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Erneut pulverisiert Micron die Erwartungen der Märkte mit sensationellen Gewinnen und die Bullen übernehmen bei der Aktie wieder das Ruder

Micron überrascht selbst die größten Optimisten positiv

NTG24 - Erneut pulverisiert Micron die Erwartungen der Märkte mit sensationellen Gewinnen und die Bullen übernehmen bei der Aktie wieder das Ruder

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Vor den Quartalszahlen von Micron machte sich in dieser Woche eine gewisse Nervosität breit. Wieder einmal wurde darüber gemutmaßt, ob die Bewertungen in der Branche nicht vielleicht schon etwas zu weit in die Höhe geklettert wurden. Manch einer malte sich schon ein Szenario aus, in dem Micron die Konsensschätzung vielleicht nur noch erfüllen oder leicht übertreffen würde.

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Am Mittwoch nach Börsenschluss öffnete Micron (US5951121038) nun seine Bücher und der Quartalsbericht hat es in sich. Obschon die Erwartungen in astronomische Höhen geschnellt sind, konnten jene noch einmal deutlich übertroffen werden. Die Geschäfte laufen runder als je zuvor und auch die weiteren Aussichten sorgen für ungläubige Blicke und euphorische Aktionäre. Die Bären hingegen müssen sich wohl schon wieder geschlagen geben.

 

 

 

Wie gehabt ist es vor allem die schwindelerregende Nachfrage nach Speicherchips, welche Umsätze und Gewinne von Micron immer weiter anschwellen lässt. Die Hyperscaler können ihre Rechenzentren gar nicht schnell genug bauen und ohne Speicherchips kommen sie dabei nicht weit. Es entsteht ein Marktumfeld, in dem nach Preisen nicht mehr gefragt wird. Micron erzielt fürstliche Margen und das Ganze hinterlässt auch beim (vernachlässigbaren) Geschäft mit Verbrauchern deutliche Spuren.

 

Micron sprengt jede Erwartung

 

Melden konnte Micron einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar in nur einem Quartal und damit mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum, als noch deutlich bescheidenere 9,3 Milliarden Dollar an Umsatz verzeichnet werden konnten. Der Gewinn je Aktie wurde derweil auf 25,11 Dollar katapultiert. Die hohen Schätzungen der Analysten lagen im Schnitt lediglich bei etwas mehr als 20 Dollar. Dies konnte Micron um 25 Prozent übertreffen. Damit erfüllen sich die Hoffnungen der Bullen auf Signale dafür, dass das Ende der Fahnenstange noch immer nicht erreicht sein mag.

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Die Prognose lässt vermuten, dass es bei Micron munter weitergehen wird. Die Börsenprofis sagten für das laufende Quartal 43,58 Milliarden Dollar voraus. Micron selbst peilt nun etwa 50 Milliarden Dollar an. Ein Jahr zuvor wurden 11,3 Milliarden Dollar erreicht. Das Wachstumstempo lässt nicht einmal im Ansatz nach und die Börse ist regelrecht elektrisiert. Im regulären Handel gab die Micron-Aktie gestern noch leicht nach, legte dann nachbörslich aber um fast 13 Prozent zu. Vorherige Gewinnmitnahmen werden damit schon wieder egalisiert.

Die Ergebnisse dürften weite Kreise ziehen und die dezent angeschlagene Stimmung im Segment wieder deutlich heben. Zwar bleibt es weiterhin wahrscheinlich, dass es nicht ewig in diesem Tempo in Richtung Norden gehen mag. Doch noch ist ein Ende dieser beeindruckenden Entwicklung nicht am Horizont abzusehen. Wie gehabt bleibt es wahrscheinlich, dass der Aktienkurs der brachial guten fundamentalen Entwicklung weiter folgen wird.

 

Schreck lass nach

 

Alles deutet darauf hin, dass die Micron-Aktie im heutigen Handel auf Tuchfühlung zum Allzeit-Hoch bei 1.213,56 Dollar gehen dürfte. Es wäre nicht einmal eine Überraschung, sollte diese Marke übertroffen werden können. Zwar besteht bei derart hohen Kursen stets und immer das Risiko von Gewinnmitnahmen. Solche waren in den letzten Monaten und auch in dieser Woche letztlich nur eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Selbst auf Rekordniveau muss das Papier nicht zwingend als überbewertet angesehen werden.

Die erneut hervorragende Entwicklung darf von den Anlegern neidlos anerkannt werden. Ärgern könnte man sich allenfalls darüber, dass die Expansion nicht noch schneller vorangeht und Micron sich dadurch bedingt vielleicht manchen kurzfristigen Umsatz durch die Lappen gehen lässt. Doch solange das der größte Kritikpunkt ist, haben Anleger es mit einem absoluten Luxusproblem zu tun. Es bleibt dabei: solange weiterhin Rechenzentren wie Pilze aus dem Boden sprießen, bleiben die Auftragsbücher von Micron prall gefüllt und die Margen auf einem fast schon unverschämt hohen Niveau.

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25.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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