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Dr. Copper schwächelt

Welche Signale sendet der Kupferpreis?

 

Dr. Copper hat seinen Namen bekanntlich deshalb, weil er ein guter Indikator weltweiten Wachstums ist. Vor allem jene Länder, die seit der Finanzkrise außerhalb der USA das weltweite Wachstum getragen haben, konsumierten und konsumieren große Mengen an Kupfer, da sie ihre Infrastruktur völlig neu aufbauen müssen. An erster Stelle steht dabei China, aber auch andere aufstrebende Länder in Asien und Afrika sowie Indien, welches China in Bezug auf seine Wachstumsdynamik inzwischen überholt hat.

In unserem letzten Beitrag wiesen wir darauf hin, dass der Kupferpreis insbesondere von der Nachfrage Chinas abhängt, das im vergangenen Jahr rund 49 % des weltweiten Kupferverbrauches auf sich vereinte.

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung des Kupferpreises zeigt die aktuelle Lage. Kupfer befindet sich in der Mitte eines Konsolidierungskeils und steht dabei kurz vor den Unterstützungen, die sich aus der bisherigen Musterbildung ergeben haben.

 

Kupfer langfristig

 

Dazu gehört zum einen die Unterstützung des Zwischentiefs vom Januar 2015 (pinke Linie), zum anderen die kurz darunter liegende Unterstützung, die sich aus den Konsolidierungen seit Dezember 2016 ergeben.

 

Kupfer mittelfristig

 

Mit der ungebremsten Zunahme der Infektionen des Coronavirus hat sich Kupfer auf den Weg nach Süden gemacht und die erste Unterstützungszone bei rund 2,50 Dollar erreicht. Die nächste Unterstützung liegt bereits kurz darunter bei rund 2,45 Dollar auf Wochencandle-Basis. Ein Unterschreiten dieser Marke würde einen schnellen Test der langfristigen Aufwärtstrendlinie wahrscheinlich machen, die sich aus der Verbindung der Tiefpunkte der Jahre 2008 und 2016 ergibt. Das 61,8 %-Retracement liegt mit knapp 2,45 Dollar allerdings noch darüber (siehe Chart 3).

 

Kupfer Fibo

 

Fazit

 

Sollte Kupfer also unter sein 61,8 % - Retracement fallen, wäre deutliche Vorsicht geboten. Einstweilen bleibt abzuwarten, ob die in Chart 2 sichtbaren Unterstützungen halten. Ein Unterschreiten auch der langfristigen Aufwärtstrendlinie, welche derzeit bei ca. 2,33 Dollar verläuft, wäre allerdings ein mittelfristiges Verkaufssignal. Aber so weit ist es noch nicht. Die ansteigende Marke sollte allerdings genau beobachtet werden.

 

30.01.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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