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Tesla, Lucid Motors, NIO und Rivian- Neuigkeiten von den Rivalen

Konkurrent streben an die Börse

 

Der nächste Konkurrent von Tesla wird noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Rivian, der Elektroautomobilproduzent aus Michigan, soll im Herbst dieses Jahres der Nasdaq beitreten. Experten schätzen den gegenwärtigen Börsenwert auf circa 50 Milliarden US-Dollar und das, obwohl das Unternehmen noch kein einziges Fahrzeug ausgeliefert hat. Allerdings kann das Unternehmen eine ausgelesene Liste von Investoren vorweisen. So gehört neben der Ford Motor Company (ISIN: US3453708600) auch Amazon (ISIN: US0231351067) zu den Investoren. 2021 sollen die ersten der 100 000 bestellten E-Vans an Amazon ausgeliefert werden. Allein dieser Großauftrag hat ein Volumen von geschätzten 4 Milliarden US-Dollar. Rivian will bereits dieses Jahr beginnen, nach Europa zu expandieren. Von den Expansionsplänen könnte auch Deutschland profitieren, denn Rivian ist auf der Suche nach einer potenziellen Produktionsstätte in Europa und neben Großbritannien und Ungarn ist auch Deutschland in der engeren Auswahl. Sollte die Integration von Teslas Gigafabrik in Grünheide reibungslos in die deutsche Unternehmenslandschaft ablaufen, könnte das entscheidende Argument für Deutschland als Standort sein.

Nach der Hausse an den Märkten im vergangenen Jahr werden gerade die Technologieunternehmen in den letzten Tagen hart abgestraft. So scheint auch die Aktie von Tesla (ISIN: US88160R1014) nach einer längeren Seitwärtsbewegung stark zu konsolidieren und sank seit Anfang der Woche bereits um 15,7 %.

Der Hedgefondsmanager Michael Burry, bekannt aus „The Big-Short“, ist sich sicher:„….. ein extremer Fall der Tesla-Aktie würde das Ende der Ära von spekulativen Aktiengeschäften von Kleinanlegern bedeuten.“

Ob der temporäre Fall wirklich einen Bärenmarkt einleiten wird, werden erst die nächsten Wochen zeigen. Doch gilt es eher als unwahrscheinlich.

 

Größter Pensionsfond steigt bei NIO ein

 

Der größte Pensionsfond der USA, das sogenannte California Public Employees Retirement System (kurz: Capers), hat den Kursrutsch von 20 % in den letzten 5 Tagen genutzt und seine Position an NIO (ISIN: US62914V1061) aufgestockt. Auch wenn das Unternehmen im Januar noch eine neuen Auslieferungsrekord von 7225 Fahrzeugen vermelden konnte, was eine Steigerung von 325 % zum Vorjahr entspricht, ist die Aktie im letzten Jahr einfach sehr stark gelaufen und die Erwartungen sind linear mitgestiegen. Ob die Kursperformance von +1034 % in einem Jahr gerechtfertigt ist, wird sich spätestens bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen am 1. März zeigen. Die hohen Erwartungen werden bislang von der Präsentation der neuen Elektrolimousine ET7 und den prognostizierten Heimvorteil gegenüber der Konkurrenz in China gestützt.

 

Lucid-Motors über SPAC an die Börse

 

Die Kalifornier, dessen Werk in Newark nur 30 min. Fahrzeit von Tesla entfernt liegt, drängen auf einen schnellen Börseneinstieg. Geplant ist, die Fusion mit Churchill Capital IV (ISIN: US1714391026) via SPAC spätestens im 2. Quartal 2021 abgeschlossen zu haben. Der Kurs von Churchill Capital stieg im Laufe der Gerüchte über eine anstehende Fusion um 600 % auf 60 US-Dollar pro Anteil. Nach Ankündigung der Fusion vielen sie nachbörslich allerdings wieder um ein Drittel auf einen Wert von 40 US-Dollar.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDamit wird das von Ex-Tesla Chefingenieur Peter Rawlinson geführte Unternehmen bereits mit 24 Milliarden US-Dollar bewertet. Da die aktuelle Produktionszahl noch bei 0 Fahrzeugen liegt und das Unternehmen dennoch bereits die Hälfte von BMW (ISIN: DE0005190037) an der Börse wert ist, scheinen viele Anleger auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei Tesla zu hoffen und trauen dem Unternehmen den Durchbruch im umkämpften Markt zu. Bislang soll erst mal ein Fahrzeugtyp produziert werden. Die Luxuslimousine Lucid Air soll auf eine Reichweite von 832 Kilometern kommen. Auch wenn das durchaus über den Werten der Konkurrenz liegt (Tesla Model S = 547 Kilometer und Porsche Taycan = 484 Kilometer) lässt auch der Preis keine Mittelmäßigkeit zu. Die Limousine soll ab 169.000 US-Dollar zu haben sein und nach eigener Aussage Konkurrenz für die Mercedes S-Klasse sein.

Ob sich dieses ambitionierte Ziel bewahrheitet, wird sich frühestens bei Auslieferungsbeginn zeigen. Dieser wurde angesichts des Börsengangs von Anfang 2021 auf Mitte 2021 verschoben.

 

23.02.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 









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