Die Micron-Aktie zieht wieder an und steigende Speicherpreise sowie optimistische Analysten stützen den Trend
Teurer Speicher bleibt ein gutes Geschäft für Micron
Die Micron-Aktie ist im Sommer spürbar unter Druck geraten, auch wenn die Kurse sich sehr bequem über dem Niveau vergangener Jahre hielten. Ein wenig begleitet wurde der Titel jedoch von der Sorge über einen zyklischen Markt. In der Vergangenheit schwankten die Preise für Speicherchips stets recht stark. Dementsprechend gab und gibt es die Befürchtung, dass in den kommenden Jahren Preise und Margen regelrecht abstürzen könnten.
Die Realität spricht jedoch eine eher andere Sprache. Das Fachmagazin „ComputerBase“ stellte erst vor wenigen Tagen fest, dass die Speicherpreise schon wieder einen neuen Höchststand erreicht haben. Das spricht dafür, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigt, was für Micron (US5951121038) natürlich sehr erfreulich ist.
Wenig Sorgen um den berüchtigten Schweinezyklus macht sich derweil der Analyst Pierre Ferragu von New Street Research. Ferragu spricht sogar schon davon, dass zyklische Entwicklungen in der Speicherindustrie an Bedeutung verlieren würden. Begründet wird dies mit mittlerweile langfristig abgeschlossenen Verträgen, die teils bis ins Jahr 2030 reichen. In den meisten Fällen seien dabei Preisuntergrenzen verhandelt worden sowie das Prinzip Take-or-Pay. Selbst wenn vereinbarte Mengen nicht abgenommen werden, werden sie also trotzdem bezahlt.
Solche und ähnliche Meldungen sorgten wieder für Rückenwind bei der Micron-Aktie. Am Freitag ging es beim Kurs um 2,3 Prozent auf 971,66 US-Dollar aufwärts. Nachbörslich stellten die Bullen dann auch schon die psychologisch wichtige 1.000-Dollar-Marke auf die Probe. Es scheint also, als könnte sich die Schwächephase der letzten Wochen lediglich als kleiner Durchhänger erweisen.
Starke Geschäfte für Micron
Momentan gibt es bei Micron noch immer nichts zu meckern und es wäre tatsächlich eine Überraschung, sollten die nächsten Quartalszahlen nicht einmal mehr Rekorde produzieren können. Was den Blick in die Zukunft betrifft, sieht es aber schon etwas anders aus. Langfristige Verträge sind im Segment ein Novum und sie sorgen zumindest bis Ende des Jahrzehnts für einiges an Verlässlichkeit. Doch sollte die KI-Blase doch noch platzen und im ungünstigsten Fall der eine oder andere Kunde in die Zahlungsunfähigkeit rutschen, könnte das Bild sich dennoch schnell ändern.
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17.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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