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BÖRSE TO GO - BASF, Credit Suisse und Volkswagen

Bullen starten optimistisch in die neue Woche

NTG24 - BÖRSE TO GO - BASF, Credit Suisse und Volkswagen

 

Die Bullen in Frankfurt sind nicht zu bremsen. Nach einem starken Finish am Freitag von 1,15 % auf 12.633,71 Punkte steigt der DAX-Future heute früh im asiatischen Handel zeitweise mehr als 0,7 % auf mehr als 12.800 Punkte. Für den DAX wird eine Eröffnung bei rund 12.805 Punkten indiziert. 

Die Wall Street hatte Freitagabend sehr positiv geschlossen. Insbesondere der Dow Jones Industrial Average Index, der um 1,44 % auf 26.075,30 Punkte stieg, und der Russell 2000 Index, der um 1,46 % auf 1.419,39 Punkte stieg, führten die Riege der Gewinner an. Der Nasdaq Composite Index zeigte nur ein verhaltenes Plus von 0,66 % auf 10.617,44 Punkte. Alle US-Futures setzen ihre Kursgewinne im frühen Montagshandel fort. Der größte Gewinner ist der Russell-Future mit einem Plus von zeitweise mehr als 0,90 %.

Die asiatischen Märkte griffen den Optimismus nach dem Wochenende auf. Alle wichtigen asiatischen Benchmarks notieren heute früh im Plus. Der südkoreanische KOSPI Index liegt mehr als 1,4 % im Plus, der japanische Nikkei 225 Index steigt um mehr als 1,8 % und SZSE Component Index schlägt mit einem Plus von mehr als 2,7 % alle anderen Leitindizes. 

 

Eigentor bei Volkswagen

 

Mit großem Medienrummel kündigte Volkswagen im vergangenen Jahr die Car.Software.Org an. Der VW-Vorstand hatte entschieden, dass man die Lufthoheit über die Software in den eigenen Fahrzeugen zurückgewinnt und dafür ein eigenes Betriebssystem entwickelt: „vw.os“. Der zuständige Mann dafür heißt Christian Senger. Oder besser gesagt: hieß. Denn nur zwei Wochen nach dem offiziellen Start von Car.Software.Org wurde Senger, der als Technik-Talent von BMW eingekauft wurde, intern aus seiner Position im Volkswagen Vorstand heraus gemobbt. Sein ambitioniertes Projekt, dessen Produkt „vw.os“ als zentrale Grundsoftware in allen Marken eingebaut werden sollte, trat zu vielen Managern auf die Füße, die um Macht und Einfluss bangten. 

Dass VW-Chef Diess die Entlassung von Senger zulässt, zeigt wie schwach er bei VW geworden ist. Denn „vw.os“ ist nicht irgendein Prestige-Projekt, sondern wird maßgeblich darüber entscheiden, welchen Erfolg Volkswagen in der kommenden Dekade im Geschäft mit Elektroautomobilen haben wird. Während Software bei VW immer noch als notwendiges Übel angesehen wird, löst gerade die Softwareseite beim Konkurrenten Tesla viel Begeisterung bei den Kunden aus. Diese Botschaft ist anscheinend in Wolfsburg noch nicht angekommen. 

 

Credit Suisse plant Entlassungswelle

 

Der neue Credit Suisse Chef Thomas Gottstein plant die Corona-Krise für einen Umbau der Bank zu nutzen. Die Überlegungen gehen insbesondere dahin, dass Personal in den Filialen zu reduzieren, nachdem sich das Online-Geschäft in den vergangenen Monaten sehr stark entwickelt hat. Ebenso ist angedacht einige Strukturen des ehemaligen CS-Chefs Thiam wieder zurückzuführen. Insbesondere die Strukturen im Investmentbanking und der Compliance sollen wieder gebündelt werden. Dies hätte den Vorteil leichter Positionen streichen zu können.  

 

Credit Suisse

 

Wintershall Dea belastet BASF

 

Die BASF hatte bereits am Freitag die vorläufigen Eckdaten für das 2. Quartal vorgelegt und die Freude der Anleger hielt sich in Grenzen. Beim Umsatz ergab sich eine Kontraktion um -12,4 % im Jahresvergleich auf 12,68 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen erreichte nur einen Wert von 226 Mio. Euro, nach 995 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Hierfür war insbesondere die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie verantwortlich. Einzig das Segment Nahrung & Pflege (Nutrition & Care) konnte sein Ergebnis steigern. 

Den größten Verlust zog die BASF aus der Beteiligung an der Wintershall Dea. Die Gesellschaft musste eine Wertberichtigung in Höhe von 800 Mio. Euro vornehmen, nachdem die Erdöl- und Gaspreise stärker als erwartet gefallen waren und Prognosen bezüglich bestehender Reserven reduziert werden mussten. Die Wertberichtigung ist cashflow-neutral, führt aber unter dem Strich zu einem Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen von -878 Mio. Euro. Der vollständige Bericht zum 2. Quartal wird am 29. Juli veröffentlicht.

 

13.07.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 

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