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BÖRSE TO GO - Aurubis, BMW und das BIP

DAX vorbörslich im Minus

 

Der DAX Future kann im asiatischen Handel nicht weiter aufholen. Nach tiefen Verlusten im gestrigen Handelsverlauf schloss der DAX Future nur noch mit einem Minus von 0,41 %, nachdem die wichtigsten US-Indizes ein Intraday-Reversal vollzogen und eine Rally hinlegten. Der Dow Jones Industrial Average schloss 1,62 % und der S&P 500 Index 1,15 % höher. 

Auch in der Frühbörse dominieren die US-Futures mit Gewinnen. Der S&P 500 Future liegt am Ende des asiatischen Handels mehr als 0,2 % im Plus und der Nasdaq Future sogar mehr als 0,4 %. Der DAX Future notiert dagegen leicht mit 0,1 % im Minus. Über der deutschen Frühbörse lastet die Veröffentlichung der heutigen Wirtschaftsdaten aus dem Inland.

 

Fallende Preise belasten Aurubis

 

Aurubis konnte den Umsatz im 2. Quartal um 11 % steigern, wies aber einen Verlust aus. Der Umsatz von 3,04 Mrd. Euro lag deutlich über dem Vorjahresquartal und hob auch die 6-Monatszahlen um 9 % auf 5,08 Mrd. Euro. Der Durchschnittspreis für Kupfer sank jedoch im Jahresvergleich um 9 % auf 5.637 Dollar / Tonne und sorgte für einen Rückgang des Rohergebnis im 2. Quartal um 49 % auf 153 Mio. Euro. Hinzu kamen noch steigende Abschreibungen und ein höherer Personalaufwand. Unter dem Strich wies Aurubis für das 2. Quartal einen Verlust von 38 Mio. Euro nach einem Gewinn von 94 Mio. Euro im Vorjahresquartal aus. Die Aktien notieren vorbörslich 0,14 % im Minus bei 47,76 Euro.

Weitere Quartalsberichte: Dr. Hönle AG, EnBW, GEA, Hapag-Lloyd, Lang Schwarz, Varta

 

BMW in der Kritik

 

Verträgt sich eine Dividende mit Kurzarbeit? BMW hat 2019 ausgezeichnet verdient und 5 Mrd. Euro für die Aktionäre erwirtschaftet. Die beschlossene Dividende in Höhe von 1,6 Mrd. Euro ist demnach mehr als gerechtfertigt. Bezieht man jedoch den historischen Einbruch des weltweiten Automobilmarktes, die weitreichende Inanspruchnahme von staatlich finanzierten Arbeitsschutzmaßnahmen in der Branche und den lauten Ruf nach staatlichen Subventionsmaßnahmen ein, um den Vertrieb anzukurbeln, dann macht eine Auszahlung an die Aktionäre nicht nur keinen Sinn, sondern ist das falsche Signal. 

Jeder Unternehmer muss in diesem Umfeld darauf bedacht sein, die Bilanz zu schützen. Dazu gehören selbstverständlich auch alle Maßnahmen, um die Liquidität im Unternehmen hochzuhalten. 

 

GEA führt SAP weltweit ein

 

SAP sichert sich einen Großauftrag von GEA. Der Spezialist für Produktionstechnik hat den Softwarekonzern beauftragt, das komplette ERP-System weltweit neu aufzubauen. Das Projekt ist so groß, dass GEA zum strategischen Partner bei SAP aufgestiegen ist. Ein wichtiger Vertriebserfolg für die Walldorfer, da der ERP-Markt weitgehend verteilt ist. 

 

Deutsche Bruttoinlandsprodukt im Blick

 

Heute früh steht die Veröffentlichung des vorläufigen Bruttoinlandsprodukts (BIP) des 1. Quartals für Deutschland im Mittelpunkt. Die Prognosen schwanken in einer breiten Spanne von -2,2 bis -6,0 %. Schon das 4. Quartal wies eine Stagnation im Vergleich zum 3. Quartal 2019 aus. Sollte das BIP für das 4. Quartal nach unten revidiert werden, befände sich Deutschland bereits seit Monaten offiziell in einer technischen Rezession. 

Weitere BIP-Daten stehen heute auf der Agenda. Neben den Niederlanden, die um 09:30 Uhr ihre BIP-Daten für das 1. Quartal veröffentlichen, stehen auch die BIP-Daten für die Eurozone um 11:00 Uhr an. 

Der deutsche Erzeugerpreisindex für April um 08:00 Uhr gibt einen Einblick auf die Nachfragesituation. Fallende Erzeugerpreise sind ein Signal, dass die Nachfrage nachlässt. 

Vor Eröffnung der Wall Street um 14:30 Uhr veröffentlichen die Amerikaner heute wichtige Einzelhandelsdaten. Eine Viertelstunde vor Börsenöffnung werden zudem zahlreiche Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe und zur Industrieproduktion im April veröffentlicht. Die Zahlen könnten den vorbörslichen Trend noch kurzfristig verändern. 

 

15.05.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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