strukturelle Engpässe, die dem Goldpreis ein belastbares Fundament verschaffen. Die Nachfrage nach Absicherung gegenüber Währungsrisiken und fiskalischen Unsicherheiten verstärkt diesen Trend weiter. Dadurch verfestigt sich ein Umfeld, das auch auf hohem Niveau weiteres Potenzial eröffnet und den Goldmarkt in eine neue Bewertungsphase führt.
Goldpreis: Technische Lage bleibt klar positiv
Charttechnisch bleibt der Goldpreis durch mehrere Indikatoren gut unterstützt. Der kurzfristige Trend zeigt sich über dem 10-Tage-Durchschnitt stabil, während der 50-Tage-Durchschnitt den mittelfristigen Aufwärtsimpuls untermauert. Der RSI signalisiert mit einem hohen Wert Überkauftheit, was kurzfristige Rücksetzer grundsätzlich möglich macht, ohne den intakten Trend infrage zu stellen. Der MACD unterstreicht das starke Momentum, da die MACD-Linie weiterhin oberhalb der Signallinie verläuft. Insgesamt dominieren positive Signale, die den Goldpreis in seinem übergeordneten Trend bestätigen.
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26.01.2026 - Andreas Opitz

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